Alarm zurückgestuft Polizei fährt Einsatz in Bremen zurück

Gut einen Tag nach dem Start der großflächigen Anti-Terror-Aktion fährt die Bremer Polizei ihren Einsatz zurück. Laut Bremens Innensenator Ulrich Mäurer ist die konkrete Gefahr gebannt - Grund zur Entspannung gebe es aber nicht.

Bremer Polizei stuft Sicherheitsmaßnahmen zurück
AP/dpa

Bremer Polizei stuft Sicherheitsmaßnahmen zurück


Die großflächige Polizeiaktion in Bremen ist beendet. Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf einer Pressekonferenz sagte, werde die "Aktion nun zurückgestuft".

Laut Mäurer gab es seit September 2014 konkrete Hinweise auf in Bremen lebende Salafisten, die sich bewaffnen wollen. Im Zentrum der Ermittlungen stand demnach ein 39-jähriger libanesischer Staatsangehöriger, der verdächtigt wurde, Kriegswaffen, Maschinen- und Automatikpistolen über unbekannte Lieferanten beschafft zu haben.

Gegen den Mann aus dem Umfeld des sogenannten Kultur- und Familienvereins, der seit Dezember 2014 verboten ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet. Am Freitag seien allerdings Hinweise einer Bundesbehörde eingegangen, die ein weiteres Abwarten als nicht ratsam erschienen ließen.

Die unmittelbare Gefahr ist vorbei, aber die Lage nicht entspannt

In der Folge wurde die Ermittlungsgruppe am Freitagabend aktiv, am Samstag wurden verschiedene Wohnungen durchsucht, Autos kontrolliert, Personen überprüft. Kriegswaffen seien nicht gefunden worden, aber es seinen Datenträger beschlagnahmt worden, die zur Zeit noch ausgewertet würden.

Laut Mäurer ist die konkrete Bedrohungslage vorbei, gleichwohl gebe es in Bremen noch immer eine Gruppe Verdächtiger, die man nun im Auge behalten werde. "Wir haben uns auf eine Gruppe fokussiert. Wir wollten diese Personen verunsichern, haben aber für Folgemaßnahmen nicht genug gefunden". Er sei aber froh, keine Waffen gefunden zu haben. Die festgenommenen Personen seine inzwischen wieder freigelassen worden, "aber noch nicht außer Verdacht", wie Mäurer betonte.



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insgesamt 37 Beiträge
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drittaccount 01.03.2015
1.
Zum Glück ist es gelungen, den Datenträger zu beschlagnahmen und damit die unmittelbare Gefahr abzuwenden.
kaiser-erding 01.03.2015
2. Wer ist denn die geheime Behörde
In allen Gazetten wird von einer ominösen Bundesbehörde geschwafelt. Wie sagt der Trovato "Dann mal Butter bei die Fische". Also Informationen rauslassen.
mk-maui 01.03.2015
3. Ich vermute, dass in den kommenden Jahren
keine nennenswerten "von oben" gesteuerte Terrorakte durch Muslime/ Islamisten in Deutschland erfolgen werden wird: Nicht mal Menschen, welche nach den islamischen Gesetzen aus dem 7. Jahrhundert leben, jagen ihr "Sozialamt" in die Luft; so blöd ist niemand. Oh je, jetzt bin ich ein Nazi und ich hoffe, mein Kommentar wird veröffentlicht. P.S. Gesprächsinhalte, die ich z.Zt. von Menschen "auf der Strasse" höre, würden mache real rechtsgerichtete Parteien als zu "brutal und unumsetzbar" in ihr Parteiprogramm nicht aufnehmen.
megamekerer 01.03.2015
4. Öl ins Feuer der Pegida
Kriegswaffen seien nicht gefunden worden, aber es seinen Datenträger beschlagnahmt worden, die zur Zeit noch ausgewertet würden. Ja ja, auf Datenträger werden Familienfotos und sonstige Steuererklärungen wohl gefunden werden, das macht die Islamisten nocht mehr verdächtig, da sie nirgendwo spüren hinterlassen! Am Beispiel Bremen wird Bundesweit jetzt staatlich Hetze gegen die Muslime gemacht.
maxderzweite 01.03.2015
5. Ahja,
das scheint mir alles sehr ungenau, wieso nimmt man die Verdächtigen nicht fest, klagt sie an und . Wieso lässt man Polizisten mit Maschinenpistolen durch die Gegend laufen, jeder schlaue Attentäter wird dort zuschlagen wo kein Polizist steht...
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