Islamisten Dutzende Deutsche in Nahost in Haft

In Gefängnissen in Syrien, Irak und der Türkei sitzen nach SPIEGEL-Informationen terrorverdächtige Deutsche und ihre Familien. Für die Regierung ist ihre Betreuung eine Herausforderung.

Flagge der Terrorgruppe "Islamischer Staat" in Rakka, Syrien
REUTERS

Flagge der Terrorgruppe "Islamischer Staat" in Rakka, Syrien


Die Bundesregierung muss sich um eine Vielzahl deutscher Islamisten kümmern, die in Krisenregionen im Gefängnis sitzen. Mindestens 92 Männer, Frauen und Kinder aus Deutschland sind in Syrien, Irak und der Türkei in Haft, wie Experten aus mehreren Ministerien und den Sicherheitsbehörden nach SPIEGEL-Informationen in einer internen Runde zusammentrugen.

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Heft 12/2018
Der Giftanschlag und der neue Kalte Krieg

Die konsularische Betreuung der Dschihadisten und ihrer Familien macht dem Auswärtigen Amt viel Mühe. Mehrfach haben Diplomaten und Beamte des Bundeskriminalamts Gefangene besucht. Einige der deutschen Islamisten wurden bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt, eine mutmaßliche IS-Anhängerin aus Mannheim, die im Irak inhaftiert ist, sogar zum Tode. Die Bundesregierung hofft, dass das Urteil gegen die Frau in eine Haftstrafe umgewandelt wird. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien sind laut Verfassungsschutz mehr als 970 Islamisten aus Deutschland in die Krisenregion ausgereist. Viele von ihnen schlossen sich der Terrorgruppe "Islamischer Staat" an.

Etwa ein Drittel der deutschen Islamisten ist bisher wieder zurückgekehrt. Rund 150 starben im Krieg.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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wow/geb

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