Statistisches Bundesamt Mehr als 18 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Neuer Höchststand: In Deutschland leben so viele Menschen mit ausländischen Wurzeln wie noch nie - 18,6 Millionen. Vor allem die gestiegene Zuwanderung seit 2015 ist ein Grund dafür.

Intensivsprachkurs für syrische Flüchtlinge (Archiv)
DPA

Intensivsprachkurs für syrische Flüchtlinge (Archiv)


Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland verändert sich: 2016 hat die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund zum fünften Mal in Folge einen Höchststand erreicht. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Insgesamt leben demnach rund 18,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland - und damit gut jeder Fünfte (22,5 Prozent).

Als Ursache für den stärksten Zuwachs seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005 nennen die Statistiker die hohe Zahl von Zuwanderern und Flüchtlingen in den Jahren 2015 und 2016.

Mehr Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten

Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind Deutsche (52 Prozent). Die Türkei ist noch immer mit Abstand das größte Herkunftsland und Europa die wichtigste Region. Die Bedeutung anderer Regionen habe in den vergangenen fünf Jahren aber an Bedeutung hinzugewonnen.

So haben mittlerweile etwa 2,3 Millionen Menschen ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten. Das ist ein Zuwachs von fast 51 Prozent im Vergleich zu 2011. Rund 740.000 Menschen sind afrikanischer Herkunft, das sind gut 46 Prozent mehr als im Jahr 2011.

dop/dpa/AFP



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