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Syrien-Konflikt: Seehofer will engere Zusammenarbeit mit Putin

Seehofer (l.) und Putin (Archivbild von 2011): CSU-Chef will mehr Kooperation Zur Großansicht
DPA

Seehofer (l.) und Putin (Archivbild von 2011): CSU-Chef will mehr Kooperation

Die CSU fordert eine bessere Kooperation mit Russland: Ohne Wladimir Putin könne man den Syrien-Konflikt nicht lösen, sagte Parteichef Seehofer dem SPIEGEL.

Die CSU fordert eine engere Zusammenarbeit mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um die Probleme im Nahen Osten zu lösen. Ohne die Mitwirkung des Kremlchefs sei die Situation in Syrien nicht in den Griff zu bekommen, sagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer dem SPIEGEL. Am Montag will der Parteivorstand darüber beraten, wie eine Kooperation mit Moskau aussehen könnte. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Unterstützung erhält Seehofer von seinem Parteikollegen und Entwicklungsminister Gerd Müller. "Wir brauchen eine gemeinsame diplomatische Initiative der Uno mit Beteiligung Russlands, der USA, der EU und der Regionalmächte", sagt Müller. Die Atomverhandlungen mit Iran könnten hier eine Vorlage sein. In der vergangenen Woche mehrten sich die Hinweise, dass Putin den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verstärkt unterstützt.

In der Krise um die syrischen Flüchtlinge konzentrieren sich die Bemühungen in Berlin und Brüssel auf die Türkei. Die EU-Kommission will Geld für Lehrer und Schulen bereitstellen, um Zuflucht Suchenden den Aufenthalt in der Türkei zu erleichtern. 17,5 Millionen Euro sind in einem neuen Regionalen Trust Fund dafür bereits vorgesehen.

Zudem denkt Brüssel darüber nach, syrische Flüchtlinge direkt von der Türkei aus in andere europäische Länder oder gegebenenfalls sogar nach Australien oder in die USA bringen zu lassen. Die Menschen, so das Kalkül, sollen dadurch weniger auf die Hilfe von Schleppen angewiesen sein.

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insgesamt 206 Beiträge
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1. Waffenlieferung und Gewalt zahlt sich aus
abc-xyz 12.09.2015
Seehofer legitimiert damit nur, dass mit massiven Waffenlieferung und Gewalt und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen Politik gemacht werden kann. Dass die Flüchtlinge in erster Linie von Assads Fassbomben fliehen, wird damit gekonnt ignoriert. Jetzt kann man natürlich behaupten, dass man zuerst den IS stoppen muss und Assad vorerst gewähren muss. Nur wird das nicht funktionieren, denn der IS bezieht seine Stärke vor allem an der wahllosen und flächendeckenden Gewalt Assads. Assad und der IS sind 2 Seiten der selben Medaille. Man wird entweder beide oder keinen von beiden los.
2. Nur
avers 12.09.2015
weil Seehofer in der Innenpolitik überwiegend versagt hat, sollte er sich jetzt keinesfalls auf die Außenpolitik stürzen. Das letzte was Deutschland braucht, sind an bayrischen Sonderinteressen ausgerichtete Aktivitäten gegenüber dem Putin-Regime! Oder fürchtet Seehofer die Rente und will a la Schroeder oder Beckenbauer vorsorgen???
3.
jamguy 12.09.2015
Zitat von abc-xyzSeehofer legitimiert damit nur, dass mit massiven Waffenlieferung und Gewalt und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen Politik gemacht werden kann. Dass die Flüchtlinge in erster Linie von Assads Fassbomben fliehen, wird damit gekonnt ignoriert. Jetzt kann man natürlich behaupten, dass man zuerst den IS stoppen muss und Assad vorerst gewähren muss. Nur wird das nicht funktionieren, denn der IS bezieht seine Stärke vor allem an der wahllosen und flächendeckenden Gewalt Assads. Assad und der IS sind 2 Seiten der selben Medaille. Man wird entweder beide oder keinen von beiden los.
Assad hin Assad her die internationale Gemeinschaft ist gefordert wenn das nicht 10 Jahre so weitergehen soll und ganz Syrien nach Europa umzieht! da den Amerikanern in dem Fall die Hände gebunden sind eine Befriedung herbei zu führen und der Kreml sich anbietet muss man das begrüßen. Ansonsten sollten die Amerikaner und Europa gegen den Terror IS zusammenwirken den alle muslimischen Staaten sind entweder nicht in der Lage den IS auszumerzen oder wollen es nicht.
4. ist die CSU noch die richtige Partei?
yronimus 12.09.2015
das passt alles gut zusammen - Fremdenhass begünstigen, Klimapolitik blockieren und nun auch noch Putin als Vorbild nehmen - wie die anderen Rechtspopulisten auch. Bald werden wir wohl von verschiedenen Verschwörungstheorien und einer "neuen Weltordnung" hören. Aber ob die CSU da noch die richtige Partei für Seehofer ist? Bei der AfD wäre er besser aufgehoben.
5. Entschuldigung
derblaueplanet 12.09.2015
Zitat von abc-xyzSeehofer legitimiert damit nur, dass mit massiven Waffenlieferung und Gewalt und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen Politik gemacht werden kann. Dass die Flüchtlinge in erster Linie von Assads Fassbomben fliehen, wird damit gekonnt ignoriert. Jetzt kann man natürlich behaupten, dass man zuerst den IS stoppen muss und Assad vorerst gewähren muss. Nur wird das nicht funktionieren, denn der IS bezieht seine Stärke vor allem an der wahllosen und flächendeckenden Gewalt Assads. Assad und der IS sind 2 Seiten der selben Medaille. Man wird entweder beide oder keinen von beiden los.
aber das ist grober Unfug. Nachdem Putin offenbar strategisches Interesse an Syrien hat, aus verschiedenen Gründen, kommt man nicht darum herum, ihn in eine internationale Lösung einzubeziehen. Ohne Putin - kein Massenmörder Assad; mit Putin aber durchaus ebenfalls kein Massenmörder Assad - aber nur, wenn die Russen mit am Tisch sitzen. Das ist aus vielen Gründen auch sonst geboten. Der großrussischen KGB-Nomenklatura steht ökonomisch das Wasser bis zum Hals, das ist nicht nur für das russische Volk nicht gut. Aggressive Außenpolitik bzw. Kriege waren immer schon ein probates Mittel der Herrschenden, von inneren Problemen abzulenken. Russland hat auch gewissen Einfluß auf Iran. Deshalb, wie gesagt, bekommt man Assad ohne die Russen nicht weg, und den IS nicht geschlagen!
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