"Spiel mit dem Feuer" Oppermann fordert von CDU Klarheit über AfD-Kontakte

Vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen führte die CDU nach SPIEGEL-Informationen konkrete Gespräche mit der AfD - obwohl jede Kooperation zuvor ausgeschlossen wurde. SPD-Fraktionschef Oppermann fordert jetzt eine Klarstellung der CDU.

SPD-Fraktionschef Oppermann: "Alarmiert über Berichte"
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SPD-Fraktionschef Oppermann: "Alarmiert über Berichte"


Die Bundes-SPD hat von ihrem Koalitionspartner CDU Aufklärung über die Kontakte mit der Anti-Euro-Partei AfD in Thüringen verlangt. "Das ist ein Spiel mit dem Feuer", kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann am Sonntag in Berlin. Er bezog sich auf einen Bericht des SPIEGEL, wonach es vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen Absprachen zwischen CDU und AfD gegeben haben soll.

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Heft 50/2014
Schneller, besser, sinnlicher

"Ich bin alarmiert über die Berichte, wie konkret die Absprachen und Planungen der CDU mit der AfD in Thüringen schon vorangeschritten waren", erklärte Oppermann. "Die CDU muss Klarheit über ihren Kurs mit der AfD schaffen."

Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring wollte den SPIEGEL-Bericht über seine Kontakte zur AfD nicht dementieren. "Zur internen Meinungsbildung muss es einen geschützten politischen Raum geben, dies ist eine Grundvoraussetzung demokratischer Politik", sagte Mohring am Sonntag dem "Tagesspiegel". Entsprechende Gespräche müssten vertraulich bleiben.

Entscheidend sei für ihn das "abschließende Handeln im Parlament", sagte der CDU-Politiker weiter. Er verwies darauf, dass seine Partei letztlich doch keinen eigenen Kandidaten gegen den Linken-Politiker Bodo Ramelow um das Amt des Ministerpräsidenten ins Rennen geschickt habe.

Der SPIEGEL hatte berichtet, Mohring habe mit derThüringer AfD eine Gegenkandidatur sondiert. Die CDU hat in einem Vorstandsbeschluss eigentlich jede Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier im aktuellen SPIEGEL.

insgesamt 95 Beiträge
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Seite 1
hlzmchl 07.12.2014
1. Oppermann fordert Klarheit?
Wie war das gleich in Thüringen? Die SPD u. a. mit der Linken in der Koalition?! Und da regt man sich auf wenn die CDU mit einer anderen "rechtsstaatlichen" Partei Gespräche führt??? ICH GLAUBE ES HAKT!!!!!
kdshp 07.12.2014
2.
DAS wünsche ich mir aber auch von "meiner" CDU! Es kann und darf nicht so weit kommen das die CDU mit einer "rechts radikalen partei" gemeinsame sache macht. WAS wird frau merkel (CDU) dazu wohl sagen? Auf einem Kongress der Jungen Union erklärte Merkel, die Werte der AfD hätten nichts mit den Werten der CDU gemein. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/zum-ersten-mal-merkel-attackiert-die-afd-13163304.html
am_hute_wicken 07.12.2014
3.
Zitat: "Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring wollte den SPIEGEL-Bericht über seine Kontakte zur AfD nicht dementieren. "Zur internen Meinungsbildung muss es einen geschützten politischen Raum geben, dies ist eine Grundvoraussetzung demokratischer Politik", sagte Mohring am Sonntag dem "Tagesspiegel". Entsprechende Gespräche müssten vertraulich bleiben." Nun, Herr Mohring, das mag nun schon irgendwo stimmen. Befremdlich ist jedoch, wenn zur internen Meinungsbildung Handlungen gehören, die zuvor oder gar parallel dazu gemachten Äußerungen komplett widersprechen. Das dies wohl ganz normal sein dürfte, ist im Prinzip schon sehr befremdlich.
kenterziege 07.12.2014
4. Sind die denn jetzt alle durchgeknallt....
Oppermann, der einen Kinderporno-User aus den eigenen Reihen schützt, der tut jetzt so, als wären die bürgerlichen Leute von der AfD die Nazis in Reinkultur. Das ist doch nur ein Ablenkungsmanöver von der Tatsache, dass die kleine SPD mit den kreidefressenden Nachfolgern der SED zusammenarbeiten. Demonstrationen von tausenden am Vorabend eine Ministerpräsidenten-Wahl hat es noch nie gegeben. Da liegt die Achillesferse der SPD. Das wissen die und schmeißen aus Trotz ohne jede Scham mit Dreck!
der-schwarze-fleck 07.12.2014
5. Deja vu?
Echt, so schlimm ist es schon, dass man mit der AFD nicht mehr reden darf? So böhse Gestalten? Wozu brauchen wir dann noch Demokratie? Ein weiser Bundespräsident schreibt dann vor, welche Farbe gewählt werden darf? Oder wie wäre es mit einem Rotationssystem. Alle vier Jahre ist eine andere Farbe dran und der Unterscheid in den Parteiprogrammen besteht dann nur noch in der Farbe des Drucks, weil nur die eigene herrliche Politik ist die Wahre, alternativlose? Hatten wir das nicht schon mal? Eine Einheitspartei die die Wahrheit gepachtet hatte?
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