Terrorprozesse Die zweifelhaften Urteile der RAF-Tribunale

Ex-Terroristin Proll mit ihrem Anwalt (Archivbild): Neun Jahre fälschlich unter Mordverdacht
AP

Ex-Terroristin Proll mit ihrem Anwalt (Archivbild): Neun Jahre fälschlich unter Mordverdacht

Von

3. Teil: Brigitte Asdonk - Das große Schweigen


Keinerlei Aussagen zur Sache machte auch Brigitte Asdonk, die wie Grashof zur RAF-Gründergruppe zählte und bei den Palästinensern in Jordanien eine militärische Ausbildung absolvierte. Asdonk wurde 1970 in West-Berlin verhaftet und wegen Bankraubes und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ehemalige RAF-Mitglieder erklären hingegen, dass Asdonk an dem ihr vorgeworfenen Banküberfall nicht beteiligt war.

insgesamt 32 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
wup 02.05.2010
1. -
Zitat von sysopZwielichtige Zeugen, Namensverwechslungen, Kollektivschuld-Konstruktionen: Bei den RAF-Verfahren der Siebziger und Achtziger standen die Richter unter enormem Druck - und machten Fehler. SPIEGEL ONLINE zeigt sechs Fälle, in denen Terroristen möglicherweise zu unrecht verurteilt wurden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,691931,00.html
Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
xzz 02.05.2010
2. ah, richtig, Titel, sonst geht ja nix
Zitat von wupDen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Da haben sie völlig recht... Und ja, bei den RAF-Verfahren kann es zu Fehlern gekommen sein, wie übrigens in jedem anderen Strafverfahren auch. Das es besonders schwer ist, wenn eine Gruppe gleichzeitig versucht, Deutschland zum Bürgerkriegsland zu machen, kann man sich denken. Den Anwälten der RAF-Terroristen scheints ja nicht geschadet zu haben, sind / waren jeweils erfolgreiche Politiker in den jeweiligen Parteien (Grüne, SPD, NPD). Und die möglicherweise zu Unrecht verurteilten RAF-Terroristen? ...Ja die mussten leider ins Gefängnis, für Straftaten, die man ihnen nicht korrekt nachweisen konnte oder die sie noch gar nicht begangen haben...
semper fi, 02.05.2010
3. -
Zitat von sysopZwielichtige Zeugen, Namensverwechslungen, Kollektivschuld-Konstruktionen: Bei den RAF-Verfahren der Siebziger und Achtziger standen die Richter unter enormem Druck - und machten Fehler. SPIEGEL ONLINE zeigt sechs Fälle, in denen Terroristen möglicherweise zu unrecht verurteilt wurden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,691931,00.html
Zwielichtige Zeugen? Das konnte ich dem Artikel nicht entnehmen. Namensverwechslung*en*? Über eine konnte ich lesen. Warum der Plural? Kollektivschuld-Konstruktionen? Konnte ich keine finden. Was soll der Schwachsinn? Legendenbau? Die Konstruktion eines jeweiligen Mythos? Jetzt fehlt nur noch die Behauptung, dass die es alle eigentlich gut gemeint hatten.
kaiserjohannes 02.05.2010
4. Entweder oder
Entweder waren diese Leute Terroristen, dann war ihr Aufenthalt im Knast richtig, oder sie waren keine, und der Spiegel hat mit den Titel danebengegriffen.
bolzenbrecher, 02.05.2010
5. Staatsraison
Solche Urteile wird es immer geben, solange machthungrige Politiker, selbstherrliche Richter und verängstigte, dumme Bürger dieses Land regieren ! Der Pöbel will verhaftete Täter sehen...die Polizei verhaftet...die Richter verurteilen. Alles kurz und natürlich möglichst schnell, um die Illusion der absoluten, garantierten Sicherheit wieder herzustellen. Da nimmt man es dann mit dem Gesetz und dem Rechtsstaat nicht ganz so genau. Verbrecher müssen bestraft werden...keine Frage! Aber warum müssen auch deren Gesinnungsgenossen bluten...wegen der Staatsraison !!! EOF
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.