Thüringen Ex-AfD-Abgeordneter gehört jetzt zur SPD-Fraktion

Der frühere AfD-Politiker Oskar Helmerich sitzt jetzt bei den Sozialdemokraten im thüringischen Landtag. Damit hat die rot-rot-grüne Regierung jetzt eine Zwei-Stimmen-Mehrheit im Parlament.

Ex-AfD-Politiker Oskar Helmerich
imago/ Karina Hessland

Ex-AfD-Politiker Oskar Helmerich


Die thüringische SPD-Fraktion hat die Aufnahme des ehemaligen AfD-Abgeordneten Oskar Helmerich beschlossen. Das teilte eine Fraktionssprecherin in Erfurt der dpa mit. "„Es gab acht Ja- und zwei Neinstimmen." Ein Abgeordneter habe nicht an der Abstimmung teilgenommen. Zuerst hatte die "Thüringer Allgemeine" über den Wechsel berichtet.

Mit Helmerich hat die rot-rot-grüne Regierung in Thüringen jetzt eine Mehrheit von zwei Stimmen im Parlament. Helmerich war in der vergangenen Woche bereits in die SPD-Stadtratsfraktion von Erfurt eingetreten.

Nach seinem Austritt aus der rechtspopulistischen AfD saß der Erfurter Rechtsanwalt als fraktionsloser Abgeordneter sowohl im Stadtrat als auch im Landtag. Helmerich war im vergangenen Jahr wegen Streitigkeiten mit Fraktionschef Björn Höcke aus der AfD ausgetreten.

als/dpa



insgesamt 43 Beiträge
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ambulans 13.04.2016
1. kann
man sowas bereits korrekterweise als re-sozialisierung auffassen?
mats73 13.04.2016
2. Ich lach mich....
erst haben sie sich öffentlich extrem geziert, dann hat man nichts mehr gehört .... was tut man nicht alles für Mehrheiten... ahhh klar: mir ist entfallen, dass die Ziele beider Parteien ja austauschbar sind, so dass ein Wechsel keinen Konflikt bedeutet.
martin58. 13.04.2016
3. Ich verstehe es nicht
Wenn ich mir anschaue, wie dieser "Wechsel" hier in Thüringen diskutiert wird, ob in Zeitungen, ob an der SPD-Basis, ob am Arbeitsplatz ... Die SPD, besser gesagt ihr Führungspersonal, scheint den eigenen Niedergang noch beschleunigen zu wollen. Einfach nur traurig. Auf der Homepage der SPD Thüringen prangt der Spruch: "Von unten nach oben - so arbeiten wir." Hiesige SPD Mitglieder betrachten das als Realsatire. Eine selbstherrliche Führung, fehlende Selbstkritik, Vertrauensverlust, Mitgliederschwund - so werden selbst die 12% von der letzten Landtagswahl in der Zukunft zu einem unerreichbaren Traum.
darkmattenergy 13.04.2016
4. Wer wie die SPD auf steil absteigendem Ast das Rennen seines Lebens läuft, darf nicht wählerisch sein...
...sondern muß alles (er)greifen was da so kommt.
MephistoX 13.04.2016
5. Tja, ...
... offensichtlich hat auch Helmerich erkannt, von welchen "politischen Pappnasen" er sich in der Vergangenheit hat "einwickeln" lassen. Der Populismus der sog. "AfD" verspricht vermeintlich "schnelle Supi-Dupi-Lösungen" ohne ein reales Fundament, zu mehr taugt er auch nicht wirklich. Das ist halt für die große Mehrheit der Beölkerung (glücklicherweise) nicht ausreichend und politisch viel zu schlapp ;)
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