Betrifft Aggressive Gesellschaft, Ebola, Gentests


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Titelbild
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Heft 12/2019
Warum so viele Menschen im Alltag die Nerven verlieren und ausrasten

Es sind verstörende Nachrichten, die sich täglich in Deutschlands Zeitungen finden: Autofahrer prügeln auf Radfahrer ein, Bahnkunden attackieren Schaffner, Notärzte können bei Einsätzen nicht helfen, weil sie bedroht werden. Das gesellschaftliche Klima in Deutschland wird nach Ansicht von Soziologen rauer, der Umgang miteinander aggressiver, oft richten sich die Attacken gegen professionelle Helfer, gegen Sanitäter, Feuerwehrleute, Polizisten.

Schindler
Finbarr O'Reilly / DER SPIEGEL

Schindler

Was ist da los? Was passiert in unserem Land? Wieso verlieren so viele Menschen die Kontrolle? SPIEGEL-Redakteur Jörg Schindler hat Antworten auf diese Fragen gesucht, und er ist in besonderem Maße qualifiziert für diese Aufgabe: Erstens hat Schindler lange in Berlin gelebt, "der Aggro-Hauptstadt" Deutschlands, wie er sie nennt. Zweitens hat er in einem Sachbuch nachgedacht über die "Rüpel-Republik" Deutschland. Seine Erklärungen, ergänzt durch ein Interview mit dem Psychiater Andreas Heinz und viele Beispiele, die von einem Team von Redakteuren recherchiert wurden, finden sich im Titelkomplex dieser Ausgabe.


Ramazzotti, Schaap in Nord-Kivu
Sergio Ramazzotti / DER SPIEGEL

Ramazzotti, Schaap in Nord-Kivu

Fritz Schaap war für den SPIEGEL schon in vielen Krisengebieten unterwegs, notgedrungen kennt er sich aus mit den Maßnahmen, die nötig sind, um unverletzt nach Deutschland zurückzukehren. Meist sind es Milizionäre, irreguläre Truppen oder einfach bewaffnete Kriminelle, die ein Risiko darstellen; bei Schaaps Reise in die Demokratische Republik Kongo kam das Ebola-Virus hinzu. In der durch Gefechte zerrütteten Kivu-Region kämpft das Gesundheitsministerium des Kongo zusammen mit verschiedenen Hilfsorganisationen seit Monaten verzweifelt gegen das Virus, gegen den zweitgrößten Ausbruch der Geschichte. "Natürlich wird man ein wenig paranoid mit der Zeit", sagt Schaap, der sich in Europa nicht hatte impfen lassen können, weil der Impfstoff hier noch nicht zugelassen ist. "Ich und der Fotograf Sergio Ramazzotti haben nicht nur den Kontakt zu Kranken peinlichst vermieden, sondern uns auch ständig die Hände desinfiziert." Zu den Chancen, die Ebola-Epidemie in einem Kriegsgebiet erfolgreich zu bekämpfen, sagt Schaap: "Niemand vor Ort scheint damit zu rechnen, die Lage schnell unter Kontrolle zu bekommen."


Schmergal
Ole Witt / DER SPIEGEL

Schmergal

Der medizinische Fortschritt soll das Leben erleichtern, und oft gelingt das auch. Aber manchmal bringen neue Diagnosemöglichkeiten neue existenzielle Fragen mit sich, wie im Fall des PraenaTests der Konstanzer Firma LifeCodexx. Gentests wie dieser machen es möglich, das Erbgut ungeborener Kinder auf Abweichungen zu untersuchen, und geben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Auskunft darüber, ob die Eltern ein Kind mit Downsyndrom erwarten. Die Nachfrage nach dem PraenaTest ist groß, die Firma wurde zur Zielscheibe von Lebensschützern. Schwangere dagegen fordern ihr Recht auf Wissen und eine risikolose Untersuchung ein. Auch der Bundestag will sich bald mit der Frage auseinandersetzen, wie das Land mit neuen Gentests umgehen soll, die Krankheiten schon im Mutterleib identifizieren. SPIEGEL-Redakteurin Cornelia Schmergal besuchte das Labor der Firma, sie diskutierte mit Ethikexperten und lernte während der Recherche Kinder kennen, "die beinahe nie geboren worden wären, weil ihre Mütter in der Schwangerschaft vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens standen".

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