Betrifft Trennungskinder, Trinkwasser, Mathematiker


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Heft 7/2019
Besser umgehen mit der Trennung - Vorstoß für ein neues Familienrecht

Wenn sich Eltern trennen, ist das für Familien meistens ein Drama. Wird es einfacher, wenn sich Mutter und Vater abwechselnd um die Kinder kümmern? Dieser Frage ging Redakteur Christopher Piltz für die Titelgeschichte nach - und brauchte zunächst Monate, um Trennungspaare zu finden, die bereit waren, über ihr Leben im sogenannten Wechselmodell zu berichten. "Das Thema ist hoch emotional", berichtet Piltz, "nur weil Eltern sich entscheiden, ihre Kinder auf diese Weise zu betreuen, haben sie nicht zwangsläufig ein gutes Verhältnis." Auch mit Justizministerin Katarina Barley sprach der Redakteur. Die Politikerin kennt das Modell. "Barley und ihr Ex-Mann kümmerten sich abwechselnd um ihre zwei Söhne", sagt Piltz. "Man merkt, dass ihr das Thema am Herzen liegt, doch damit gerät sie immer wieder ins Kreuzfeuer."

Piltz, Barley
Hermann Bredehorst / DER SPIEGEL

Piltz, Barley


Stilles Wasser - das kommt aus dem Wasserhahn und wird getrunken; so kennt es Autorin Barbara Supp aus Hamburg, so kennt es Fotograf Maurice Weiss aus Berlin. In den französischen Vogesen dagegen wird stilles Wasser von der Firma Nestlé aus 200 Meter Tiefe heraufgepumpt, danach abgefüllt und exportiert. Viele Bürger des Thermalbads Vittel, das dem Wasser seinen Namen gibt, sind sauer. Seit Jahren sinkt dort der Grundwasserspiegel. Wer muss zurückstecken: Nestlé oder die Einwohner? Supp und Weiss reisten nach Vittel, um den Streit zu beschreiben. Sauberes Wasser ist kostbar - allmählich dringe dieser Umstand auch in Mitteleuropa ins Bewusstsein, sagt Supp. Der letzte trockene Sommer trug dazu bei. Vielleicht werde der Streit deswegen "so emotional geführt".

Weiss, Supp
Maurice Weiss / DER SPIEGEL

Weiss, Supp


Der Bonner Mathematiker Michael Rapoport, 70, blickt auf eine bewegte Familiengeschichte zurück. Geboren wurde er in Cincinnati. Die Eltern, überzeugte Kommunisten, hatten sich dorthin vor den Nazis gerettet. Doch die Rapoports gerieten in die Wirren der McCarthy-Hysterie. 1950 zogen sie schweren Herzens weiter nach Wien, dann in die DDR, wo die Eltern sich fortan begeistert dem Aufbau des Sozialismus widmeten - zum wachsenden Missfallen ihres Sohnes. Redakteur Manfred Dworschak lernte Rapoport kennen, als dessen Schüler Peter Scholze im vergangenen Jahr die Fields-Medaille gewann. Jetzt sprach er mit dem Gelehrten über Abenteuer und Entbehrungen im Reich der Zahlen. "Ich hätte nicht erwartet, dass ein Mathematiker derart lebhaft und klar Auskunft über sein Fach geben kann", sagt Dworschak.

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