Thierse Rechtes Denken gehört für viele Jugendliche zum Alltag

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat dazu aufgerufen, die rechtsextremistische Gefahr nicht zu unterschätzen. Rechtsextremismus und Gewalt seien keine Randphänomene, sondern reichten bis in die Mitte der Gesellschaft hinein.


Wolfgang Thierse
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Wolfgang Thierse

Mannheim - Direkte und brutale Ausländerfeindlichkeit ist in den neuen Bundesländern nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse für einen Teil der Bürger ein "selbstverständlicher Teil des Alltagsbewusstseins" geworden. Dass rechtsextremistisches Denken in den Köpfen vieler junger Menschen inzwischen fest verankert sei, zeige auch die gegenwärtige Diskussion. "Trotz der heftigen öffentlichen Debatte haben die Gewalttaten nicht ab-, sondern zugenommen", sagte der SPD-Politiker dem "Mannheimer Morgen".

Thierse warnte nachdrücklich davor, die rechtsextremistische Gefahr zu unterschätzen: "Rechtsextremismus und Gewalt sind keine Randphänomene, sondern reichen bis in die Mitte unserer Gesellschaft hinein."

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