Rheinland-Pfalz Elefantenrunde soll mit sechs Parteien stattfinden

Erst drei, dann eine, jetzt sechs Parteien: Die TV-Diskussion im Südwestrundfunk zur rheinland-pfälzischen Landtagswahl findet nun in ganz großer Runde statt.

SWR-Intendant Boudgoust: TV-Duell gerettet?
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SWR-Intendant Boudgoust: TV-Duell gerettet?


Die Fernsehdebatte im Südwestrundfunk (SWR) vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird nach langem Hin und Her nun mit sechs Parteien ausgetragen.

Die Vorgeschichte war verworren: Erst sagten die Spitzenkandidatinnen von CDU und SPD, Julia Klöckner und Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Teilnahme an der Fernsehrunde ab. Dreyer wegen der Beteiligung der rechtspopulistischen AfD, Klöckner wegen Dreyers Absage. Dann erklärte die SPD am Mittwoch, sie schicke an Dreyers Stelle ihren Landeschef, Roger Lewentz. Ob für die CDU deren Spitzenkandidatin Klöckner oder ein anderer Vertreter ins Fernsehstudio kommt, war am Mittwochnachmittag unklar.

Zuletzt stand das Fernsehduell des regionalen öffentlich-rechtlichen Senders wegen der vielen Absagen auf der Kippe. Jetzt scheint es gerettet - und zwar unter Beteiligung der sechs aussichtsreichsten Parteien, einschließlich der AfD, der Linken, der Grünen und der FDP.

Besetzung in Baden-Württemberg noch unklar

Offen ist dagegen noch die Besetzung der TV-Debatte vor der ebenfalls am 13. März stattfindenden Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch dort hat der SWR an die Spitzenkandidaten appelliert, sich einer Diskussion mit Vertretern aller Parteien zu stellen, die Aussicht auf einen Einzug ins Parlament haben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte wie Dreyer öffentliche Auftritte mit AfD-Vertretern abgelehnt. Laut SWR stehen die Rückmeldungen der Parteien noch aus.

In Baden-Württemberg regiert ein grün-rotes Bündnis unter Kretschmann, in Rheinland-Pfalz eine rot-grüne Koalition unter Dreyer. Der Wahlausgang gilt in beiden Bundesländern als offen. Der rechtspopulistischen AfD werden jeweils gute Chancen eingeräumt, in den Landtag einzuziehen.

cht/dpa/AFP

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