Syrien: Flüchtlinge nach Deutschland?

Von Ralf Neukirch

Deutschland soll eine größere Zahl syrischer Flüchtlinge aufnehmen. Das fordert der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning. "So können wir Menschen helfen, die vor einem der grausamsten Kriege weltweit flüchten müssen."

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hat die Innenminister aufgefordert, schnell eine größere Zahl syrischer Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. "Aus meiner Sicht würde es sich anbieten, im Zuge einer Gruppenaufnahme jetzt Menschen die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen, die hier Verwandte haben", schreibt Löning in Briefen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und seine Kollegen in den Ländern.

"So können wir Menschen helfen, die vor einem der grausamsten Kriege weltweit flüchten müssen." Wichtig scheine es ihm, dass es jetzt keinen politischen Streit über die Zahl derer gebe, die nach Deutschland kommen dürften, heißt es in Lönings Schreiben weiter. Je länger sich der Konflikt hinziehe, desto größer werde der Druck auf Berlin, syrische Flüchtlinge ins Land zu lassen.

Abgeordnete verschiedener Fraktionen hätten ihm bereits Unterstützung signalisiert, so Löning. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hatte schon im Dezember an die Innenminister appelliert, die Grenzen für syrische Flüchtlinge zu öffnen, die Angehörige in Deutschland haben.

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
halab21 27.01.2013
Das ist eine super idee bedürftige Menschen beizustehen
2.
c++ 27.01.2013
Die EU sollte helfen, die Flüchtlingen in den Lagern an der Grenze zu helfen. Das ist der einzige richtige Weg. Eine Aufnahme von Flüchtlingen in D wird erst dann notwendig, wenn dort mit Hilfe des Westens eine islamistische Diktatur entsteht und Minderheiten verfolgt und umgebracht werden.
3. Helfen gern aber am besten vor Ort..
derbergischelöwe 27.01.2013
...denn es ist wenig sinnvoll Leute aus ihrem Kulturraum zu reissen und in ein Umfeld zu beamen, dass sie nicht kennen und vielleicht auch gar nicht wollen. Das schafft nur neue probleme. Am besten wäre es, die Flüchtlinge bleiben in de Nähe, die Türkei prahlt seit Jahren mit ihrem tollen Wirtschaftswachstum, da kann sie sicher auch weitere Flüchtlinge versorgen und zwar so grosszügig, wie das Deutschland seit Jahrzehnten tut. Oder Saudiarabien kümmert sich. Die Saudis rüsten die syrischen Rebellen hoch und sind stinkereich, dass müsste doch gehen... Beides gilt auch für die USA. Ich will nicht hartherzig sein, aber es kann nicht sein, dass alle Bomben werfen und wAffen verkaufen (Bsp. Libyen) und die Flüchtlinge dieser irrwitzigen Militäraktionen landen in Deutschland.
4. Lieber bergischerlöwe
original-native 27.01.2013
Ich würde Ihnen zu 100% recht geben. Nur sind der größte Teil dieser geflohenen regierungstreue Menschen. Und die Saudis werden als Wahabiten einen teufel tun und sich definitiv nicht in ihr eigenes Fleisch beißen indem sie die Leute unterstützen die sie töten lassen, das wäre widersprüchlich. Die Türken sind mehr oder weniger in der marionettenposition und warten auf einen Befehl von oben, aber die hätten mit Sicherheit die Pflicht zu helfen, wie alle anderen auch. Alles richtig, nur leider trockene Realitätsferne Theorie
5.
krasmatthias 28.01.2013
Zitat von derbergischelöwe...denn es ist wenig sinnvoll Leute aus ihrem Kulturraum zu reissen und in ein Umfeld zu beamen, dass sie nicht kennen und vielleicht auch gar nicht wollen. Das schafft nur neue probleme. Am besten wäre es, die Flüchtlinge bleiben in de Nähe, die Türkei prahlt seit Jahren mit ihrem tollen Wirtschaftswachstum, da kann sie sicher auch weitere Flüchtlinge versorgen und zwar so grosszügig, wie das Deutschland seit Jahrzehnten tut. Oder Saudiarabien kümmert sich. Die Saudis rüsten die syrischen Rebellen hoch und sind stinkereich, dass müsste doch gehen... Beides gilt auch für die USA. Ich will nicht hartherzig sein, aber es kann nicht sein, dass alle Bomben werfen und wAffen verkaufen (Bsp. Libyen) und die Flüchtlinge dieser irrwitzigen Militäraktionen landen in Deutschland.
Natürlich wird Deutschland für Flüchtlinge aufkommen, genauso wie sich Deutschland am Wiederaufbau beteiligen wird. Eine der Lehren aus dem 2.WK ist doch, dass Deutschland als Militätmacht abgebaut und als begrenzte Wirtschaftsmacht aufgebaut wird. So wird Deutschland als ausgelagertes Hospial den USA nicht mehr auf der Tasche liegen und die Leistungen aus dem Marshall-Plan 100fach zurückzahlen. Aber selbst bei Flüchtlingen gibt es die 1. Klasse (Verwandte in Deutschland) und den Rest, der dann zusehen kann wo er bleibt, in dem vom Westen unterstützten Krieg.
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