SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette: Steinbrück droht Pleite im eigenen Wahlkreis

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SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: Besonders stark in Niedersachsen

SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück muss kämpfen: Laut SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette würde der Sozialdemokrat nicht einmal seinen eigenen Wahlkreis gewinnen. Für Schwarz-Gelb in Berlin reicht es allerdings nicht. Tippen Sie mit auf den Wahlausgang!

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wirft der Kanzlerin vor, sie "lulle die Menschen ein". In Umfragen liegt Angela Merkel allerdings weit vor Steinbrück. Auch in ihrem Wahlkreis scheint ihr der Erfolg sicher zu sein. Seit 1990 holte sie für die CDU das Direktmandat in Vorpommern-Rügen - Vorpommern-Greifswald I. In diesem Jahr, glauben SPIEGEL-ONLINE-Leser, wird sie es ebenfalls schaffen.

Steinbrück dagegen könnte das Direktmandat wie 2009 verpassen. Der Sozialdemokrat tritt im rheinischen Wahlkreis Mettmann I an, schwärmt auf seiner Website von der "Vielfalt" und der "Herzlichkeit der Menschen". In der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette glaubt allerdings die Mehrheit der Leser, dass die meisten Erststimmen in der bürgerlichen Gegend nicht an Steinbrück, sondern an seine CDU-Konkurrentin Michaela Noll gehen.

Rund 15.200 Tipps wurden bereits abgegeben, wer in den Wahlkreisen das Rennen macht und wer wie viele Zweitstimmen holt.

In 202 Wahlkreisen lässt sich bereits eine Tendenz der Erststimmen für die Wahl am 22. September ablesen:

  • Die Union würde demnach 127 Wahlkreise gewinnen und legt leicht zu.

  • Die SPD könnte zulegen auf 63 Wahlkreise, sie ist besonders stark in Niedersachsen.

  • Die Grünen ergatterten bei der Bundestagswahl 2009 ein Direktmandat, Hans-Christian Ströbele gewann in Friedrichshain-Kreuzberg. In der Wahlwette tippen die Leser, dass bei dieser Wahl noch zwei Wahlkreise dazukommen: zum einen Tempelhof-Schöneberg, wo Grünen-Fraktionschefin Renate Künast antritt; zum anderen Stuttgart I, wo sich Parteichef Cem Özdemir bewirbt.

  • Neun Wahlkreise werden nach Ansicht der SPIEGEL-ONLINE-Leser an die Linke fallen - erfolgreich wären demnach prominente Linke wie Fraktionschef Gregor Gysi und Ex-Parteichefin Gesine Lötzsch in den Berliner Wahlkreisen Treptow-Köpenick und Lichtenberg. Die Partei holte bei der vorigen Wahl 16 Direktmandate.

  • 97 Wahlkreise lassen sich noch nicht zuordnen, der Ausgang ist offen.

Keine Mehrheit für Schwarz-Gelb

Bei der Zweitstimme scheinen sich die Ergebnisse in der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette einzupendeln. Wie in den vergangenen Wochen hat die Union einen deutlichen Vorsprung mit 38 Prozent. Die SPD verharrt bei 26,6 Prozent. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf 14,1 Prozent, gefolgt von Linken (7,2 Prozent) und FDP (5,8). Piraten (3,3) und Alternative für Deutschland (2,6) schaffen die Fünfprozenthürde nicht.

Wer würde laut SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette regieren? Nach den jetzigen Schätzungen würde es nicht zur Neuauflage der schwarz-gelben Koalition reichen, das Bündnis käme auf nur 43,8 Prozent. Rot-Grün würde 40,7 Prozent erreichen und hätte ebenfalls keine Mehrheit. Die ungeliebte, aber momentan viel diskutierte Große Koalition hätte dagegen eine komfortable Mehrheit.

So können auch Sie bei der Wahlwette mitmachen:

Bis zum 20. September, 23.59 Uhr, können Sie vorhersagen, wie die Bundestagswahl ausgeht. Geben Sie dabei nicht Ihr Wunschergebnis an, sondern den Wahlausgang, den Sie persönlich für wahrscheinlich halten. Ihren Tipp können Sie jederzeit korrigieren. Je mehr Leser mitmachen und je näher der Wahltag rückt, desto aussagekräftiger wird die Prognose. Die Wahlwette kann ein innovatives Instrument sein, um das Wahlergebnis möglichst genau vorherzusagen - jenseits der üblichen repräsentativen Umfragen der Meinungsforschungsinstitute.

Tippen Sie auch darauf, welcher Kandidat in Ihrem Wahlkreis das Rennen macht. Im Rahmen Ihrer Erststimmen-Prognose haben Sie auch die Chance, die Bundestagsbewerber besser kennenzulernen. Über unseren Kooperationspartner abgeordnetenwatch.de können Sie die Kandidaten von Union, SPD und Co. nach ihrer Meinung fragen - von der Euro-Krise bis zur Kinderbetreuung. Oder diskutieren Sie mit anderen Lesern über Ihren Wahlkreis und die Kandidaten im angeschlossenen SPIEGEL-ONLINE-Forum.

Um bei unserem Experiment mitzumachen, müssen Sie sich mit Namen und gültiger E-Mail-Adresse bei Mein SPIEGEL anmelden. Die Registrierung ist notwendig, um Ihren Tipp eindeutig zuordnen zu können. Im Gegenzug locken Gewinne im Wert von mehreren tausend Euro. Je näher Sie am offiziellen Wahlergebnis liegen, desto besser sind Ihre Gewinnchancen. Der erste Preis: eine Luxusreise für zwei Personen nach Bali.

Hier geht es zur SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette.

kgp

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1.
lilalaunebaer90 22.08.2013
Zitat von sysopSPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück muss kämpfen: Laut SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette würde der Sozialdemokrat nicht einmal seinen eigenen Wahlkreis gewinnen. Für Schwarz-Gelb in Berlin reicht es allerdings nicht. Tippen Sie mit auf den Wahlausgang! SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette: Merkel vorn, Steinbrück liegt zurück - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-online-wahlwette-merkel-vorn-steinbrueck-liegt-zurueck-a-917778.html)
Hat Kohl auch nie...
2. Wen wundert's?
attatroll1 22.08.2013
Peer steinbrück hat noch nie eine wahl gewonnen. In all seine bisherigen Ämter wurde er per order di Mufti gehievt. Niemand will Steinbrück - vielleicht begreift das die SPD nach der Wahl endlich einmal
3. Die SPD
intenso1 22.08.2013
Die SPD bleibt solange auf der Verlierer-Straße, bis sie sich von der "Altlast-Schröder" befreit. Neue Köpfe braucht die SPD.
4. Meine Güte, dieser Titel!
addit 22.08.2013
Es ist eine WETTE! Habt ihr das selbst noch nicht kapiert?
5. Verheerendes Bild...
burnout_007 22.08.2013
Steinbrück wird eine noch größere Schlappe einstecken müssen als sein Vorgänger Steinmeier. Ihm fehlt als Kanzlerkandidat aber auch wirklich alles, um ernst genommen zu werden: Glaubwürdigkeit selbst bei den eigenen SPD-Wählern, der spürbare Wille zur Kanzlerschaft, ein alternatives Wahl-Programm. Insgesamt ein verheerendes Bild. Schon beschämend, dass jetzt die alte Rampensau Schröder noch retten soll, was nicht mehr zu retten ist. Was ist aus der 70er-Jahre SPD geworden, die mich und viele andere aus meiner Generation politisch so mitgenommen hat?
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