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Twitter-Spott über Gabriel und Schweiger: Ist das der neue Tatort-Bösewicht?

"Er kann es": Sigmar Gabriel mit Til Schweiger Zur Großansicht
DPA/ SPD

"Er kann es": Sigmar Gabriel mit Til Schweiger

Der eine beklagte einst das Gutmenschentum, der andere suchte das Gespräch mit Pegida. Nun haben sich Til Schweiger und Sigmar Gabriel getroffen, um über Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Merkwürdig? Auf Twitter hagelt es Spott.

Das Anliegen ist ehrenwert, keine Frage, die Allianz etwas, nun ja, ungewöhnlich: Am Freitag trafen sich Schauspieler Til Schweiger und SPD-Vizekanzler Sigmar Gabriel, um über bessere Flüchtlingspolitik zu diskutieren. Bei dem Gipfeltreffen sei es um "gemeinsame Aktionen für Flüchtlingsfamilien und gegen rechtsradikale Hetzer" gegangen, berichtet die "Bild".

Das ist erst mal natürlich löblich. Aber diese Konstellation? Hier ein rhetorisch eher handfester Tatort-Kommissar, der vor einigen Jahren bereits mit der politisch feinsinnigen Forderung nach einem Internetpranger für Sexualstraftäter auffiel. Und auf der anderen Seite ein um Seriosität bemühter SPD-Chef, der vor wenigen Monaten noch mit den Islamfeinden der Pegida-Bewegung diskutieren wollte?

Konkrete Ergebnisse des Treffens zwischen Schweiger und Gabriel sind bislang nicht überliefert, und so weidet sich die Twitter-Gemeinde an der Merkwürdigkeit dieser Zusammenkunft. Die Kollegen der Satiresendung "Extra3" machen auf die rekordverdächtigen Rüstungsexporte in Krisenregionen aufmerksam, die Gabriels Haus zu verantworten hat:

Die neue Allianz löst bei Twitter-Beobachtern ein ungutes Gefühl aus. Til Schweiger hatte bereits 2011 in einer Talkshow bekundet, dass ihn dieses "deutsche Gutmenschentum" einfach nur "ankotzt".

Einige fortschrittliche Schweiger-Fans zeigen sich jedoch erfreut über den Coup ihres Idols und spekulieren munter, dass der Vizekanzler im Œuvre des Filmschaffenden künftig eine größere Rolle spielen könnte:

Die Symbiose ist derzeit das politische Gesprächsthema. Die verunsicherte SPD-Basis wittert mit dem Action-Helden in ihren Reihen offenbar die Chance auf mehr Krawumm bei der nächsten Bundestagswahl. Alle Zweifel, ob man 2017 überhaupt noch gegen Angela Merkel antreten will, sind durch den Coup zerstoben. Für den Juso-Landeschef in Niedersachsen muss die Situation der Partei nun völlig neu bewertet werden:

Und was sagt der politische Gegner dazu?

bkr

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 37 Beiträge
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1. Wer sind ...
emeticart 09.08.2015
... die zwei Herren? Saufbrüder? Ja, sorry. Ich schaue kein Fernsehen ...! MfG
2.
ichsagemal 09.08.2015
..aufgrund seines Sympathifaktors käme Till Schweiger m.E auf jeden ziemlich deutlich über 30 % _ für Herrn Gabriel bleibt das auf ewig ein Traum.
3. Der sinkende Stern...
gapman 09.08.2015
des Herrn Gabriel soll durch einen polarisierenden Til Schweiger wieder aufgewertet werden? Wer schadet hier den wem? Und: Minus x Minus ergibt nicht immer Plus
4. Hä..der Schweizer und der Gabriel als Altruisten....
palef 09.08.2015
...wenn nur ich das nicht verstehe, ist das ok...ich kenne die Zwei nur leider schon verdammt lang....so rein humanistisch sind die Zwei mir eher schwer suspekt..Ihr wisst schon, wegen 'dat EGO'...sie leben NUR von Erfolgen
5. Perplex
hotgorn 09.08.2015
Schwarzenegger wurde auch Gouverneur von Kalifornien wieso til nicht. Aber bitte klein anfangen und erst gouvernator von Niedersachsen werden dem californien Deutschland.
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