Kanzlerkandidat: Steinbrück verlässt Aufsichtsrat bei ThyssenKrupp
Peer Steinbrück will sich als Kanzlerkandidat nicht angreifbar machen. Der SPD-Politiker legt deshalb sein Aufsichtsratsmandat beim Industriekonzern ThyssenKrupp nieder. Bei Fußballmeister Borussia Dortmund wird er dagegen in dem Gremium bleiben.
Hamburg - Peer Steinbrück will es wegen seiner Kanzlerkandidatur nicht zu Interessenskonflikten kommen lassen. Der SPD-Politiker verlässt deshalb den Aufsichtsrat beim Industriekonzern ThyssenKrupp.
Sein Mandat im Aufsichtsrat bei Borussia Dortmund wolle er nach Rücksprache mit dem Verein aber behalten, sagte Steinbrück am Montag in Berlin. "Das sind wohl alles BVB-Anhänger", kommentierte er den Applaus zur Ankündigung im Willy-Brandt-Haus.
Steinbrück teilte mit, er werde ab sofort keine honorarpflichtigen Vorträge mehr halten. Der Ex-Finanzminister gehört bisher dank seiner Nebenverdienste aus Buchveröffentlichungen und Vorträgen zu den Topverdienern unter den Bundestagsabgeordneten. Seit 2009 hat er mindestens 600.000 Euro für Vortragshonorare und andere Tätigkeiten kassiert.
als/dpa
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