Widerspruch abgelehnt Rechtsrock-Konzert in Thüringen bleibt weiter verboten

Per Eilantrag wollten die Anmelder das Neonazi-Konzert im thüringischen Themar doch noch durchsetzen: Nun haben sie eine Niederlage kassiert. Wegen seltener Vögel darf die Fläche weiter nicht genutzt werden.

Neonazis in Themar (Archivbild)
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Neonazis in Themar (Archivbild)


Aus Naturschutzgründen bleibt das geplante Neonazi-Konzert im südthüringischen Themar vorerst untersagt. "Die angemeldete Versammlung befindet sich nicht im Einklang mit dem Bundesnaturschutzgesetz", sagte Adalbert Alexy, Pressesprecher des Thüringer Landesverwaltungsamts. Ein Widerspruch der Anmelder gegen das Verbot wurde deshalb abgelehnt.

An den Veranstaltungsort grenze eine Feuchtwiese, auf der seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten ihre Jungen aufzögen. Dennoch könnte das Konzert noch stattfinden: Nach Angaben des Landesverwaltungsamts kann der Veranstalter juristisch gegen die Entscheidung vorgehen.

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Rechtsrock in Thüringen: Der schwierige Kampf gegen die Neonazis

Ferner sollen nach einem Bericht des "Freien Wortes" bereits Ausweichflächen für das am 8. und 9. Juni geplante Festival angemeldet worden sein.

Die Zahl rechtsextremer Konzerte nimmt seit Jahren zu - und ist so hoch wie seit 2005 nicht mehr (hier lesen Sie eine Übersicht).

Besonders Themar gilt als Hochburg des Rechtsrock im Osten. Im Juli vergangenen Jahres kamen rund 7000 Neonazis zum Konzert "Rock gegen Überfremdung".

Video: Neonazi-Konzert in Themar

dbate.de

mho/dpa



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