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Streit über Finanzmarktsteuer Merkel provoziert die FDP

Börse in Frankfurt: Merkel will die FinanzmarktsteuerZur Großansicht
REUTERS

Börse in Frankfurt: Merkel will die Finanzmarktsteuer

Angela Merkel schert sich bei der Finanzmarktsteuer offenbar wenig um die Wünsche ihres Koalitionspartners. Laut einem Zeitungsbericht setzt sich die Kanzlerin vehement für eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte ein - für die FDP ein Affront.

Berlin - Die Ansichten zur Finanzmarktsteuer in der Bundesregierung sind klar: Die FDP-Führung ist dagegen, die Union dafür. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treibt offenbar trotz aller Bedenken des Koalitionspartners die Einführung einer solche Abgabe voran. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag.

Das Blatt beruft sich auf das gemeinsame Papier der deutschen und der französischen Regierung zur Vorbereitung des EU-Gipfels Ende Januar. Darin versichern beide Regierungen ausdrücklich, dass sie den Vorschlag der EU-Kommission unterstützen, eine sogenannte Finanztransaktionssteuer in Europa einzuführen. Das Brüsseler Konzept ist laut "Süddeutsche Zeitung" so angelegt, dass es bei anhaltendem Widerstand zum Beispiel aus Großbritannien auch nur in den Ländern der Währungsunion realisiert werden könnte.

Innerhalb der Bundesregierung schwelt der Streit über diese Abgabe seit Anfang Januar. Damals hatte sich Merkel anlässlich eines Besuchs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy dessen Forderung nach einer Finanzmarktsteuer angeschlossen. Sie "persönlich" sei dafür, sagte die Kanzlerin damals, diese Steuer notfalls auch nur in der Euro-Zone vorzuschlagen, wenn es keine Lösung für alle 27 EU-Länder gebe. Dies ist zu erwarten, da es vor allem aus Großbritannien massiven Widerstand gibt.

FDP-Fraktionschef Brüderle spricht von einem "Monster"

Erst Anfang der Woche hatte die FDP erneut ihre Position deutlich gemacht. Fraktionschef Rainer Brüderle warnte am Dienstag: "Wir wollen kein neues Monster der Finanzadministration machen."

Über die Finanztransaktionssteuer hinaus schlagen Deutschland und Frankreich in ihrem Papier weitere Maßnahmen vor, um europaweit Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der insgesamt sechs Punkte umfassende Vorschlag soll nun EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy übermittelt werden. Er bereitet derzeit den nächsten EU-Gipfel vor, der am 30. Januar in Brüssel stattfinden soll.

Merkel trifft sich im Lauf des Tages mit den Regierungschefs von Portugal, Schweden und Österreich zu einem informellen Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt der Gespräche im Gästehaus der Bundesregierung, Schloss Meseberg bei Berlin, sollen Fragen zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion stehen. Auch die Verhandlungen über den dringend nötigen freiwilligen Schuldenschnitt zugunsten Griechenlands dürften angesprochen werden.

ler/dpa/Reuters

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insgesamt 123 Beiträge
uwetattoo 19.01.2012
Es gibt in der politischen Landschaft nur einen Affront, und das ist die FDP. Mit ihrer Mövenpickpolitik, und Wahlversprechen die nicht eingehalten wurden, macht sich diese zum Gespött. Wo ist ,,mehr Netto vom Brutto``? Wo [...]
Zitat von sysopAngela Merkel schert sich bei der Finanzmarktsteuer offenbar wenig um die Wünsche ihres Koalitionspartners. Laut*einem Zeitungsbericht setzt sich die Kanzlerin vehement*für eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte ein - für die FDP ein Affront. Streit über Finanzmarktsteuer: Merkel provoziert die FDP - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809971,00.html)
Es gibt in der politischen Landschaft nur einen Affront, und das ist die FDP. Mit ihrer Mövenpickpolitik, und Wahlversprechen die nicht eingehalten wurden, macht sich diese zum Gespött. Wo ist ,,mehr Netto vom Brutto``? Wo sind die Steuersenkungen? Nichts, aber rein gar nichts hat dieser Haufen von inkompetenten Möchtegernpolitikern auf die Reihe bekommen. Sie demontieren sich selber, und pfeifen auf dem letzten Loch. Was ist das für ein Wirtschaftsminister, der von Wirtschaft keine Ahnung hat? Merkel wusste schon, wen sie sich als Koalitionspartner nimmt. Sie kann schalten und walten wie sie will, denn die FDP hat ihr nichts mehr entgegen zusetzen. 2013 wird sie nicht mal mehr im Bundestag vertreten sein.
stedaros 19.01.2012
Das ist taktisch sehr geschickt von Mutti. Sie hat die FDP zum Stimmvieh degradiert. Weil, wenn die dagegen wären, wären sie auch sofort ihren Job los nach der dann anstehenden Wahl. Also stänkern sie ein wenig herum und stimmen [...]
Zitat von sysopAngela Merkel schert sich bei der Finanzmarktsteuer offenbar wenig um die Wünsche ihres Koalitionspartners. Laut*einem Zeitungsbericht setzt sich die Kanzlerin vehement*für eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte ein - für die FDP ein Affront. Streit über Finanzmarktsteuer: Merkel provoziert die FDP - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809971,00.html)
Das ist taktisch sehr geschickt von Mutti. Sie hat die FDP zum Stimmvieh degradiert. Weil, wenn die dagegen wären, wären sie auch sofort ihren Job los nach der dann anstehenden Wahl. Also stänkern sie ein wenig herum und stimmen dann zu. Eine stabilere Regierung kann man sich gar nicht vorstellen.
Blackysmart 19.01.2012
Die FDP will anscheinend nicht verstehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Regelung der Finanzmärkte ist. Das Instrument der Umsatzsteuer für Börsengeschäfte könnte ein zügelloses Finanzgeschacher eventuell [...]
Zitat von sysopAngela Merkel schert sich bei der Finanzmarktsteuer offenbar wenig um die Wünsche ihres Koalitionspartners. Laut*einem Zeitungsbericht setzt sich die Kanzlerin vehement*für eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte ein - für die FDP ein Affront. Streit über Finanzmarktsteuer: Merkel provoziert die FDP - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809971,00.html)
Die FDP will anscheinend nicht verstehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine Regelung der Finanzmärkte ist. Das Instrument der Umsatzsteuer für Börsengeschäfte könnte ein zügelloses Finanzgeschacher eventuell eindämmen. Dass bei den nächsten Wahlen nicht nur FDP Lobby, Finanzbosse und Fond-Manager teilnehmen, wird die FDP schmerzhaft erfahren müssen. Adé FDP...
goethestrasse 19.01.2012
...und ich bin bereit, die FDP zu opfern.
...und ich bin bereit, die FDP zu opfern.
awbferdi 19.01.2012
Der heimliche FDP-Chef Brüderle hat schon recht: manche "Monster" sind nicht so überflüssig wie die FDP. Die Finanztransaktionssteuer muss her, um den globalen Umlauf des Geldes ein wenig zu [...]
Zitat von sysopAngela Merkel schert sich bei der Finanzmarktsteuer offenbar wenig um die Wünsche ihres Koalitionspartners. Laut*einem Zeitungsbericht setzt sich die Kanzlerin vehement*für eine Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte ein - für die FDP ein Affront. Streit über Finanzmarktsteuer: Merkel provoziert die FDP - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809971,00.html)
Der heimliche FDP-Chef Brüderle hat schon recht: manche "Monster" sind nicht so überflüssig wie die FDP. Die Finanztransaktionssteuer muss her, um den globalen Umlauf des Geldes ein wenig zu "entschleunigen". Warum soll ausgerechnet hier der Staat am Handel ("Trade") nichts verdienen? Das dient im übrigen auch der Verminderung der "Volatilität" – und das ist gut so. Grüetzi. f.
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