Betrifft China, Rechtsextremisten, Äthiopien


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Heft 9/2019
Radikal, frei, einzigartig: Karl Lagerfeld

Der Mann, den SPIEGEL-Reporter Jürgen Dahlkamp vor einer Weile am Telefon hatte, begann seine Geschichte mit einem außergewöhnlichen Satz. Er sagte, dass er sieben Jahre lang auf diesen Anruf gewartet habe. So lange saß der Deutsche Robert Rother wegen Millionenbetrug in einem chinesischen Gefängnis.

Schmitt, Latsch, Dahlkamp
Matthias F. Döring / DER SPIEGEL

Schmitt, Latsch, Dahlkamp

Inzwischen ist er frei und klagt die Volksrepublik China an: wegen der Zwangsarbeit, die er angeblich leisten musste, und wegen der Folterung mehrerer Häftlinge, die er im Gefängnis gesehen haben will. Zusammen mit den Kollegen Gunther Latsch und Jörg Schmitt hat Dahlkamp die Geschichte von Aufstieg und Fall dieses schillernden jungen Mannes recherchiert, der im Boomland China innerhalb weniger Jahre ein ungeheures Vermögen zusammengerafft hatte - und dann das meiste wieder verlor.


Buse
Sven Doering/ Agentur Focus

Buse

Wie begrüßt man Rechtsextremisten auf angemessene Weise? Diese Frage beschäftigte SPIEGEL-Reporter Uwe Buse während seiner Recherche im Westen Dortmunds, wo rund hundert Nazis wohnen, in wenigen Häusern. Reicht man den Rechten die Hand, wenn man sie zum Gespräch trifft? Sagt man: "Guten Abend, schön, Sie zu sehen"? Wünscht man am Ende des Treffens: "Alles Gute"? Hält man sich also an übliche Umgangsformen, oder gelten für gewaltbereite Demokratieverächter eigene Regeln? Buse entschied sich für ein unverbindliches "Hallo", schenkte sich den Händedruck, seine Gesprächspartner grüßten ebenso zurück. Auf welche Weise die Stadt Dortmund um einen angemessenen Umgang mit den Rechtsextremen ringt und was in den vergangenen Jahren gelungen ist, was nicht, beschreibt Buse.


Grill, Metamin in Ähtiopien
Stefan Kleinowitz

Grill, Metamin in Ähtiopien

Aufhebung des Ausnahmezustands, Frieden mit dem Erzfeind Eritrea, Entlassung Tausender politischer Gefangener in die Freiheit - das ist die erstaunliche Bilanz von Abiy Ahmed, seit April 2018 Premierminister Äthiopiens. Und Abiy wagte eine weitere, nicht nur für sein Land radikale Reform: Er holte viele Frauen in sein Kabinett, sie stellen jetzt die Hälfte seiner Regierung. Afrikakorrespondent Bartholomäus Grill bereiste das Land, das wie kaum ein anderes auf dem Kontinent mit seinen Machttraditionen bricht. Grill sprach mit neu ernannten Ministerinnen, besuchte aber auch Dörfer, in denen der Wandel noch nicht angekommen ist und wo die Frauen wie vor Jahrhunderten leben. Im Ort Entoto fragte ihn die 65-jährige Bäuerin Metamin Tenkeli, ob er eines der Holzbündel schultern könne, von denen sie jeden Tag eines über mehrere Stunden zum Markt schleppe. Es wog etwa 60 Kilogramm. Grill gelang es, das Bündel auf seinen Rücken zu heben, gehen konnte er damit kaum. "Frauen", sagt Grill, "leisten viel mehr für die äthiopische Gesellschaft als die Männer".

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