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"Tornado"-Nachfolger: Bundeswehr plant neuen Kampfjet

"Tornado"-Jets der Bundeswehr: Zwischen 23 und 34 Jahre alt Zur Großansicht
DPA

"Tornado"-Jets der Bundeswehr: Zwischen 23 und 34 Jahre alt

"Tornado"-Jets gelten als Auslaufmodell. Aber was kommt danach? Das Verteidigungsministerium will im nächsten Jahr zusammen mit "europäischen Partnern" über ein Folgemodell verhandeln, berichtet Reuters.

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeuges, das langfristig die "Tornado"-Jets ersetzen und möglicherweise unbemannt fliegen soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Sie zitiert aus einem Strategiepapier des Ministeriums für eine "militärische Luftfahrtstrategie".

Das neue Flugzeug laufe bei der Bundeswehr unter der Bezeichnung "Next Generation Weapon System" und könne möglicherweise mit oder ohne Pilot fliegen. "Eine Festlegung hierzu ist im Rahmen weiterer Analysen und im Kontext einer europäischen Lösung zu treffen", heißt es in dem Papier. Erste Gespräche über einen neuen Kampfjet seien 2016 "mit den europäischen Partnern" geplant. Ein nationaler Alleingang "für Waffensysteme dieser Komplexität" sei nicht denkbar.

"Tornado"-Jets sind noch immer der Stolz der Luftwaffe, obwohl sie mittlerweile zwischen 23 und 34 Jahre alt sind. Mit sensiblen Kameras, die in den Boden eingebaut sind, können sie hochauflösende Fotos und Infrarot-Bilder in einem sehr weiten Spektrum rechts und links von der Flugbahn aufnehmen. Aus Bundeswehrkreisen heißt es, die Franzosen hätten zur Unterstützung im Anti-IS-Kampf ausdrücklich um die Entsendung der "Tornado"-Aufklärungsjets gebeten.

In dem Strategiepapier heißt es, es werde untersucht, ob die Jets eventuell noch bis 2035 genutzt werden könnten. Das neue europäische Kampfflugzeug solle einsatzfähig sein, wenn die "Tornados" außer Dienst gehen.

"Das Dokument ist aber noch nicht mit den anderen Ministerien abgestimmt, daher können wir dazu noch keine Äußerungen treffen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

vet/Reuters

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insgesamt 83 Beiträge
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1. Also wie immer...
DDM_Reaper20 20.12.2015
...die Kiste wird 2035 noch nicht einmal ansatzweise einsatzbereit sein, das mindestens vierfache kosten, wie ursprgl. gedacht, nicht im Mindesten die Voraussetzungen erfüllen... ...was allerdings auch keinen überraschen dürfte, da die Genies im Ministerium mit Sicherheit wieder die Eierlegende Wollmilchsau wollen, die sich am besten noch selbst wartet und mit Solarenergie angetrieben wird. Bitte, bitte, kauft was Vernünftiges und Bewährtes, wenn Ihr Hirnis es schon nicht schafft, Verträge so aufsetzen zu lassen, dass der bleede Steuerzahler am Schluss wieder alles latzen darf!
2. Der Trödeltrupp
lemmy 20.12.2015
So der treffende Titel der Bundeswehr angesichts des maroden Equipments. Beispiel Tornados: von den knapp 90 Tornados sind zur Zeit nur 29 einsatzbereit, der überwiegende Rest ist kaputt. 29, das ist exakt die Anzahl, die nach Syrien geflogen ist. Fliegen konnten sie ja noch, nur einsatzbereit waren sie gar nicht, Upps ! Da hatte man doch glatt übersehen, dass die gar keine Aufklärungsflüge machen können, weil gar kein Sichtgerät an Bord ist. Na so was ! Ist halt "Made in Germany", wir tun immer nur so ;-) Also alles in allem oberpeinlich was die Bundeswehr da abliefert die letzten Jahre: U-Boote, die nicht schwimmen; Hubschrauber die nicht fliegen; LKWs die nicht fahren; Gewehre die nicht schießen, äh, sorry nicht treffen. Die Liste ist unendlich. Aber eigentlich doch absurd. Wurde uns und der Welt nicht fast 10 Jahre lang geradezu euphorisch vorgebetet: Deutschland geht es gut !? Tja, offensichtlich gilt das für die wesentlichen Bestandteile eines funktionierendes Staates halt doch nicht. Aber gut, dass wie mal drüber gesprochen haben.
3.
mehanikää 20.12.2015
Na, wer weiss, vielleicht können meine Kinder ja in fünfzig Jahren den Erstflug erleben. Nach den Erfahrungen mit Jäger90 / Eurofighter und A400 sollte man eher darüber nachdenken, ein fertiges Waffensystem aus Russland oder den USA anzuschaffen, in Europa scheint so etwas eher schwierig zu sein.
4. In den
connaisseur 20.12.2015
Das wäre mir absolut neu. Tatsächlich kann man einen ARP (der "Airborne Recce Pod" aus dem Recce Light System) unter dem Rumpf an die sog. "Schulterstationen" hängen. Der ARP enthält dei Optiken und Aufzeichnungsgeräte und kann bei Bedarf die Aufklärunsdaten per Videolink an Bodenstationen senden. Wikipedia hilft ;)
5.
NauMax 20.12.2015
Man sollte zum Tornado noch sagen, dass er mittels Bodenradar so tief fliegen kann, dass er sich das Gelände zunutze machen kann, um der Entdeckung durch feindliches Radar so lange wie möglich zu entgehen. Mach 1 in 30m Höhe kann definitiv nicht jeder Jagdbomber. Entwickelt wurde er, um in einem "heißen Kalten Krieg" unbemerkt durch die Luftraumverteidigung des Ostblocks zu "schlüpfen" und dann Kommandozentralen auszuschalten, um die einmarschierende Rote Armee zu "enthaupten".
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