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Terrorismusabwehr: Schily stellt neues Analysezentrum vor

Bundesinnenminister Otto Schily will Deutschland mit einem neuen Terrorismus-Abwehrzentrum vor islamistischen Terrorgefahren sicherer machen. Im neuen Informations- und Analysezentrum "Internationaler Terrorismus" am Rande von Berlin nehmen in diesen Tagen die ersten Beamten ihre Arbeit auf.

Berlin - Das neue Zentrum bedeute einen "deutlichen Qualitätssprung", sagte Schily. Zuvor verteidigte der SPD-Politiker die Zweiteilung des geplanten Zentrums zur Abwehr von islamistischem Terrorismus. "Die Kritik ist unbegründet", sagte Schily in der ARD. Es werde ein Terrorabwehrzentrum mit unterschiedlichen Behörden gegründet: "Wir müssen vergleichen, was an Informationen von der kriminalpolizeilichen Seite vorliegt mit dem was von der Verfassungsschutz-Seite vorliegt und was vom Auslands-Nachrichtendienst an Informationen gesammelt worden ist." Die beiden dazu notwendigen Behörden seien lediglich nicht zusammen gelegt, was aber auch nicht in den Bundesländern so sei: "Ich wüsste nicht, dass ein Land das Amt für Landesverfassungsschutz mit dem Landeskriminalamt fusioniert."

Der Vorteil der räumlichen Nähe beider Einrichtungen in Berlin liege in der Schnelligkeit, mit der gesammelte Informationen ausgetauscht und analysiert werden könnten, sagte Schily. "Das können sie alleine daran sehen, dass die Beamten täglich zusammenkommen zur Lagebesprechung."

Die Zweiteilung des Zentrums war unter anderem von der Gewerkschaft der Polizei und Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) kritisiert worden.

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