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Flughafen Tegel: Mutmaßlicher Taliban-Terrorist in Berlin festgenommen

Zwischen 2009 und 2010 soll ein heute 26-Jähriger im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet von den Taliban ausgebildet worden sein. Bei seiner Einreise nach Deutschland wurde er nun am Flughafen in Berlin gestoppt.

Bei der Einreise am Berliner Flughafen Tegel hat die Bundespolizei einen 26 Jahre alten Terrorverdächtigen festgenommen. Dem Mann wird vorgeworfen, sich den "Deutschen Taliban Mudschahidin" angeschlossen zu haben. Die Festnahme sei bereits am Freitag auf Grundlage eines Haftbefehls von 2012 erfolgt, teilte die Bundesanwaltschaft am Montag mit.

Die Terrorgruppe hätte das Ziel verfolgt, in Afghanistan ein Gesellschaftssystem zu errichten, das ausschließlich auf dem islamischen Recht, der Scharia, beruht. Der Verdächtige hielt sich nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft zwischen November 2009 und Februar 2010 als Mitglied der Gruppe im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet auf.

Er habe dort eine Kampfausbildung erhalten und an der Produktion eines Propagandavideos mitgearbeitet, teilte die Behörde mit. Er habe die Vereinigung nach Auseinandersetzungen mit anderen Mitgliedern verlassen. Der Tod mehrerer führender Mitglieder im April 2010 soll zur faktischen Auflösung der Vereinigung geführt haben

brk/dpa

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Besteht aus neun Männern, die in islamischem Recht bewandert sind. Sie beraten den Führungsrat in allen wichtigen militärischen und religiösen Fragen.

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Militärrat:

Ist so etwas wie das Verteidigungsministerium des "Islamischen Staats". Der Rat koordiniert den militärischen Vormarsch und die Sicherung des eroberten Territoriums.

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Sicherheitsrat:

Koordiniert die Kontrolle über die eroberten Gebiete, entscheidet über die Errichtung von Checkpoints. Mitglieder des Rats sind auch an der Tötung von Geiseln beteiligt.



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