Betrifft Chebli, Thailand, Bewertungsportale, WM 2018


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Abé, Chebli
DPA

Abé, Chebli

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Heft 29/2018
Was es für Deutschland heißt, Donald Trumps Feind zu sein

Sawsan Chebli wollte sich eigentlich nicht vom SPIEGEL begleiten lassen. Bei der Recherche war die Stimmung zwischen der Berliner Staatssekretärin und Redakteurin Nicola Abé deshalb mitunter alles andere als entspannt. "Zum einen drängt Chebli in die Öffentlichkeit, dann will sie sich abschotten", sagt Abé, "das ist am Anfang ziemlich irritierend". Im Laufe der Zeit allerdings traf Abé auf so viele Personen, die Chebli feindlich gegenübertreten, dass sie das Misstrauen der Beamtin in Teilen nachvollziehen konnte. "Ihr begegnet so viel Hass, so viel Wut", sagt Abé, "für sie ist alles ein Kampf."


Moreno mit Reisbauer

Moreno mit Reisbauer

Als SPIEGEL-Mitarbeiter Juan Moreno an der Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands ankam, in der zwölf Kinder einer Jugendfußballmannschaft und ihr Fußballtrainer feststeckten, war er überrascht, wie perfekt alles für die Presse organisiert war. Internet, Espresso, Thaimassagen. Doch bei den Pressekonferenzen der Einsatzleitung waren Fragen verboten. "Für die Angehörigen waren die Tage ein Drama; für die Militärjunta, die vier Jahre nach ihrem Putsch noch immer das Land regiert, die Chance, sich zu inszenieren", sagt Moreno. Er fand unter anderem heraus, dass die kostenlose Versorgung der Weltpresse nicht von der Regierung bezahlt wurde. Das mussten zum Teil die Bauern aus den umliegenden Dörfern stemmen - dieselben Bauern, die gerade ihre Reisernte verloren haben, weil das abgepumpte Wasser aus der Höhle ihre Felder zerstört hat.


Millionen Menschen lesen Bewertungen von Produkten bei Onlinehändlern, bevor sie etwas kaufen, klicken sich durch Portale, um herauszufinden, wie gut ihr Arzt ist, oder suchen vor der Urlaubsbuchung nach Rezensionen von Hotels. Aber kann man den Empfehlungen wirklich vertrauen? Nicht wenige Tipps bei Google, Amazon oder Jameda sind schlicht gefälscht.In einer gemeinsamen Recherche von SPIEGEL und SPIEGEL TV zeigen Martin U. Müller und David Walden, wie einfach es ist, Jubelempfehlungen zu kaufen. "Es ist unmöglich, sicher zu sagen, ob Bewertungen echt sind oder von willigen Claqueuren gegen Geld geschrieben wurden", so Müllers Resümee. Der Beitrag von SPIEGEL TV läuft am Montagabend um 23.25 Uhr bei RTL.


Winterbach, Tschertschessow, Buschmann
Denis Sinyakov/ DER SPIEGEL

Winterbach, Tschertschessow, Buschmann

Fast zwei Stunden nahm sich Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow Zeit, um mit den SPIEGEL-Redakteuren Rafael Buschmann und Christoph Winterbach auf das WM-Turnier zurückzublicken und seine Trainingsphilosophie zu erklären. Zwei Tage zuvor war seine Mannschaft im Viertelfinale ihrer Heimweltmeisterschaft ausgeschieden. Bei der Verabredung zum Gespräch in Moskau hatte es keine inhaltlichen Absprachen gegeben. Nur unmittelbar vor Beginn hieß es: keine politischen Fragen. Als die Redakteure den russischen Dopingskandal ansprachen, fuhr Tschertschessow aus der Haut und wollte das Interview abbrechen. Das erstaunte die SPIEGEL-Kollegen: "Wer könnte den Zweifeln an seinen Sportlern stärker entgegentreten als der Nationaltrainer?", fragt Winterbach.

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