"Nur mit Euch" Berlin feiert 28 Jahre Deutsche Einheit

Berlins Regierender Bürgermeister hat die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit eröffnet - und "mehr Anerkennung und Verständnis" für den Osten gefordert.

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OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

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Die zentralen Feierlichkeiten zum 28. Jahrestag der Deutschen Einheit haben in Berlin begonnen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Montagabend zum Auftakt des dreitägigen Bürgerfests, das Motto "Nur mit Euch" solle deutlich machen, was das Land gemeinsam geschafft habe. "Diese friedliche Revolution hat es nur gegeben, weil Menschen gemeinsam für Demokratie und Menschenrechte gestritten haben."

Müller sagte zudem, gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West müssten das Ziel bleiben. "Dazu gehört 28 Jahre nach der Wiedervereinigung auch, dass sich die Löhne und Gehälter endlich angleichen und dass die Unterschiede bei der Rente endlich abgeschafft werden." Der Osten Deutschlands habe "mehr Anerkennung und Verständnis" verdient.

Das Fest rund um Brandenburger Tor und Reichstag wurde von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Am Montag sollten 1500 Polizisten im Einsatz sein, wie die Polizei bei Twitter schrieb. Die Veranstalter erwarten mehr als eine Million Besucher.

Berlin stellt mit Michael Müller momentan den Präsidenten des Bundesrats und richtet die Feiern deshalb in diesem Jahr aus. Sie gipfeln am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, in einem Festakt in der Staatsoper. Dazu werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Die Festrede hält Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Am Mittwochabend findet vor dem Brandenburger Tor zudem das große Abschlusskonzert statt: Dabei treten unter anderem Sängerin Nena und Rapper Samy Deluxe auf.

aar/dpa/AFP



insgesamt 10 Beiträge
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biba_123 02.10.2018
1. Wen sprechen die eigentlich mit ‚nur mit Euch‘ an?
Den nicht politisch Tätigen? Den ‚Ost -bzw. Westdeutschen‘? Den noch nie die neuen Bundesländer besucht Habenden? Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen.
Onkel Drops 02.10.2018
2. juhuu
28 Jahre lang den Osttarif nicht besiegt zu haben oder gar den Soli,ist schon eine Glanzleistung da müssen wir unsere Politiker mal ganz doll für lieb haben. versprochen ich kritzel hinter euren Parteien keine Kreuzchen mehr ... das Groko SED 2.0 Monster der Geld und Machtsüchtigen schnarcht weiter so... wählt ihr man alle die AFD , aber lest mal deren Parteiprogramm ( schwarzgelbe Mixtur und zum ködern halt a bisserl braunen Dünnpfiff anbei!!!). die groko muss weg ,sie erfüllt nur deren Zweck... aber nicht unsere... gesendet via Rauchzeichen aus den Tiefen des Teutoburger Waldes ( Daten Autobahn öhm nö wir haben hier wohl Daten Feldwege und Trampelpfade. am Achterdeck der onlinewelt - danke für das nix!)
neutralfanw 02.10.2018
3. Feierlaune?
Ich bin der Überzeugung, dass wir einen Grund zum feiern hätten. Der Osten wurde mit viel Liebe, Geld, Aufwand und Arbeitsplätzen aufgeforstet. Das haben einige Bürger vergessen oder als Selbstverständlichkeit angesehen. Heute haben die Bürger im Osten eine Rente, die schönsten Straßen, die geringsten Mietkosten und modernste Arbeitsplätze. Trotzdem sind sie immer noch unzufrieden. Vergleichen erzeugt Neid und macht unzufrieden. Also sauber und sachlich prüfen, dann fällt man auch auf die braunen Versprechen nicht herein.
juergen-spiegel 02.10.2018
4. Klingt mir festrednerisch
„diese friedliche Revolution habe es nur gegeben, weil Menschen gemeinsam für Demokratie und Menschenrechte gestritten haben“: Ich habe gestern im Fernsehen die Geschichte der Honeckers gesehen, da ist mir die Situation in Lindow in die Knochen gefahren. Das stand Spitze auf Knopf, ob das nicht doch eine blutige Revolution wird, weil die DDR-Staatsmacht hilflos war zu der Zeit. - Und leider kriegt Herr Müller auch hier nicht mal über die Lippen und sagt, dass wir auch immer noch auf die Einheit der Regierung am Sitz des Deutschen Bundestags warten. Berlin ist Standort für die Bundesregierung, und Herr Laschet mischt sich auch gerade konträr ein, und will Bonn darin unterstützen, dass die Regierung ihren zweiten Sitz dort gegen den Deutschen Bundestag endlich mal absichern soll. Bonn braucht die Ministerien, nicht der Deutsche Bundestag braucht sie, ist die Reaktion auf Gesetzesänderung, die im Raum steht. Wir sind Demokraten und kennen nur, dass Parlament und Regierung zusammengehören. Was Bonn will, versteht man nicht. Das wird also der Deutsche Bundestag mindestens erklärt kriegen wollen!! Es muss eine andere Lösung geben können, sonst wäre 1994 nicht änderbar vereinbart!
barklug 02.10.2018
5. @4
Beschäftigen sie sich mal mit den Machenschaften der Treuhandgesellschaft, ich rede nicht von maroden Betrieben, die nur dazu da waren, damit Leute einen Arbeitsplatz haben. Wir haben jetzt im Osten eine Rente? Echt? Hatten wir vorher auch. Wir haben die geringsten Mieten? Kommen sie doch mal nach Rostock, Erfurt, Potsdam, Berlin... Wir verdienen trotzdem nur Osttarif. Habe vier Jahre im Westen Berlins gearbeitet, Tarif Ost und Solidarzuschlag bezahlt. Und Nein!, ich wähle bestimmt nicht irgendwelche Naziparteien und wenn es Ihnen gleich aus dem Mund geifert, auch nicht die Linke. Ich bin jetzt 38, habe die Wende als Neunjähriger erlebt, mit all dem rechtsstaatlichen Vakuum und den Ängsten der Leute um mich herum, und Nein!, ich bin nicht unzufrieden! Ich bin sehr wohl zufrieden, dass alles so kam. Aber man wird wohl meckern dürfen, genauso wie die Leute im Pott z. B., bei denen zerfallen die Straßen während sie Soli zahlen, die meckern genauso, zu Recht. Bilden Sie sich keine Meinung über den Osten, kommen Sie einfach mal her. Wir beißen nicht. Und unser Jägerschnitzel schmeckt auch gut. Btw, war vor Jahren mit dem Fernsehen in einem kleinen Kaff im Fläming, da haben die Leute in Eigeninitiative den stillgelegten Bahnhof in eine Kulturscheune umgebaut. Richtige Bauern, richtige Ossis, mit Stielkamm tragendem Dorfsäufer und Pitbull-Pullis, Ossis wie im Bilderbuch! Und mittendrin eine Romafamilie, die haben mitgemacht, keiner hat die angepöbelt. Ist halt nicht immer alles Seite 1 in der Bild...
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