Schlechte Umfragewerte: Steinbrück verliert an Zustimmung

Die SPD hat ihn auf den Thron gehoben, doch in den Umfragen bleibt Peer Steinbrück abgeschlagener Zweiter. Im direkten Duell mit Kanzlerin Merkel liegt der Herausforderer nach dem Parteitag der Sozialdemokraten noch weiter zurück als zuvor. Nur wenige Wähler halten Steinbrück für glaubwürdig.

Kanzlerkandidat Steinbrück: wenig ermutigende UmfragewerteZur Großansicht
dapd

Kanzlerkandidat Steinbrück: wenig ermutigende Umfragewerte

Berlin - Einige Tage nach seinem Krönungsparteitag holt die graue Realität Peer Steinbrück wieder ein. Im ZDF-"Politbarometer" verliert der SPD-Kanzlerkandidat im direkten Vergleich mit Amtsinhaberin Angela Merkel weiter an Boden.

Auf die Frage, wen sie lieber als Regierungschef hätten, nannten 54 Prozent die Kanzlerin und nur 36 Prozent Steinbrück. Gegenüber der Vorwoche gewinnt Merkel zwei Prozentpunkte, Steinbrück verliert ebenso viel. Nicht einmal die SPD-Wähler hat Steinbrück voll hinter sich: Nur 79 Prozent der eigenen Anhänger würden in einer direkten Kanzlerwahl für Steinbrück stimmen. Merkel hätte dagegen 93 Prozent der CDU/CSU-Wähler hinter sich.

Schuld an den schlechten Werten scheint auch Steinbrücks öffentliches Auftreten zu sein: Auf die Frage, welcher der Kandidaten glaubwürdiger sei, nannten 35 Prozent der Befragten Merkel und nur zehn Prozent Steinbrück. Sympathischer fanden 42 Prozent die Kanzlerin, nur halb so viele den Herausforderer.

Im Kampf gegen die Euro-Krise trauten 37 Prozent Merkel mehr zu, 14 Prozent sahen hier größere Kompetenzen bei Steinbrück. Einzig im Kampf für größere soziale Gerechtigkeit liegt Steinbrück vor der Kanzlerin: 31 Prozent trauen auf diesem Gebiet Steinbrück mehr zu, nur 23 Prozent halten Merkel hier für fähiger.

Auch die Union profitiert von Merkels Beliebtheit, wie aus der am Freitag in Mainz veröffentlichten Umfrage hervorgeht: Bei der Sonntagsfrage verbuchten CDU/CSU mit 40 Prozent der Stimmen ihren höchsten "Politbarometer"-Wert in dieser Legislaturperiode. Auch die gesamte Bundesregierung gewinnt an Zustimmung: 62 Prozent stellen ihr ein gutes Zeugnis aus, der höchste Wert seit ihrer Amtsübernahme.

Die SPD verbesserte sich leicht auf 30 Prozent. Die Grünen, Wunschpartner der SPD, verlieren einen Punkt und kommen auf 13 Prozent. Nach der aktuellen Umfrage könnte Steinbrück nur in einer Koalition mit Grünen und Linken Kanzler werden.

ade/Reuters

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insgesamt 65 Beiträge
jeschma 14.12.2012
Ein Glück aber auch !!!!
Ein Glück aber auch !!!!
chico 76 14.12.2012
wird das nix. Betrachtet er auf dem Bild seinen Kontostand ? Oder den Entwurf von Freshfields, die jetzt plötzlich das Gegenteil ( Bändigung der Banken ) kreieren müssen als vor ein paar Jahren ( Liberalisierug der [...]
Zitat von sysopDie SPD hat ihn auf den Thron gehoben, doch in den Umfragen bleibt Peer Steinbrück abgeschlagener Zweiter. Im direkten Duell mit Kanzlerin Merkel liegt der Herausforderer nach dem Parteitag der Sozialdemokraten noch weiter zurück als zuvor. Nur wenige Wähler halten Steinbrück für glaubwürdig. Steinbrück verliert in Politbarometer-Umfrage an Zustimmung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-verliert-in-politbarometer-umfrage-an-zustimmung-a-873018.html)
wird das nix. Betrachtet er auf dem Bild seinen Kontostand ? Oder den Entwurf von Freshfields, die jetzt plötzlich das Gegenteil ( Bändigung der Banken ) kreieren müssen als vor ein paar Jahren ( Liberalisierug der Finanzmärkte ) ? Oder ist es gar ein Glückwunschtelegramm von Koch, dem Oberbilfinger, zu seiner Nominierung, endend mit Auf weiterhin gute Zusammenarbeit R..... K...
AEGtocas 14.12.2012
Das ZDF macht schlicht und einfach "Propaganda" zugunsten von Frau Dr. Merkel, ich habe vorhin mal nachgesehen, was die CDU für Werte im ZDF-Politbarometer unmittelbar vor der Bundestagswahl 2005 hatte: 41 % Bei der [...]
Das ZDF macht schlicht und einfach "Propaganda" zugunsten von Frau Dr. Merkel, ich habe vorhin mal nachgesehen, was die CDU für Werte im ZDF-Politbarometer unmittelbar vor der Bundestagswahl 2005 hatte: 41 % Bei der Wahl kamen sie dann auf 34,5 % oder so. Das ist doch klare Meinungsmache. Vergleicht doch die Zahlen mal mit denen von der ARD. Das ist was ganz anderes. Komisch, oder?
Nandiux 14.12.2012
Tja, wen wundert es, diese unerträgliche Neidkampagne musste sich ja irgendwann in den Werten niederschlagen. Aber Hauptsache Merkel kommt so sympathisch herüber. Bei der nächsten Wahl geht es auch nicht um politische Inhalte. [...]
Zitat von sysopDie SPD hat ihn auf den Thron gehoben, doch in den Umfragen bleibt Peer Steinbrück abgeschlagener Zweiter. Im direkten Duell mit Kanzlerin Merkel liegt der Herausforderer nach dem Parteitag der Sozialdemokraten noch weiter zurück als zuvor. Nur wenige Wähler halten Steinbrück für glaubwürdig. Steinbrück verliert in Politbarometer-Umfrage an Zustimmung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steinbrueck-verliert-in-politbarometer-umfrage-an-zustimmung-a-873018.html)
Tja, wen wundert es, diese unerträgliche Neidkampagne musste sich ja irgendwann in den Werten niederschlagen. Aber Hauptsache Merkel kommt so sympathisch herüber. Bei der nächsten Wahl geht es auch nicht um politische Inhalte. Auf die Kanzlerin kommt es schließlich an. Wen stört da schon die schwache innenpolitische Bilanz oder die schlimme Außendarstellung der Regierung. Und das Merkel für diesen Laden verantwortlich ist, die Bürger bringen es einfach nicht mit ihr in Verbindung. Für den Rest werden schon die blunten Blätter sorgen. Rot/Grün kann nun nur noch ein Wahlsieg in Niedersachen etwas Rückenwind bringen. Für einen spannenden Bundestagswahlkampf muss man es fast hoffen. Merkel soll nicht erneut im Schlafwagen an der Macht bleiben.
friedrich_eckard 14.12.2012
"Nach der aktuellen Umfrage könnte Steinbrück nur in einer Koalition mit Grünen und Linken Kanzler werden." Er wird es also nicht werden, aber: auf die Möglichkeit einer rot-grün-roten Koalition und deren rechnerische [...]
"Nach der aktuellen Umfrage könnte Steinbrück nur in einer Koalition mit Grünen und Linken Kanzler werden." Er wird es also nicht werden, aber: auf die Möglichkeit einer rot-grün-roten Koalition und deren rechnerische Mehrheit überhaupt hinzuweisen ist ein Bruch der Omertà, für den der Verfasser des Beitrages zweifellos zur Rechenschaft gezogen werden wird. Übrigens gibt es mindestens einem Jahr von verschwindend wenigen Ausnahmen abgesehen keine Umfrage, die etwas anderes aussagt. *Es wird keine/n sPD-Kanzler/in mehr gegen die Stimmen der LINKEN geben!*
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  • Freitag, 14.12.2012 – 18:00 Uhr
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