Landtagswahl Thüringen SPD verzichtet auf eigenen Kandidaten für  Ministerpräsidentenamt

Die Thüringer Sozialdemokraten stellen im anstehenden Landtagswahlkampf keinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten auf. Grund ist das schlechte Abschneiden bei der vergangenen Wahl.

Wolfgang Tiefensee
imago/ Jacob Schröter

Wolfgang Tiefensee


In Thüringen stehen 2019 Landtagswahlen an - und die SPD tritt ohne eigenen Kandidaten für den Posten des Regierungschefs an. Ausgehend von dem Wahlergebnis von rund zwölf Prozent bei der Wahl 2014 sei eine solche Kandidatur für die Wähler nicht verständlich, sagte SPD-Spitzenkandidat und Landesparteichef Wolfgang Tiefensee in Erfurt.

"Aber wir werden Schritt für Schritt wieder Terrain gutmachen", sagte Tiefensee. Ziel sei es, ein deutlich besseres Ergebnis zu holen als vor fünf Jahren. Man strebe eine Fortsetzung der rot-rot-grünen Koalitionsregierung an.

"Die SPD will wieder Regierungsverantwortung übernehmen", sagte der Sozialdemokrat. Tiefensee war von 2005 bis 2009 Bundesverkehrsminister. Von 2009 bis 2014 saß er für die SPD im Bundestag.

Bereits im Sommer 2018 hatte Tiefensee dem MDR gesagt, er kandidiere nicht als Ministerpräsident. Damals sagte er wörtlich: "Ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger würden mehr als schmunzeln, wenn ich sagen würde, aus einer Voraussetzung von zehn Prozent machen wir jetzt mal einen Wahlkampf damit Wolfgang Tiefensee Ministerpräsident wird."

Thüringen wählt am 27. Oktober einen neuen Landtag. Seit 2014 wird das Land vom Linken-Politiker Bodo Ramelow regiert. In Brandenburg und Sachsen wird am 1. September gewählt. Die SPD will mit einer Ost-Offensive um Stimmen in den Bundesländern kämpfen. (Mehr dazu lesen Sie hier.)



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apr/dpa

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