Berlin - Für seinen Ausflug in den Terrorismus muss ein 27-jähriger Deutscher für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Berliner Kammergericht sprach den Mann wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrorvereinigung Deutsche Taliban Mudschahidin (DTM) und der Vorbereitung staatsgefährdender Gewalttaten schuldig.
Der Deutsche mit dem Kampfnamen Hamsa al-Majaari war den DTM 2009 beigetreten. Noch im selben Jahr reiste er in die pakistanische Terror-Hochburg Waziristan im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und wurde dort im Umgang mit Schusswaffen und Sprengstoff ausgebildet. Danach war er an einem Angriff auf eine von amerikanischen und afghanischen Soldaten genutzte Militärbasis beteiligt. Außerdem war der Islamist in zwei Propaganda-Videos des deutschen Taliban-Ablegers aufgetreten und hatte für den Dschihad geworben.
Auf der Rückreise nach Deutschland im Jahr 2010 nahmen türkische Polizisten Majaari fest. Im Mai 2012 wurde er nach Deutschland ausgeliefert und saß seitdem in deutscher Untersuchungshaft. Der junge Mann hat sich inzwischen vom Terrorismus losgesagt. "Es war schwer, einzusehen, dass ich mich komplett geirrt habe", hatte er zu Beginn des Verfahrens gesagt.
Laut Gericht wurde das umfangreiche Geständnis des Angeklagten strafmildernd gewertet. Strafverschärfend sei jedoch "die hohe Gefährlichkeit seines Tuns" ins Gewicht gefallen.
ade/dpa/AFP
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