SPIEGEL-Umfrage: Kraft hängt Steinbrück locker ab

Wenn es um die Beliebtheit geht, muss sich Peer Steinbrück seiner SPD-Kollegin Hannelore Kraft klar geschlagen geben. In der aktuellen SPIEGEL-Umfrage liegt die NRW-Landesmutter deutlich vor dem Kanzlerkandidaten. Einen großen Sprung machte Grünen-Politiker Jürgen Trittin.

Ministerpräsidentin Kraft, Kanzlerkandidat Steinbrück: SPD-Leute unter sich Zur Großansicht
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Ministerpräsidentin Kraft, Kanzlerkandidat Steinbrück: SPD-Leute unter sich

Berlin - Die eine regiert für die SPD in Nordrhein-Westfalen, der andere will für die Sozialdemokraten ins Kanzleramt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) schneidet in der jüngsten SPIEGEL-Umfrage deutlich besser ab als der Kanzlerkandidat ihrer Partei, Peer Steinbrück.

In der vierteljährlichen Umfrage durch das Umfrageinstitut TNS Forschung konnte Kraft ihre Beliebtheitswerte steigern: 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie künftig "eine wichtige Rolle" spielen solle, vor einem Vierteljahr waren es lediglich 55 Prozent gewesen. Steinbrück hingegen stieß diesmal nur bei 54 Prozent der Befragten auf Zustimmung. Kraft rückte damit auf Platz 3 der beliebtesten Spitzenpolitiker vor.

Auf den ersten beiden Plätzen blieben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel, beide erzielten höhere Werte als vor einem Vierteljahr (Gauck 79 statt 75 Prozent, Merkel 71 statt 66 Prozent). Einen deutlichen Sprung machte Grünen-Politiker Jürgen Trittin, dem diesmal 47 Prozent statt zuvor 39 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle wünschten.

jok

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insgesamt 62 Beiträge
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1. Wäre wohl auch die weit klügere Entscheidung gewesen!
j.cotton 30.12.2012
Zitat von sysopDPAWenn es um die Beliebtheit geht, muss sich Peer Steinbrück seiner SPD-Kollegin Hannelore Kraft klar geschlagen geben. In der aktuellen SPIEGEL-Umfrage liegt die NRW-Landesmutter deutlich vor dem Kanzlerkandidaten. Einen großen Sprung machte Grünen-Politiker Jürgen Trittin. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-umfrage-kraft-haengt-steinbrueck-locker-ab-a-875174.html
Aber in einer so stark konservativ-patriataisch geprägten Partei wie der SPD der letzten reaktionär-prägenden Jahre wäre diese Frau wohl gegen das Männertrio nur schwerlich durchzusetzen gewesen.
2. Mutti unterbezahlt?
NeroC 30.12.2012
Hat der Peer Angst, dass Mutti unterbezahlt ist und ihre Repräsentationskleidung 2x tragen muss? Der wird doch sowieso nicht Bundeskanzler nach den derzeitigen Umfrageergebnissen. Somit hätte er diese Fettwaschschüssel ausnahmsweise mal auslassen können.
3. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben
rainer_daeschler 30.12.2012
Hannelore Kraft könnte der SPD jetzt als Kandidatin noch viele Prozentpunkte dazu bringen - und wäre dann verbrannt. Zu kurz ist sie jetzt Ministerpräsidentin von NRW und Angela Merkel noch zu beliebt. Die nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich eine große Koalition werden, wo bei das mit "Groß" nicht so sicher ist. Die SPD kann sich auch zum FDP-Ersatz entwickeln. Mit Hannelore Kraft kämen so viele Stimmen zusammen, dass ein Ministerium mehr dabei herauskommt. Sinnvoller ist es aber, sie als die Kandidatin aufzubewahren, die Angela Merkel 2017 aus dem Kanzleramt verdrängt.
4. kein Titel!
friedrich_eckard 30.12.2012
Frau Kraft wäre natürlich immer die "logische" Kandidatin einer sPD gewesen, deren Parteiname kein Erikettenschwindel ist. Sie tut aber klug daran, sich derzeit von dieser Galeere fernzuhalten - sie ist dadurch, dass sie beim ersten Mal nur mit Unterstützung der LINKEN ins Amt gekommen ist und ihr Land zwei Jahre lang mit einer informellen Volksfront regiert hat, kontaminiert - sie würde ypsilantisert werden, medial und vor allem von der "Arbeitsgemeinschaft der Kapitalistenknechte und -mägde" in der eigenen Partei. Aber ihre Zeit wird kommen - wenn nämlich nach der Wahl ihre Partei schwarzrötelt, obwohl rot-grün-rot rechnerisch möglich wäre, und wenn sich dann die Zentrifugalkräfte in der sPD geltend machen.
5. Egal wie ...
haarer.15 30.12.2012
Zitat von rainer_daeschlerHannelore Kraft könnte der SPD jetzt als Kandidatin noch viele Prozentpunkte dazu bringen - und wäre dann verbrannt. Zu kurz ist sie jetzt Ministerpräsidentin von NRW und Angela Merkel noch zu beliebt. Die nächste Regierung wird höchstwahrscheinlich eine große Koalition werden, wo bei das mit "Groß" nicht so sicher ist. Die SPD kann sich auch zum FDP-Ersatz entwickeln. Mit Hannelore Kraft kämen so viele Stimmen zusammen, dass ein Ministerium mehr dabei herauskommt. Sinnvoller ist es aber, sie als die Kandidatin aufzubewahren, die Angela Merkel 2017 aus dem Kanzleramt verdrängt.
... aber wiederum 4 Jahre Merkel empfände jedenfalls ich als Zumutung. Ihren Hang zum autokratischen Regierungsstil ohne Rücksicht auf andere muss man nicht immer wieder erneut belohnen. Ist einer lebendigen Demokratie ganz sicher nicht förderlich.
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