Deutsche Rüstungsexporte Merkel will Mega-U-Boot-Deal mit Australien

Deutschland steht womöglich vor einem der größten Rüstungsdeals seiner Geschichte: Zwölf moderne U-Boote sollen nach SPIEGEL-Informationen an Australien gehen. Kanzlerin Merkel setzt sich persönlich dafür ein.

Skizze des "HDW Klasse 216": Regierung kämpft für "herausragendes" Exportgeschäft
ThyssenKrupp Marine Systems

Skizze des "HDW Klasse 216": Regierung kämpft für "herausragendes" Exportgeschäft


Hamburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel kämpft für eines der umfangreichsten Rüstungsexportgeschäfte der deutschen Geschichte. Es geht dabei um den Verkauf von bis zu zwölf U-Booten der Klasse 216 an Australien. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

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Der Deal könnte der deutschen Industrie einen Auftragswert von 14 Milliarden Euro bescheren und gilt in Regierungskreisen als "herausragend", da die U-Boot-Industrie auf Jahrzehnte profitieren würde.

Deutschland konkurriert mit den Japanern. Bereits im November hat Merkel sich am Rande des G-20-Gipfels in Brisbane beim australischen Premierminister Tony Abbott für das deutsche Angebot eingesetzt. Merkel argumentierte dabei, dass Deutschland politisch neutral agieren könne, während Japan unter Spannungen mit China leide. "Damit haben Sie recht", antwortete Abbott.

U-Boote der Klasse 216 gibt es erst im Entwurf. Sie gelten als die modernsten konventionellen U-Boote der Welt. Sie sind etwa 90 Meter lang, verfügen über einen Brennstoffzellenantrieb und können bis zu vier Wochen am Stück tauchen. Eine Vorentscheidung soll Mitte dieses Jahres fallen.

Diese Meldung stammt aus dem neuen SPIEGEL, der am Samstag erscheint.

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insgesamt 187 Beiträge
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Seite 1
NeZ 23.01.2015
1.
Warum zur Hölle braucht Australien überhaupt U-Boote? Aber gut, mein Geld ist's ja nicht.
chefdesuniversums 23.01.2015
2. Wir
brauchen frieden und keinen krieg...wie wär es alternativ mit 12 friedenstauben? achne die bringen keine milliarden...die könnte man aber auch einfach drucken die milliarden.
Tafelkreide 23.01.2015
3. Und am Ende
liegen die Dinger doch nur im Wasser rum!
kinngrimm 23.01.2015
4. Firma schon wieder gekauft?
Es war einmal eine Deutsche U-Boot Firma welche Brennstoffzellenantriebe als erste in Uboote einbaute, diese Firma wurde an ein französisches Unternehmen verkauft, dann an ein Amerikanisches dann ... um schließlich wieder von einem Deutschen Unternehmen gekauft zu werden.
laimelgoog.0815 23.01.2015
5. Kein Problem! Australien ist von Wasser umgeben und will
sich schützen. Warum sollte Deutschland keine Waffen an ein demokratisches Land verkaufen können. Es ist auch kein Kriseland.
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