Stuttgarter Bahnhof BUND will Fällen der Bäume gerichtlich stoppen lassen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz sieht Verstöße gegen den Artenschutz: Daher versucht die Organisation nun, die Baumfällarbeiten für das umstrittene Projekt "Stuttgart 21" vom Verwaltungsgericht der baden-württembergischen Landeshauptstadt ausbremsen zu lassen.

Proteste im Stuttgarter Schlossgarten: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein
dpa

Proteste im Stuttgarter Schlossgarten: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein


Stuttgart - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) will die Baumfällarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 mit einer einstweiligen Anordnung stoppen lassen. Ein entsprechender Antrag ging am Donnerstag beim Verwaltungsgericht Stuttgart ein und wird geprüft, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte.

Am Donnerstagabend gab es zunächst keine Entscheidung über den Antrag. Die Bauherrin DB Netz AG und das Regierungspräsidium Stuttgart als zuständige Behörde hätten bis Freitagmittag Zeit, sich zu äußern, hieß es. Die Baumfällaktion sollte in der Nacht zum Freitag beginnen. Am Abend protestierten jedoch noch immer Tausende gegen die Räumung von Teilen des Parks für die Arbeiten. Polizisten begannen damit, Aktivisten von den Bäumen zu holen. Spezialkräfte setzten einen Kran mit Hebebühne ein. Außerdem versuchten Beamte vier Aktivisten, die sich um einen Baum herum angekettet hatten, loszueisen.

Der BUND-Landesverband argumentiert in dem Antrag mit Verstößen gegen den Artenschutz. Besonders Fledermäuse und Juchtenkäfer in den Bäumen seien vom Fällen der Bäume für den Bau des unterirdischen Bahnhofs betroffen. Daher müsse es solange einen Baustopp geben, bis in einem neuen Verfahren oder durch eine Ergänzung der Baupläne die artenschutzrechtlichen Bedenken aus dem Weg geräumt würden.

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"Stuttgart 21": Wasserwerfer gegen Demonstranten

wit/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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janne2109 30.09.2010
1. was dann
was soll das bringen, wo man schon mit dem Abriss begonnen hat?? War alles vorher bekannt, hätten nur mal richtig auf die Pläne gucken sollen.
rainbow-warrior999 30.09.2010
2. Bananenrepublik
Zitat von janne2109was soll das bringen, wo man schon mit dem Abriss begonnen hat?? War alles vorher bekannt, hätten nur mal richtig auf die Pläne gucken sollen.
Du machst Dir die Sache zu einfach...weil: das hier hat nichts mehr mit "Demokratie" zu tun. Wer Waserwerfer,Reizgas,Schlagstöcke gegen Kinder und ältere Frauen einsetzt (auf "Befehl von oben" natürlich) verhält sich nicht anders als in einem Polizeistaat. Ich glaube eins hat unser Pfannkuchengesicht Mappus schon damit erreicht, nämlich definitiv die "Laufzeitverkürzung" seiner Rambo-Koalition. Wir können alles. Ausser-Demokratisch.
intenso1 30.09.2010
3. Das Thema ...
Zitat von janne2109was soll das bringen, wo man schon mit dem Abriss begonnen hat?? War alles vorher bekannt, hätten nur mal richtig auf die Pläne gucken sollen.
ist jetzt nicht nur Stuttgart 21, sondern die größte Frage ist: "Geht die Demokratie und damit auch die Bürgerrechte in Deutschland dem Ende entgegen, steuern wir auf ein Diktatur zu, alle 4 Jahre ein Kreuz zu machen kann nicht die Mitbestimmung eines Volkes sein."
sozialesgewissen 30.09.2010
4. Ja unser Polizisten gehören nicht zu Volk
Diese gehen mit Wasserwerfern und Reitzgas auf ihre Steuerzahler los! Die gehen auf die Leute los, die ihre Sold verdienen. Diesen Begriff "Sold" habe ich hier nicht ohne Grund genannt. Hier ,in Deutschland im Jahre 2010 ist das möglich die Interessen weniger daran verdienender mit der Macht des Stärkeren durch zu setzen und der Freund und Helfer (könnte Dein Nachbar sein) knüppelt dich nieder. Da waren wir zur DDR-Endzeit wohl doch weiterentwickelter wie der Wessi (Entschuldigung) heute. Hätte damals ein Ostdeutscher Polizist/Offizier zu solchen Mitteln gegriffen, der wäre von vielen seiner eigenen Truppe vermöbelt worden!
sozialesgewissen 30.09.2010
5. Etwas Späht !
gehen mit Wasserwerfern und Reitzgas auf ihre Steuerzahler los! Die gehen auf die Leute los, die ihre Sold verdienen. Sold habe ich hier nicht ohne Grund genannt. Hier ,in Deutschland das möglich die Interessen des Kapitals mit macht durch zu setzen und er Freund und Helfer (könnte Dein Nachbar sein) knüppelt dich nieder. Da waren wir zur DDR-Endzeit wohl doch weiterentwickelter wie der Wessi (Entschuldigung) heute. Hätte damals ein Ostdeutsch Polizist/Offizier zu solchen Mitteln gegriffen, der wäre von vielen seiner eigenen Truppe vermöbelt worden! Kommentar als bedenklich melden
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