Strategie-Spiel Werden Sie Kanzler(in)!

Versetzen Sie sich ins Frühjahr 2017 - in wenigen Monaten wählen die Deutschen ein neues Parlament. Nur: Dieses Mal sind Sie der Spitzenkandidat. Welche strategischen Tricks und Kniffe setzen Sie ein? Spielen Sie sich ins Kanzleramt!

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DPA


Versetzen Sie sich ins Frühjahr 2017: In wenigen Monaten wählen die Deutschen ein neues Parlament - und Sie sind der Spitzenkandidat einer großen Volkspartei. In wessen Rolle möchten Sie schlüpfen?
Ich trete als Angela Merkel an
Ich versuche es als Sigmar Gabriel
In wenigen Monaten wird gewählt, und nun das: Erstmals seit Jahren rutschen Ihre Beliebtheitswerte um mehrere Prozentpunkte ab. Ihre Wahlkampfstrategen kommen zum ernüchternden Ergebnis, dass sich das Image der Kümmer-Kanzlerin offenbar abgenutzt hat, viele Wähler haben Sehnsucht nach einem tatkräftigen Regierungschef. Ihre Berater schlagen Ihnen zwei Strategien vor: Entweder inszenieren Sie sich in einem TV-Spot als engagierte Diplomatin, die von einem Gipfeltreffen zum anderen reist. Oder Sie verkünden eine Reformagenda: mit drastischen Steuersenkungen, die allerdings Milliarden kosten würden.
Ich setze auf Emotionen: Film ab!
Ich entscheide mich für Reformen
Die Strategie geht auf, nach einer Weile steigen Ihre Umfragewerte. Doch dann naht das erste Fernsehduell, und Moderator Frank Plasberg fragt Sie: „Mit der AfD könnten Sie eine stabile Mehrheit bilden - kommt so ein Bündnis für Sie infrage?“ Behaupten Sie, dass über solche Fragen erst nach der Wahl entschieden wird? Oder betonen Sie die Bedeutung von Koalitionen für die Demokratie - und dass verantwortungsvolle Politik auch ein Bündnis mit der AfD nicht ausschließe?
Ich rede mich heraus
Ich schließe den Pakt mit der AfD nicht aus
Ihr Reformprogramm ist als Wahlkampf-Gag leicht durchschaubar und steigert Ihre Beliebtheit kaum. Und dann kommt zwei Monate vor der Wahl auch noch ans Licht, dass Sie schon sehr früh Hinweise auf womöglich gesetzeswidrige Verstrickungen zwischen BND und NSA hatten. Die anderen Bundestagsparteien und die Presse stellen Sie an den Pranger. Lassen Sie Ihren Sprecher ausrichten, dass Sie stets „nach bestem Wissen oder Gewissen“ und zum Wohle des Landes gehandelt hätten? Oder geben Sie sich lieber reumütig im Bundestag, lehnen aber einen Rücktritt ab?
Bloß nicht einknicken jetzt - mein Sprecher wird’s richten!
Ehrlich währt am Längsten: Ich stelle mich dem Parlament
Sie sitzen die Affäre erfolgreich aus - doch wenig später setzt es für die CDU eine herbe Niederlage bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Was sagen Sie Ihrem NRW-Landeschef, als er Sie am Tag nach der Wahl in Berlin besucht?
"Jetzt können Sie in der Opposition überzeugen!"
"Übernehmen Sie Verantwortung, treten Sie zurück"
Sie wollten Härte und Durchsetzungskraft demonstrieren, aber dieser Zug schadet vor allem Ihnen selbst: In der BND-Affäre waren Sie selbst nicht ehrlich, nun schassen Sie einen verdienten Parteisoldaten - dieses Bauernopfer nehmen Ihnen die Wähler übel. Aber es gibt noch andere wichtige Dinge zu entscheiden: Die Neuwahl des Bundespräsidenten steht an; der inzwischen 77-jährige Joachim Gauck tritt nicht mehr an. Tun Sie Ihrem Koalitionspartner einen Gefallen und schicken SPD-Außenminister Steinmeier ins Rennen? Oder wollen Sie mit der Aufstellung der bürgerlichen Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt ein Signal für eine schwarz-grüne Koalition im Bund senden?
Katrin Göring-Eckardt
Frank-Walter Steinmeier
Das war mutig, zahlt sich aber aus. Göring-Eckardt, die für Grüne ebenso wählbar ist wie für den Großteil der Union, wird tatsächlich Bundespräsidentin. Vor allem aber umgarnen Sie erfolgreich die Grünen und erreichen schließlich Ihr Ziel: Sie werden Kanzlerin einer schwarz-grünen Koalition.
Ich will nochmal spielen!
Gratulation, Ihr Kandidat gewinnt die Wahl! Der beliebte Steinmeier wird Staatsoberhaupt, weil er Stimmen aus fast allen politischen Lagern erhält. Allerdings haben Sie mit dieser Entscheidung ein sehr deutliches Signal für eine Neuauflage der Großen Koalition gesetzt, zu der es schließlich auch kommt. Immerhin: Sie haben Ihr Minimalziel erreicht und bleiben Kanzlerin.
Ich will nochmal spielen!
Der Offenbarungseid im Bundestag gerät zur Farce. Die Opposition schlachtet Ihren Fehler gnadenlos aus, und aus einem einflussreichen konservativen Parteizirkel kommen erste Rücktrittsforderungen. Sie vereinbaren ein persönliches Treffen mit dem Anführer Ihrer parteiinternen Kritiker: Bieten Sie ihm einen Platz als Innenexperte in Ihrem Schattenkabinett an - oder watschen Sie ihn anschließend vor der Presse ab?
Ich umgarne den Mann
Ich demonstriere Härte
Das war mutig, zu mutig. Die Medien fallen gnadenlos über Sie her und diskutieren, ob rechtskonservative Populisten wie Alexander Gauland nun Außenminister werden. Um Ihre Popularität wieder zu erhöhen, wollen Sie öffentlich einen Kronprinzen oder eine Kronprinzessin für Ihre Nachfolge benennen. Auf wen fällt Ihre Wahl?
Ursula von der Leyen
Thomas de Maizière
Kein schlechter Schachzug. Trotz Ihres angeschlagenen Images holen Sie für die CDU bei der Wahl fast 40 Prozent. Für Schwarz-Gelb reicht es zwar nicht, aber nach zwei weiteren Jahren an der Spitze einer Großen Koalition können Sie das Kanzleramt ohne Schwierigkeiten an Ihre Nachfolgerin übergeben. Die Mission Machterhalt ist geglückt!
Ich will nochmal spielen!
Diese Entscheidung nimmt Ursula von der Leyen Ihnen übel. Sie gehen nicht nur geschwächt in die Endphase des Wahlkampfes und müssen erneut eine Große Koalition anführen, sondern haben fortan mit der Ministerin auch eine wortgewandte und einflussreiche Gegenspielerin. Sie bleiben Kanzlerin, treten nach zwei Jahren aber angeschlagen zurück und wollen de Maizière wie geplant das Amt überlassen. Doch zwischen von der Leyen und de Maizière kommt es zum Machtkampf um den Chefposten im Kanzleramt. Die Union ist gespalten wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ein trauriger Abgang nach anderthalb Jahrzehnten an der Macht.
Ich will nochmal spielen!
Das Kanzlerduell überstehen Sie unbeschadet, doch nun meldet sich die FDP zu Wort: Die Liberalen, die in Umfragen bei gut sechs Prozent liegen, fordern eine klare Absage an die AfD - und drohen andernfalls mit einer Öffnung für eine Koalition mit der SPD. Versichern Sie, dass die FDP selbstverständlich der Wunschpartner in der Regierung wäre? Oder reden Sie sich heraus und betonen, dass für Koalitionen allein inhaltliche Fragen wichtig seien?
"Die FDP ist der Wunschpartner"
"Wichtig sind nur Inhalte"
Die Harmonie-Taktik erweist sich als kluger Zug: Sie integrieren nicht nur Ihren größten Gegner, sondern sichern sich so auch großen parteiinternen Rückhalt. Jetzt dürfte Ihrem Wahlsieg nichts mehr im Wege stehen!
Ich will nochmal spielen!
Diesmal haben Sie im falschen Moment durchgegriffen: Ihr Frontalangriff wirkt arrogant und unbeholfen, Sie verprellen konservative Schichten und verärgern viele Stammwähler. Vor allem aber bricht in Ihrer Partei nun ein offener Flügelkampf auf, der Ihre Stellung innerhalb der Union erheblich schwächt. Ihre Wiederwahl ist ernsthaft gefährdet! Um Ihre Position abzusichern, wollen Sie gemeinsam mit einem Kronprinzen / einer Kronprinzessin in den Wahlkampf ziehen. Für wen entscheiden Sie sich?
Ursula von der Leyen
Thomas de Maizière
Die Liberalen sind nun zufrieden, aber die SPD haben Sie mit dieser klaren Ansage verprellt. Jetzt wird nicht nur die Koalitionsarbeit in den letzten Monaten vor der Wahl schwierig, sondern die SPD nähert sich auch immer weiter der Linken an. Am Ende reicht es nicht für eine Regierung nur mit der FDP - Ihre Taktik hat geradewegs zu Rot-Rot-Grün geführt!
Ich will nochmal spielen!
Ihre Taktik ist riskant: Die FDP grummelt, die SPD traut Ihnen nicht recht über den Weg. Ausgerechnet jetzt bricht erneut ein Streit über die gesetzliche Anerkennung der Homo-Ehe aus, der konservative Parteiflügel und vor allem die CSU sind strikt dagegen - doch die denkbaren Koalitionspartner und das liberale CDU-Lager pochen auf eine Ausweitung von Ehegattensplitting und Adoptionsrecht. Wie positionieren Sie sich?
"Mit mir wird es die Homo-Ehe nicht geben."
"Darüber wird zur gegebenen Zeit entschieden"
Sie geben klein bei, um nicht schon wieder vor der Wahl Zank mit der CSU vom Zaun zu brechen. Doch eher liberale Wähler sind von Ihrer Hartleibigkeit beim Thema Homo-Ehe enttäuscht. Um Ihre Popularität wieder zu erhöhen, wollen Sie öffentlich einen Kronprinzen oder eine Kronprinzessin für Ihre Nachfolge benennen. Auf wen fällt Ihre Wahl?
Ursula von der Leyen
Thomas de Maizière
Sie lavieren, taktieren, legen sich nie fest. Jetzt müssen Sie sich noch für einen Kronprinzen oder eine Kronprinzessin entscheiden, denn Sie wollen ja nicht ewig regieren. Für wen votieren Sie?
Ursula von der Leyen
Thomas de Maizière
Sie haben vier Jahre lang anständige Politik gemacht, doch die Lorbeeren hat die Kanzlerin eingeheimst. Ihre Berater wollen Ihnen nun ein anderes Image verpassen - und schlagen zwei Wege vor: Entweder geben Sie sich der „Bunten“ in einer ausgiebigen Homestory als liebevoller Familienvater und leidenschaftlicher Tänzer. Oder Sie gerieren sich fortan als kühler und sachorientierter Merkel-Verschnitt. Welche Variante wählen Sie?
Emotionen entscheiden Wahlen: Homestory!
Merkeln kann ich auch: Sachpolitik!
Die Homestory bringt Ihnen Spott ein, aber auch einige Punkte auf der Beliebtheitsskala. Dann kocht in der SPD jedoch der ausgefochten geglaubte Konflikt um die Vorratsdatenspeicherung hoch. Positionieren Sie sich, oder bleiben Sie auf Kuschelkurs?
Ich gehe auf das Thema ein
Ich weiche dem Thema aus
Sie betonen die Bedeutung der Vorratsdatenspeicherung für die innere Sicherheit, betonen aber auch, dass eine endgültige Entscheidung darüber erst im Koalitionsvertrag festgezurrt wird. Um Ihre parteiinternen Widersacher zu besänftigen, machen Sie sich außerdem an die Besetzung des Schattenkabinetts. Entscheiden Sie sich für eine bunte Mischung aus netzaffinen und eher liberalen Leuten? Oder setzen Sie vor allem auf altgediente Parteigranden und damit auf politische Erfahrung - um so, ganz nebenbei, auch keine einflussreichen Genossen zu verärgern?
Die Jungen werden es richten
Ich setze auf Erfahrung
Gekonnt schwurbeln Sie um das Thema Vorratsdatenspeicherung herum. Dann jedoch müssen Sie eine handfeste Entscheidung fällen: Im Frühjahr wird ein neuer Bundespräsident gewählt, weil der inzwischen 77-jährige Joachim Gauck nicht mehr antritt. Schicken Sie die junge, aber bei der Union ungeliebte Manuela Schwesig als Überraschungskandidatin in Rennen? Oder wollen Sie mit Frank-Walter Steinmeier als Kandidat ein Signal für eine Große Koalition senden?
Manuela Schwesig
Frank-Walter Steinmeier
Das war mutig, zahlt sich aber aus. Die Union gibt sich zwar empört, doch vor allem das linke Bürgertum honoriert die Entscheidung für Schwesig. Obwohl Schwesig sich in der Bundesversammlung nicht durchsetzt, wird sie so zum Wahlkampfhelfer für ein rot-rot-grünes Bündnis. Das ist zwar politisch ein gewagtes Projekt, Sie erreichen damit aber zumindest Ihr Ziel - und werden Bundeskanzler!
Ich will nochmal spielen!
Gratulation, Ihr Kandidat gewinnt die Wahl! Der beliebte Steinmeier wird Staatsoberhaupt, weil er Stimmen aus fast allen politischen Lagern erhält. Allerdings haben Sie mit dieser Entscheidung ein sehr deutliches Signal für eine Neuauflage der Großen Koalition gesetzt. Und genau dazu wird es nun auch kommen: Die SPD bleibt in der Regierung, aber Sie werden wieder nicht Kanzler.
Ich will nochmal spielen!
Ihre Taktik schlägt fehl, denn schon bald mischt ein Skandal die Partei auf: Eine Zeitung enthüllt, dass Sie von der Kinderporno-Affäre um Ihren Parteigenossen Sebastian Edathy schon deutlich früher wussten als bislang bekannt war. Versuchen Sie, die Sache auszusitzen - oder geben Sie bekannt, dass Sie die politische Dimension der Affäre unterschätzt haben und nun öffentlich um Entschuldigung bitten?
Sie streiten alles ab und wollen die Sache aussitzen!
Ich entschuldige mich
Ihr kühner Zug glückt: Der mediale Aufschrei ist groß, doch schon bald gerät die Affäre in Vergessenheit, Ihre Umfragewerte erholen sich. Wenig später müssen Sie aber schon die nächste knifflige Frage beantworten. Im Fernsehduell mit der Kanzlerin fragt Gastgeber Frank Plasberg Sie, mit wem die SPD regieren möchte. Bekräftigen Sie, einen Regierungswechsel ohne Beteiligung der Linken anzupeilen? Oder erklären Sie, dass für den notwendigen Politikwechsel im Land auch ein rot-rot-grünes Bündnis nicht ausgeschlossen werden dürfe?
Regierungswechsel - aber ohne die Linke!
Ich erwäge den Pakt mit der Linken
Die öffentliche Abbitte kostet Sie in der Partei viel Rückhalt, außerdem sinken Ihre Umfragewerte merklich ab. Als die SPD bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wenig später einen grandiosen Sieg einfährt, wähnen Sie sich schon wieder im Aufwind, doch die stolze NRW-Wahlsiegerin attackiert im Siegestaumel öffentlich den SPD-Wahlkampf und Ihren Kurs. Holen Sie die einflussreiche Rivalin in Ihr Kompetenzteam? Oder wollen Sie Ihre Vorrangstellung untermauern werfen der parteiinternen Kontrahentin Selbstüberschätzung und Machtstreben vor?
Ich reiche ihr die Hand
Ich gifte zurück
Ihre Aussage bringt den linken Parteiflügel gegen Sie auf, die Umfragewerte bleiben bei gut 20 Prozent. Um die Trendwende doch noch zu schaffen, machen Sie sich nun an die Besetzung des Schattenkabinetts. Entscheiden Sie sich für eine bunte Mischung aus netzaffinen, jungen Leuten? Oder setzen Sie vor allem auf altgediente Parteigranden und damit auf politische Erfahrung - um so, ganz nebenbei, auch keine einflussreichen Genossen zu verärgern?
Die Jungen werden es richten
Ich setze auf Erfahrung
Dieser Schritt so kurz vor der Wahl beschädigt Ihre Glaubwürdigkeit - weil Sie Rot-Rot-Grün zuvor stets ausgeschlossen hatten. Der Realo-Flügel der SPD fordert nun offen Ihren Rücktritt, die konservative Presse bezeichnet Sie als politischen Opportunisten, Union und FDP gehen auf Sie los. Zwar bekommen Sie viel Zuspruch aus dem linken Spektrum, in der bürgerlichen Mitte gehen jedoch viele potenzielle Wähler verloren. Am Wahlabend kommt es daher zum Patt: Sie könnten wieder Juniorpartner der Union werden oder mit einer hauchdünnen Mehrheit den Pakt mit Grünen und Linken schmieden. Wofür entscheiden Sie sich?
Ich gehe auf Nummer sicher: GroKo
Es ist Zeit für Rot-Rot-Grün
Tja, das bedeutet: Sie bleiben Vizekanzler unter Angela Merkel, alles bleibt wie bisher. Die Umfragewerte der SPD wollen auch in den nächsten Jahren nicht steigen. Schon bald rütteln aufstrebende Genossen an Ihrem Thron, nach anderthalb Jahren treten Sie vom Parteivorsitz zurück.
Ich will nochmal spielen!
Glückwunsch, Sie werden Kanzler! Allerdings führen Sie ein äußerst instabiles Bündnis, und es ist fraglich, wie lange Sie Realos, Fundis und Spinner aller drei Regierungsparteien im Zaum halten können. Nach zwei Jahren scheitert das Pilotprojekt, dann gibt es Neuwahlen.
Ich will nochmal spielen!
Sehr geschickt! Dieser Schachzug bringt wieder Ruhe in die Partei, doch lange währt das nicht: Im Fernsehduell mit der Kanzlerin fragt Moderator Frank Plasberg Sie, mit wem die SPD regieren möchte. Lehnen Sie eine Beteiligung der Linken ab? Oder betonen Sie, dass für einen Politikwechsel auch ein rot-rot-grünes Bündnis nicht ausgeschlossen werden dürfe?
Regierungswechsel - aber ohne die Linke!
Ich erwäge den Pakt mit der Linken
Sie wollten Ihre Machtposition festigen, aber die wankt jetzt erst richtig: Der Angriff auf eine einflussreiche Regierungschefin führt zu einem Murren in der SPD über Sie. Selbst wenn Sie jetzt durchhalten und alle Zankereien ignorieren: Der Kampf ums Kanzleramt ist verloren, es kommt zur schwarz-gelben Koalition.
Ich will nochmal spielen!
Ich setze auf Erfahrung
Ihre Umfragewerte steigen, doch viele altgediente Sozialdemokraten sind beleidigt. Bald kommt heraus, dass der innerparteiliche Widerstand gegen Ihren eigenwilligen Kurs Unruhe in der SPD auslöst. Nach der Absage an die Linke haben Sie ohnehin kaum noch eine Chance aufs Kanzleramt, nun wackelt auch Ihr Stuhl als Parteichef. Der Politikwechsel zu Rot-Rot-Grün wird kommen. Aber ohne Sie.
Ich will nochmal spielen!
Die Umfragewerte bleiben im Tief, doch zumindest parteiintern ist Ihre Position an der Spitze der SPD gesichert. Nach der unvermeidlichen Wahlniederlage können Sie daher als Parteichef und Oppositionsführer weitermachen - immerhin.
Ich will nochmal spielen!

Bei dieser Anwendung handelt es sich um eine Strategiesimulation. Sie bildet nicht die tatsächlichen Ereignisse ab und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.



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insgesamt 41 Beiträge
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Seite 1
Beetulli 02.06.2015
1. Wo ist der dritte Kandidat?
Ich bin dafür, dass W. Putin antritt - genauso, wie es das Aufmacher-Bild zum Artikel suggeriert. Oder soll ich mich beim Mitspielen in seine Strategie zur BuTa-Wahl hineinversetzen und damit zum P-Versteher werden?
Fuscipes 02.06.2015
2.
Heute Nacht werde ich wieder Alpträume haben, spielt das bloss nicht!
hschmitter 02.06.2015
3.
Zitat von FuscipesHeute Nacht werde ich wieder Alpträume haben, spielt das bloss nicht!
Wie wahr, wer versetzt sich freiwilllig und ohne Rücksprache mit Psychologen in eine dieser beiden Kandidaten?
airfresh 02.06.2015
4. Eigentlich müsste man bei Frage 1 schon aussteigen...
...will keiner von beiden sein...
piccolo-mini 02.06.2015
5.
Ein großes Missverständnis scheint darin zu bestehen, dass die Bevölkerung und der Programmierer denken, Frau Merkel stünde für Sachpolitik. Sie steht für gar nichts. Sie kann betroffen gucken und die Raute machen. Irgendwie ist es gelungen, in den Köpfen der Mehrheit das Begriffspaar CDU=Vernunft zu implantieren. Das führt pschologisch sogar dazu, dass, je schlimmer es wird, die Leute noch mehr Angst vor "Experimenten" haben und sie erst recht wählen. Als überzeugter Demokrat kann man bei dieser Frau fast den Glauben verlieren.
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