Betrifft Stephen Bannon, Karrieren, SPIEGEL FUTURA


Bannon, Scheuermann in Rom
DER SPIEGEL

Bannon, Scheuermann in Rom

USA-Korrespondent Christoph Scheuermann saß mit einem Informanten in New York beim Frühstück, als Stephen Bannon, der frühere Chefstratege Donald Trumps, auf dem Telefon seines Gegenübers anrief. Er liebe den SPIEGEL, ließ Bannon ausrichten. Ob man sich mal zum Kaffee treffen wolle? Er habe Pläne für eine neue rechte Bewegung in Europa. Bannon entpuppte sich als schwer berechenbar. Mal ließ er Termine platzen, mal verschickte er im Minutentakt Textnachrichten von seinem Smartphone. Als Scheuermann im September fragte, wann man sich denn sehen könne, antwortete Bannon: "Können Sie übermorgen in Rom sein?" Scheuermann stieg ins Flugzeug und fand ihn in einer Hotelsuite in der Nähe des Vatikans. Bannon verfüge nicht mehr über die Macht eines Regierungsapparats, sagt Scheuermann, er versuche jetzt die Medien zu benutzen, um seine Botschaften zu verbreiten.

Doerry, Gerlach
Jan Helge Petri

Doerry, Gerlach

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Heft 43/2018
Wie ein grausiges Verbrechen die Weltpolitik erschüttert

Das Gerücht, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde im Hamburger Vorort Pinneberg sei gar kein Jude, schien zu skurril, um wahr zu sein. SPIEGEL-Mitarbeiter Moritz Gerlach und Redakteur Martin Doerry gingen dem Verdacht trotzdem nach. Nach monatelanger Recherche in mehr als 20 Archiven und Gesprächen mit vielen Zeitzeugen stellten sie fest: Der seit 15 Jahren amtierende Wolfgang Seibert ist ein mehrfach vorbestrafter Betrüger und Hochstapler. Und tatsächlich kein Jude. Doerry und Gerlach konfrontierten den Mann vergangenen Montag. "Zuerst hat er widersprochen", sagt Gerlach. "Aber dann räumte er ein, dass die Holocaust-Geschichte seiner Familie erfunden ist."

Kuppi, Dohrmann, Hundertmark, Schnurr
Jan Helge Petri

Kuppi, Dohrmann, Hundertmark, Schnurr

Mit Virtual Reality und künstlicher Intelligenz, Robotics und Blockchain erleben wir technische Entwicklungen, die weitreichende wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Folgen haben, die digitale Revolution verändert die Ordnung der Welt. Wie kann es Europa künftig gelingen, sich im technischen Wettbewerb mit den USA und China zu behaupten? Was ist nötig, um die Errungenschaften des demokratischen, freiheitlichen Kontinents zu bewahren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die erste Ausgabe von "SPIEGEL FUTURA - Ideen für die Welt von morgen", die diesem Heft beiliegt.

Das Supplement stellt Visionäre und Pragmatiker vor, die unsere Zukunft entwerfen. Konzipiert und gestaltet haben es Lynn Dohrmann, Elsa Hundertmark, Jens Kuppi und Eva-Maria Schnurr. Überall im Heft lassen sich mit dem Smartphone und einer App verborgene Inhalte sichtbar machen, die Printbeilage wird durch Augmented Reality digital. SPIEGEL ONLINE widmet sich nun einen Monat lang in einem Themenschwerpunkt der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, am 19. und 20. November findet schließlich in Hamburg die SPIEGEL-Konferenz "Futura" statt.

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