Führungsstreit bei den Grünen: Trittin schließt Spitzenkandidaten-Trio aus

Wer soll die Grünen in den Bundestagswahlkampf führen? Die Parteispitze streitet seit Monaten darüber. Nun erteilte Fraktionschef Jürgen Trittin der Idee eines Führungstrios eine klare Absage. "Es bleibt bei der Doppelspitze", sagte er.

Fraktionschef Trittin mit Parteifreundinnen Roth, Künast (2011): Kein Spitzentrio gewünscht Zur Großansicht
dapd

Fraktionschef Trittin mit Parteifreundinnen Roth, Künast (2011): Kein Spitzentrio gewünscht

Berlin - Im Streit der Grünen um die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl hat der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin eine Dreierspitze abgelehnt. "Bundesvorstand und Parteirat haben eine Doppelspitze beschlossen - einstimmig", sagte Trittin "Zeit Online". "Es gibt ein geordnetes Verfahren, an das wir uns halten sollten: Anfang September wird entschieden, wie die beiden Spitzenkandidaten ausgewählt werden", sagte Trittin.

Bei den Realos gibt es Erwägungen, eventuell mit den beiden beliebten Parteilinken Trittin und Parteichefin Claudia Roth sowie einer noch ungenannten Vertreterin des eigenen Flügels in den Wahlkampf zu ziehen.

Über seine eigenen Ambitionen wollte sich Trittin nicht äußern. Auf Vorwürfe aus dem Realo-Lager, er könne als Spitzenkandidat aus dem linken Lager nicht die bürgerlichen Grünen-Wähler ansprechen, antwortete er aber, er stehe für die ganze Partei: "Die Grünen sind eine Partei links der Mitte."

Im Streit um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl behakt sich die Führungsspitze der Partei seit Monaten. Trittin gilt als sicherer Kandidat, doch die Besetzung des zweiten Postens ist völlig unklar.

fab/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Wahlkampf im Nichts
gabeljürge 25.07.2012
Bei allem Respekt: Die Rangeleien der grünen Platzhirsche und Damnpf-Kühe erscheinen mir ein wenig realitätsfremd. In meinem.zugegeben, ostdeutschen Umfeld sehe ich weit und breit niemanden, der Grün wählen würde. Und das liegt eniger am unsympathischen Personal als an den Themen und Positionen: Dem Ostdeutschen liegen Arbeitsplätze näher als spinnerte Öko-Bezüge. Die Mehrheit der Ostdeutschen fremdelt mit dem von Cohn-Bendit und anderen Euro-Nobilitäten diktierten Projekt eines, seien wir ehrlich, neo - liberalen Europäischen Bundesstaats und der Aufgabe nationaler Souveränität zugunsten Brüsseler Techno-Bürokratie. Die Ostdeutschen wollten die D-Mark, nicht aber den Euro. Und die eher konservativen Ostdeutschen werten das Recht auf Heimat stärker als die "Globalisierung" und "Multi-Kulturalisierung" ihres Fleckchens Erde. Soziale Sicherheit bedeutet ihnen mehr als Gauck'sches Freiheits-Gedöhns. Alles in allem: Die wütenden Piraten werden hier vielleicht gegen die konzeptionslose Linken punkten können - die mit dem unsäglichen Fischer verfetteten Grünen aber nicht. Weder die schreihälsige Roth noch der allzu intrigant empfundene Trittin oder gar der vor Arroganz schier platzende Ozdemir...
2. Wenn die Grünen...
achmed1 25.07.2012
Zitat von sysopWer soll die Grünen in den Bundestagswahlkampf führen? Die Parteispitze streitet seit Monaten darüber. Nun erteilte Fraktionschef Jürgen Trittin der Idee eines Führungstrios eine klare Absage. "Es bleibt bei der Doppelspitze", sagte er. Trittin schließt Dreierspitze bei Grünen für Bundestagswahl aus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,846202,00.html)
mit dem Exkommunisten Trittin und der Bandleaderin und Nöle der Nation Roth antreten, hat die CDU di Wahl gewonnen... Die beiden sind sooooooooooo links, das ein Grossteil der Wähler abgeschreckt wird....Roth als Ministerin, Gott bewahre uns.
3.
antilobby 25.07.2012
Wie wäre es mit einem Quad-Spitze? Dann käme neben Trittin und zwei egostarken Frauen noch einen weiteren Mann zum Zuge.
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