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SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrück bekam für Vorträge 1,25 Millionen Euro

Seine Nebeneinkünfte sorgten für heftige Debatten: Jetzt legt Peer Steinbrück seine Honorare offen. Nach einem Zeitungsbericht erhielt der SPD-Kanzlerkandidat in den vergangenen drei Jahren für Vorträge 1,25 Millionen Euro.

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: 14.065 Euro Honorar im Durchschnitt Zur Großansicht
DPA

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück: 14.065 Euro Honorar im Durchschnitt

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für seine Vorträge offenbar mehr Geld bekommen als bisher bekannt. Die Einkünfte sollen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Zeitraum 2009 bis 2012 bei 1,25 Millionen Euro liegen. Das Blatt bezieht sich auf die Ergebnisse, die der von Steinbrück beauftragte Wirtschaftsprüfer in den vergangenen Wochen zusammengestellt hat.

Danach hat der Bundestagsabgeordnete Steinbrück in dieser Wahlperiode insgesamt 89 Honorarvorträge gehalten. Das höchste Honorar liege bei 25.000 Euro, das niedrigste bei 1000 Euro.

Im gleichen Zeitraum habe Steinbrück weitere 237 Vorträge etwa in Schulen und bei gemeinnützigen Organisationen ohne Honorar gehalten. Außerdem habe er auf verschiedenen Veranstaltungen von Industrieunternehmen auf Honorare verzichtet und dieses Geld auf direktem Wege sozialen Einrichtungen zukommen lassen. Darunter sind die Tafel Monheim, die Familienberatungsstelle Pro Familia und das Jazz Museum.

Im Durchschnitt, so berichtet die "Bild"-Zeitung, erhielt Steinbrück für einen Vortrag 14.065 Euro Honorar. Davon seien ihm nach Steuerabzug 7314 Euro pro Auftritt geblieben. In den vergangenen drei Jahren besuchte Steinbrück zudem rund 250 Veranstaltungen in seinem Wahlkreis.

Die Honorare von Steinbrück hatten in den vergangenen Wochen für Wirbel gesorgt - und eine Debatte über Nebeneinkünfte von Abgeordneten ausgelöst. Am Donnerstag reagierte der Bundestag: Künftig müssen Parlamentarier bei ihrem Hinzuverdienst stärker ins Detail gehen.

Bisher mussten sie ihre Nebeneinkünfte in drei Stufen angeben: von 1000 bis 3500 Euro, bis 7000 Euro und ab mehr als 7000 Euro monatlich. Künftig soll es nach den Plänen von Union und FDP zehn Stufen bis zu Einkünften in Höhe von 250.000 Euro geben. Der Opposition reicht das nicht aus. SPD, Grüne und Linkspartei fordern, die Zusatzverdienste komplett offenzulegen.

heb

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insgesamt 307 Beiträge
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1.
senfreicher 29.10.2012
was bitte war denn bisher bekannt???????????
2. Okay...
nurmalso2011 29.10.2012
Das Problem muss generell gelöst werden. Die Frage die ich habe ist, wie kann ein Mensch dann noch seine Aufgabe als Bu.-Abgeordneter qualifiziert wahrnehmen? An wieviel Sitzungsstunden hat er denn insgesamt teilgenommen ?
3. aha
eswerdelicht 29.10.2012
Verstehe ich das Richtig, dass der Herr Steinbrück in den letzten drei Jahren nebenberuflich bzw aus Wahlkampf
4. Die Saat von Rot_GRÜN ist aufgegangen ...
naklar? 29.10.2012
Waren es nicht die beiden Parteien, welche den Spitzensteuersatz kräftig abgesenkt haben? Vielleicht können ja mal die Nutznießer in den Medien verbreiten, wie Sie durch Ihre Extra-Einnahmen die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Land gefördert haben.
5. Das sind dann wohl eher Haupt als Nebeneinkünfte
Xircusmaximus 29.10.2012
Zitat von sysopDPASeine Nebeneinkünfte sorgten für heftige Debatten: Jetzt legt Peer Steinbrück seine Honorare offen. Nach einem Zeitungsbericht erhielt der SPD-Kanzlerkandidat in den vergangenen drei Jahren für Vorträge 1,25 Millionen Euro. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-bekam-fuer-vortraege-1-25-millionen-euro-a-863990.html
. Das Vertreten des Volkes, das läuft offensichtlich so nebenher als quasi zweites Standbein. Schließlich sind Abgeordnete nur Ihrem Gewissen verantwortlich. Was wohl würde geschehen, wenn dies bei allen Berufen so wäre.
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