Betrifft Markus Blume, Cynthia Nixon, Kristina Vogel


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Politiker in Deutschland achten sehr auf ihr öffentliches Image, und Markus Blume, Generalsekretär der CSU, ist keine Ausnahme. Blume war einmal Juniorenmeister im Eistanzen, ein Erfolg, den er bislang höchstens in Nebensätzen erwähnte. Aber er ist erst sechs Monate im Amt, hat nur noch fünf Wochen, um eine Wahlniederlage seiner Partei abzuwenden. Dass ihn diese Umstände bewogen haben, der Bitte von Redakteurin Anna Clauß nachzugeben, sie auch im Olympia-Eissportzentrum München zu treffen, verneint er vehement.

Clauß, Blume
Florian Generotzky/ DER SPIEGEL

Clauß, Blume

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Heft 37/2018
Warum die AfD so erfolgreich ist

Statt Kunststücke vorzuführen, wollte er der SPIEGEL-Redakteurin lieber eine Figur mit dem Namen "Todesspirale" beibringen - und die Schlusspose, die Blume 1993 bei den Juniorenweltmeisterschaften im Paarlauf gezeigt hatte. Ehrliche Antworten bekam Clauß trotzdem nicht immer: Auf die Frage, ob es auf dem Eis oder in der Politik mehr falsche Freunde gebe, behauptete er, in der CSU seien sie alle eine große Familie.


Bislang ist die Schauspielerin Cynthia Nixon bekannt, weil sie eine Hauptfigur in der Fernsehserie "Sex and the City" spielte, die um die Jahrtausendwende eine ganze Generation Frauen geprägt hat. Nun strebt Nixon eine völlig andere Karriere an, sie will Gouverneurin des Bundesstaates New York werden und fordert ihren demokratischen Parteifreund Andrew Cuomo heraus, den sie verabscheut als eine korrupte Figur des Establishments.

Nixon (M.), Oehmke (hinten l.)
Andres Kudacki/ Redux

Nixon (M.), Oehmke (hinten l.)

Zu diesem Establishment zählt Nixon offenbar auch den SPIEGEL, denn etliche Interview- und Fotoanfragen blieben unbeantwortet. So hatte Korrespondent Philipp Oehmke keine andere Chance, als stets unangekündigt bei den Wahlkampfterminen aufzutauchen. Er lief Nixon einfach hinterher, so häufig, dass der SPIEGEL-Reporter auf vielen Presse- und Zeitungsfotos mit ihr zu sehen ist, oft wie ein fünftes Rad am Wagen. Manchmal gelang es Oehmke, ein paar Sätze mit Nixon zu wechseln, meistens aber starrte sie sofort konzentriert auf ihr Handy, sobald sie ihn erblickte. Am Ende sagte sie ihm, sie sei so beschäftigt, den Gouverneur in den Vorwahlen am kommenden Donnerstag zu schlagen, dass sie einfach keine Zeit habe, mit einem Reporter aus einem Land zu sprechen, in dem exakt keine einzige Wählerstimme für sie zu holen sei. "Nixon ist Teil eines globalen Phänomens", so Oehmke, "sie steht für einen neuen Politikertypus, der Wählerstimmen erobert, weil er sich nicht wie ein Politiker benimmt."


Manchmal verändert sich ein Leben im Bruchteil einer Sekunde. Die zweimalige Olympiasiegerin Kristina Vogel musste das Ende Juni erfahren. Beim Training kollidierte die Bahnradfahrerin mit einem anderen Sportler und erlitt schwerste Rückenverletzungen.

Vogel, Windmann
Maurice Weiss/ DER SPIEGEL

Vogel, Windmann

Zwei Monate lang wusste nur ihr engstes Umfeld, dass sie querschnittgelähmt ist. Nun sprach sie erstmals über den Unfall, Redakteurin Antje Windmann besuchte sie im Krankenhaus in Berlin und traf eine Frau, die sagt: "Ich hätte so gern 2020 bei Olympia noch einmal Gold geholt - andererseits hatte ich so viele Erfolge, bin Weltrekordhalterin. Jetzt treibt mich keiner mehr an. Ich bin zum ersten Mal frei, und das ist was Schönes." Lesen Sie hier das außergewöhnlich persönliche Interview.

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