SPON-Wahltrend SPD stürzt unter 17 Prozent

Das Chaos in der SPD zeigt Wirkung beim Wähler. Im SPON-Wahltrend geht es für die Sozialdemokraten nach unten: Weniger als 17 Prozent würden sich derzeit für die Partei entscheiden.

SPD-Fraktionschefin Nahles, SPD-Parteivorsitzender Schulz
DPA

SPD-Fraktionschefin Nahles, SPD-Parteivorsitzender Schulz


Streit über die Regierungsbeteiligung, Sigmar Gabriels Breitseite gegen die Parteispitze, der Rückzug des Martin Schulz, Ärger um seine potenzielle Nachfolgerin Andrea Nahles - die SPD zerlegt sich, und das lässt den Wähler nicht kalt. Daran ändert auch das aus Genossen-Sicht ordentliche Ergebnis aus den Koalitionsverhandlungen nichts.

Im neuesten SPON-Wahltrend müssen die ohnehin schon gerupften Sozialdemokraten ordentlich Federn lassen. Nur noch 16,4 Prozent der Wähler würden sich nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey für die SPD entscheiden. Schon vor rund einem Monat lag die Partei unterhalb der 20-Prozent-Marke - immerhin aber noch knapp über 19 Prozent.

Schwesig im Video: "Die SPD muss das Chaos hinter sich lassen"

Die Union kann dagegen leicht zulegen. CDU und CSU liegen nun knapp über 33 Prozent, Anfang Januar waren es noch zwei Punkte weniger. Positive Bewegung gibt es bei den Grünen, die sich von 11,1 auf fast 13 Prozent verbessern. Die AfD verliert leicht und liegt nun bei 13,2 - vor einem Monat waren es 14,5 Prozent. Linke und FDP bleiben stabil.

In die Umfrage flossen alle Antworten seit dem Schulz-Beben ein. Der Befragungszeitraum lief von Freitag, 12 Uhr, bis Dienstagmittag, es nahmen knapp 12.000 Befragte teil. Der mögliche Stichprobenfehler beträgt 2,5 Prozentpunkte.



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insgesamt 302 Beiträge
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mostly_harmless 13.02.2018
1.
Tja. Als Schulz für die SPD eine Groko ablehnte, stieg die SPD ausweislich der Wahl in Niedersachsen - innerhalb von 4 Wochen um rund 10%. Seit die Sondierungen begonnen haben, hat die Partei nochmal über 4% verloren: Also lieber SPD-Mitglieder: Der politische Gegner verlangt von euch den Selbstmord. Ihr müsst das natürlich tun. Ihr tut schliesslich seit 15 Jahren immer alles, was der politische Gegner verlangt. Stimmt für die Groko, und ihre werdet frei sein. Frei von der SPD.
bert1966 13.02.2018
2.
Nur noch 49.7 Prozent für die GroKo, Neuwahlen will von CDU/CSU und SPD also sicher niemand mehr.
till.mervin 13.02.2018
3. Ach was
Echt witzig, dass das jemanden überrascht. Man hat das Gefühl - SPD macht das echt extra. So ein freiwilliger Zerstörungs-Kurs. Davor waren FDP dran. Gedächtnis, wie bei einem Fisch.
lathea 13.02.2018
4. Wer will schon einem zerstrittenen .......
........ Kindergarten seine Stimme geben. Kevin Kühnert und Co dürfen sich jetzt in die Hände klatschen. Vielleicht wechselt Schulz ja noch zur CDU, denn dass er gut kämpfen und verhandeln kann, hat er bei den Sondierungsgesprächen gezeigt und seine Ziele würden gut zur CDU passen. Vielleicht spaltet sich die CDU/CSU-Union auch noch in zwei eigenständige Parteien, die getrennt deutschlandweit auftreten. Wäre zu wünschen.
Roberto.Geissini 13.02.2018
5. Wie
doch noch so viel? Wer gibt denn Bätschi, Lügenschulz und Panzersiggie noch seine Unterstützung? Ach ne, ich vergaß, da ist ja noch der Sympathie und Hoffnungsträger Stegner, der wahrscheinlich die SPD nochmal retten wird! Gut das die denn noch haben und regelmäßig vor ne Kamera zerren können, ansonsten wäre es um diese Partei wohl geschehen...denn Programminhalte gibts ja nicht viele, die Wähler überzeugen können.
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