Treffen im Schloss Bellevue Wulff empfängt Angehörige der Neonazi-Opfer

Es ist ein Zeichen der Anteilnahme: Bundespräsident Wulff hat die Angehörigen der Opfer der Neonazi-Mordserie im Schloss Bellevue empfangen. Kanzlerin Merkel nannte die Zusammenkunft ein "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit" - und verurteilte die rechte Gewalt erneut scharf.

Zusammenkunft im Schloss Bellevue: Wulff trifft Angehörige der Opfer des Nazi-Terrors
dapd

Zusammenkunft im Schloss Bellevue: Wulff trifft Angehörige der Opfer des Nazi-Terrors


Berlin - Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hat sich im Schloss Bellevue mit Angehörigen der Menschen getroffen, die Opfer der Anschläge und Morde einer Zwickauer Neonazi-Bande geworden sind. Das Gespräch in Wulffs Amtssitz war vertraulich.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Treffen zuvor als "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes" bezeichnet. Die Mordserie verurteilte sie erneut scharf: "Diese Taten sind nicht mehr und nicht weniger als ein Angriff auf unser demokratisches Gemeinwesen", sagte Merkel zu Beginn der Generaldebatte im Bundestag. Die in Schwarz gekleidete Regierungschefin las die Namen aller zehn erschossenen Opfer vor.

Während der Mordserie der Neonazis sind zwischen den Jahren 2000 und 2007 acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer sowie eine Polizistin ermordet worden. Zahlreiche Menschen wurden bei Anschlägen verletzt.

usp/dpa/dapd

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nettozahler 24.11.2011
1. Mahnmal
So wie es ja schon für die von den Faschisten ermordeten Zigeuner, Schwulen und Juden Mahnmale gibt und sich die Errichtung eines Mahnmales für die Opfer der kommunistischen SED Terrorsystems in der Planung befindet, sollte die Politik sich dem Gedanken der Errichtung eines entsprechendes Mahnmales für die ermordeten Muslime nicht verschliessen.
membot 24.11.2011
2. titel
Zitat von nettozahlerSo wie es ja schon für die von den Faschisten ermordeten Zigeuner, Schwulen und Juden Mahnmale gibt und sich die Errichtung eines Mahnmales für die Opfer der kommunistischen SED Terrorsystems in der Planung befindet, sollte die Politik sich dem Gedanken der Errichtung eines entsprechendes Mahnmales für die ermordeten Muslime nicht verschliessen.
Nur für die Muslime? Sollte also Ihrer Meinung nach dem ermordeten Griechen und der ermordeten Polizistin nicht gedacht werden? Was haben Sie bloß für eine eingeschränkte Sichtweise?
erwin777sti 24.11.2011
3. trauriger Anlass, aber politisch bestmögliche Reaktion.
Zitat von sysopEs ist ein Zeichen der Anteilnahme: Bundespräsident Wulff hat die Angehörigen der Opfer der Neonazi-Mordserie im Schloss Bellevue empfangen. Kanzlerin Merkel nannte die Zusammenkunft ein "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit" - und verurteilte die rechte Gewalt erneut scharf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,799607,00.html
Anerkennung, Herr Wulff ! *PS*: eine Bitte: laden Sie Justizminister & Innenminister von Bund & Ländern auch zu sich mit dem Ziel, den Damen & Herren Rechtsstaatlichkeit als die höchste Priorität in einer Demokratie zu vermitteln; merci.
Heinz-und-Kunz 24.11.2011
4. Sichtweise
Zitat von membotNur für die Muslime? Sollte also Ihrer Meinung nach dem ermordeten Griechen und der ermordeten Polizistin nicht gedacht werden? Was haben Sie bloß für eine eingeschränkte Sichtweise?
Das ist die, die durch die Medien vermittelt wird. Wenn es um Migranten und Integration geht, geht es zu 99% um Moslems. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass die anderen ethnischen Gruppen aus dem Blickfeld geraten.
mr_supersonic 24.11.2011
5. ...
Zitat von sysopEs ist ein Zeichen der Anteilnahme: Bundespräsident Wulff hat die Angehörigen der Opfer der Neonazi-Mordserie im Schloss Bellevue empfangen. Kanzlerin Merkel nannte die Zusammenkunft ein "Zeichen der Zuwendung und der Verbundenheit" - und verurteilte die rechte Gewalt erneut scharf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,799607,00.html
Wulff for President ;o) Schade dass die Merkel den Hrn Wulff quasi "deaktiviert" hat als Politiker, der mehr machen könnte als sehr begrüßenswerte Gesten. Man kann nur hoffen dass die permanente Unterschätzung der Gefahr durch rechte Gesinnung ein Ende hat.
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