Zweitwohnung nicht angemeldet Grünen-Fraktionschef Hofreiter räumt Steuerhinterziehung ein

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat jahrelang keine Steuern für seine Zweitwohnung in Berlin bezahlt. Auf sein Vergehen aufmerksam wurde der Politiker durch eine Zeitungsrecherche, nun droht ihm eine Geldstrafe, wenn nicht gar ein Ermittlungsverfahren.

  Grünen-Politiker Hofreiter: Anmeldung in Berlin umgehend nachgeholt
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Grünen-Politiker Hofreiter: Anmeldung in Berlin umgehend nachgeholt


Berlin - Eine Anfrage der "Bild"-Zeitung habe ihn Anfang vergangener Woche auf sein Versäumnis hingewiesen, sagte Hofreiter am Samstag. Er habe es 2005, bei der Anmietung seiner Wohnung in Berlin, versäumt, diese ordnungsgemäß als Zweitwohnung zu melden, erklärte der aus Bayern stammende Grünen-Fraktionschef, 44.

"Durch die fehlende Meldung der Wohnung habe ich auch die Zweitwohnungsteuer nicht abgeführt", räumte er ein. Die Wohnungsanmeldung habe er umgehend am Mittwoch nachgeholt und die für den gesamten Zeitraum aufgelaufene Steuer nachgezahlt.

Für seine Wohnung hätte er laut kommunaler Abgabenordnung jährlich fünf Prozent der Miete abführen müssen. Hofreiter: "Ich habe die Zweitwohnsteuer gegenüber dem zuständigen Finanzamt erklärt. Nach den Berechnungen meines Steuerberaters beträgt die seitdem aufgelaufene Steuer 2475 Euro."

Sein Versäumnis bereue Hofreiter, sagte er am Samstag: "Ich bedauere meinen Fehler sehr und entschuldige mich dafür." Er sei "sehr zerknirscht", dass er die Anmeldung der Wohnung einfach aus den Augen verloren habe.

Verstöße gegen die Meldepflicht können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro geahndet werden. Laut "Bild" drohen Hofreiter zudem möglicherweise Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung.

bor/dpa/Reuters

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