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Nahost-Reise: Israel drängte Steinmeier zu Umweg

Außenminister Steinmeier musste bei seiner Nahost-Reise vor zweieinhalb Wochen einen längeren Umweg fliegen. Israel hatte ihm nach SPIEGEL-Informationen eine deutlich kürzere Route verweigert.

Außenminister Steinmeier in einem Flugzeug der Bundeswehr: Umweg bei Nahost-Reise Zur Großansicht
DPA

Außenminister Steinmeier in einem Flugzeug der Bundeswehr: Umweg bei Nahost-Reise

Gab es nun diplomatische Querelen zwischen Israel und dem Auswärtigen Amt, weil die Regierung in Jerusalem Außenminister Frank-Walter Steinmeier eine zeitsparende Überflugroute verweigerte oder nicht? Das Auswärtige Amt dementiert: "Einen unfreundlichen Akt Israels hat es in diesem Zusammenhang nicht gegeben." Und ein Sprecher sagt: "Israel hat dem Sonderflugzeug von Außenminister Steinmeier auf dem Weg von Beirut nach Amman den Überflug über den israelischen Luftraum nicht verweigert."

Hintergrund der Stellungnahmen ist eine SPIEGEL-Meldung, wonach die israelische Luftaufsicht der Maschine des deutschen Außenministers bei seiner Nahost-Reise vor zweieinhalb Wochen den Direktflug vom Libanon nach Jordanien verweigerte. Die Maschine musste daraufhin erst in den Luftraum von Zypern fliegen, bevor sie in Richtung Jordanien abdrehen durfte.

Tatsächlich dürfen Zivilmaschinen zwischen Beirut und Amman israelischen Luftraum nicht überfliegen. Im Falle Steinmeiers verweigerten die Israelis aber eine deutlich kürzere Route längs der Mittelmeerküste und wollten nach SPIEGEL-Informationen zunächst sogar eine Zwischenlandung in Nikosia durchsetzen.

Nach längeren Verhandlungen bestand der Kompromiss schließlich aus einem Überfliegen des Luftraums von Zypern, bevor die Maschine abdrehte und - über israelisches Hoheitsgebiet - die jordanische Hauptstadt ansteuerte.

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