Berlin - Peer Steinbrück will im Streit über das Vortragshonorar der Stadtwerke Bochum ein Zeichen für ein "gütliches" Ende setzen. Deshalb wird der designierte Kanzlerkandidat der SPD den Betrag von 25.000 Euro spenden. Eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung wurde SPIEGEL ONLINE aus Parteikreisen bestätigt.
Das Geld soll auf drei soziale Einrichtungen verteilt werden. Steinbrück habe Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz deshalb um die Adressen der Organisationen gebeten. Das Honorar hatte die Debatte um die üppigen Nebeneinkünfte Steinbrücks weiter angeheizt.
Steinbrück erklärte demnach, es sei im Vorfeld der Vereinbarungen für seinen Rednerauftritt in der Reihe "Atriumtalk" vor den Stadtwerken von einer Spende nie die Rede gewesen. Dies sei auch durch die entsprechende Unterlassungserklärung der Stadtwerke so klargestellt worden. Dennoch müsse er anerkennen, dass es in der Auseinandersetzung auch "eine andere Wahrnehmung als bei mir" gegeben habe.
Der SPD-Politiker hat das Vortragshonorar nach Angaben der "Bild"-Zeitung komplett versteuert. Mit der jetzigen Spende zahle er rund 13.000 Euro aus eigener Tasche drauf. Allerdings könnte er die Spende später unter Umständen wiederum steuermindernd geltend machen.
Die Stadtwerke Bochum stellen ihre umstrittene Vortragsreihe "Atriumtalk" ein. Das sagte die Aufsichtsratsvorsitzende, die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD), am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Gremiums. Personelle Veränderungen bei den Stadtwerken seien nicht geplant.
als/dpa/AFP
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