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Zeitungsbericht: Berlin stockt Syrien-Hilfe um 500 Millionen Euro auf

UNHCR-Lager in Syrien: Kampf gegen die "schwerste humanitäre Krise der Welt" Zur Großansicht
AFP

UNHCR-Lager in Syrien: Kampf gegen die "schwerste humanitäre Krise der Welt"

Nach Schätzungen der Uno werden mehr als sieben Milliarden Euro benötigt, um die Not der syrischen Bürgerkriegsopfer zu lindern. Deutschland will laut einem Medienbericht seinen Anteil um 500 Millionen erhöhen.

Angesichts der Not in Syrien und den Nachbarländern will die Bundesregierung dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR weitere 500 Millionen Euro zusagen. Das berichtet die "Rheinische Post" und beruft sich dabei auf Regierungskreise. Dem Bericht zufolge will Kanzlerin Angela Merkel die Aufstockung am Donnerstag auf der Londoner Geberkonferenz bekanntgeben.

Damit würde die deutsche Leistung im laufenden Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro betragen. Nach Schätzung der Vereinten Nationen werden mehr als sieben Milliarden benötigt, um die Not der Bürgerkriegsopfer in Syrien zu lindern.

"Die Menschen hungern jetzt. Die Menschen sterben jetzt. Und darum muss jetzt geholfen werden", sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Ansonsten kommt der Tod früher als das Geld."

In London kommen am Donnerstag mehr als 70 Regierungsvertreter zusammen, um Hilfsgelder für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zu mobilisieren. Eingeladen hatten Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Kuwait und die Uno. In der Vergangenheit hat es bereits drei solcher Geberkonferenzen gegeben, sie fanden alle in Kuwait statt. Insgesamt wurden dabei mehr als sechs Milliarden Euro eingesammelt.

Dem Zeitungsbericht zufolge gehört Deutschland neben den USA, Großbritannien, Japan und der EU zu den fünf größten Geldgebern, die mehr als 60 Prozent der Hilfsprogramme des Uno-Flüchtlingshilfswerks finanzieren. Die Hilfsorganisation Oxfam hatte Anfang der Woche geklagt: Ausgerechnet die Staaten, die am Konflikt in Syrien beteiligt sind, tun demnach viel zu wenig, um den Opfern dieses Krieges zu helfen. Gemeint waren Russland, Saudi-Arabien und Frankreich.

"Syrien ist die schwerste humanitäre Krise der Welt", steht auf der Homepage der Geberkonferenz. Seit Beginn des Krieges sind mehr als 260.000 Menschen gestorben, rund 4,5 Millionen sind auf der Flucht.

In Genf verhandeln derzeit die Konfliktparteien über eine Lösung des Konfliktes, die Uno vermittelt. Als Erfolg wird schon gewertet, dass das in Riad ansässige Hohe Verhandlungskomitee der Opposition überhaupt in die Schweiz gereist und damit ein Gesprächsprozess in Gang gekommen ist. Das Regime hat zudem zugesagt, prinzipiell Hilfslieferungen in drei belagerte Städte zu erlauben.

aar/dpa/AFP

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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki; Imad Khamis (designiert)

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