Betrifft Seenot, Wohnungsmarkt, Titel


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Heft 28/2018
Wie Liebe gelingt

Ein Schiff, das nirgends in den Hafen darf, mit Menschen an Bord, die niemand will - sieben Tage lang kreuzte die "Lifeline" im Mittelmeer, überall abgewiesen von einem Europa, das sich erbarmungslos als Festung zeigt. Wie die Irrfahrt der 234 Geretteten verlief, die aus zwei Schlauchbooten vor der libyschen Küste geborgen worden waren, zeichnen Özlem Gezer, Felix Hutt, Timofey Neshitov und Claas Relotius mithilfe von Logbucheinträgen, Funksprüchen, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails nach. Vorläufiger Endpunkt der Reise ist Valletta auf Malta - wo das Schiff festgesetzt und der Kapitän Claus-Peter Reisch vor Gericht gestellt wurde. Reisch darf die Insel derzeit nicht verlassen. In den Tagen vor dem Prozess begleitete Neshitov den Kapitän - einen gelernten Kraftfahrzeugmechaniker und passionierten Segler, der das Verhalten der EU gegenüber Flüchtlingen "widerlich" findet. Die von ihm Geretteten nennt er "Gäste" und besuchte mit Neshitov zusammen deren Unterkunft. Er durfte nicht hinein, die Flüchtlinge durften nicht hin aus. "You are the best!", riefen sie vom Balkon aus ihrem Retter zu. Dass Reisch wegen seines Einsatzes bestraft werden sollte, sagt Neshitov, "das wussten die Flüchtlinge nicht".

Neshitov, Reisch auf Malta
Thomas Grabka / DER SPIEGEL

Neshitov, Reisch auf Malta


Eigentlich sollte es so sein, dass sich der Mensch die zu seinem Leben passende Wohnung sucht. Heute jedoch bestimmt oft die Wohnung über den Lebensstil - Paare können sich nicht trennen, Patchworkfamilien nicht zusammenfinden, weil die passende Bleibe oder das Geld dafür fehlt. Die Wohnungsnot verunsichert viele Menschen und greift tief in ihren Alltag ein. In diesem Heft beginnt eine SPIEGEL-Serie, die sich mit diesem Phänomen befasst: Wie verändert der wild gewordene Immobilienmarkt die Städte? Was bedeuten die steigenden Preise für das Leben der Menschen? Und was kann die Politik, was können die Bürger gegen den Mietwahnsinn tun? Ein Team von SPIEGEL-Redakteuren hat dafür in ganz Deutschland recherchiert. Für den ersten Teil der Serie traf Anne Seith Menschen in Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin, die über ihrer Wohnungssuche fast verzweifelt sind.


Maren Keller
Bernhard Riedmann/DER SPIEGEL

Maren Keller

Fast alle Menschen sehnen sich danach, aber nur wenigen gelingt es, sie zu finden: die ewige Liebe. Warum hängen wir an dieser altmodischen Sehnsucht, obwohl jede Beziehung doch Zwänge und Einschränkungen mit sich bringt? Gibt es das Geheimnis lebenslanger Liebe? Diesen Fragen ist Maren Keller für die Titelgeschichte dieses Heftes nachgegangen. Sie besuchte Karl-Heinz und Ursula Kalina, die sich im Spätsommer 1956 auf einem Dorffest kennengelernt hatten, seit 62 Jahren zusammenleben und noch immer vernarrt ineinander sind. Keller sprach mit einem Pastor über Liebeshochzeiten und Zweckbündnisse, sie traf eine Standesbeamtin und ließ sich von einer Scheidungsanwältin erklären, woran Beziehungen heutzutage scheitern. Dass eine Liebe lange halten könnte: Dafür gibt es Anzeichen, die wie Kleinigkeiten wirken, es aber nicht sind. Gute Chancen bestehen beispielsweise dann, wenn Paare sich dreimal am Tag für 90 Sekunden miteinander unterhalten, sich angucken und ernst nehmen, sich wirklich etwas zu sagen haben. "Das klingt einfach", sagt Keller, "aber das ist es nicht."

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