Terrorismus: Übertritte zum Islam beunruhigen Polizeigewerkschaft

Mit Sorge beobachtet die Gewerkschaft der Polizei die wachsende Zahl von Menschen, die in Deutschland zum Islam übertreten: In Konvertiten-Kreise gebe es Leute, "die sich besonders beweisen wollen", sagte Gewerkschaftschef Freiberg. Sie seien eine Gefahr.

Baden-Baden - "Das ist die größte Bedrohung, die wir kennen, das muss man immer wieder hervorheben", sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg.

Freiberg erklärte, in Konvertiten-Kreisen gebe es Leute, "die sich besonders beweisen wollen als Gläubige, und von dort her geht auch von diesen Menschen eine größere Gefahr aus, ganz ausdrücklich".

Darüber hinaus gebe es Fälle, in denen diese Leute in Krisengebiete wie Afghanistan oder Tschetschenien gegangen seien. "Und von dort her ist das ein Potential, was hier lebt, wovor wir Angst haben müssen", erklärte der Gewerkschaftschef.

Laut Freiberg gibt es derzeit in Deutschland rund 200 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit islamistischen Terrorismus. In dieser Größenordnung bewege sich auch die Zahl der Verdächtigen. Darüber hinaus gebe es etwa 100 sogenannte Gefährder, "wo es Anhaltspunkte gibt, dass diese Leute bereit wären, auch Anschläge zu verüben".

Kritik übte der GdP-Chef an den zum Teil laxen Kontrollen an den deutschen Flughäfen, insbesondere in Frankfurt am Main. So habe man festgestellt, dass es in Fällen, wo der Staat diese Aufgabe an private Sicherheitsfirmen übertragen habe, "immense Sicherheitslücken gibt". Als Hauptgrund für die Probleme nannte Freiberg das Lohndumping, unter dem die Qualität privaten Sicherheitspersonals leide.

hen/AP

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