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Trotz Kampfrede Westerwelles FDP dümpelt weiter im Umfragetief

FDP-Chef Westerwelle: "Die Stimmung wendet sich"Zur Großansicht
dpa

FDP-Chef Westerwelle: "Die Stimmung wendet sich"

Ist Guido Westerwelle Schuld am Negativ-Image seiner Partei? Einer Umfrage zufolge bewertet nur jeder fünfte Bundesbürger die Führungsqualitäten des FDP-Chefs positiv. Westerwelle selbst beschwört: "Alles ist im Fluss."

Berlin - Die kämpferische Rede von FDP-Chef Guido Westerwelle zum Dreikönigstreffen sollte die Liberalen aus ihrem Umfragetief befreien. Doch offenbar hat der Auftritt wenig genützt: Die Regierungspartei konnte ihren Beliebtheitswert in der Sonntagsfrage nicht steigern. Im aktuellen ZDF-Politbarometer kommen die Liberalen wieder auf fünf Prozent - und müssten damit um ihren Wiedereinzug in den Bundestag bangen. In einer Forsa-Umfrage für "Stern" und RTL war die FDP zuletzt sogar nur auf drei Prozent gekommen.

Jede Woche wird auch nach Sympathie und Leistung von Spitzenpolitikern gefragt, bewertet auf einer Skala von +5 bis -5: Im Ranking der zehn wichtigsten Politiker bildet Westerwelle demnach weiterhin unverändert das Schlusslicht mit einem Wert von Minus 1,5.

Der Vizekanzler gab sich dennoch zuversichtlich. "Wir wollen keine Umfragen gewinnen, wir wollen Wahlen gewinnen. Alles ist im Fluss", sagte Westerwelle dem "Hamburger Abendblatt". Umfragen seien Momentaufnahmen. "Die Stimmung wendet sich, wenn die liberalen Erfolge sichtbarer werden und die Alternative, nämlich linke Mehrheiten, nicht überzeugt."

Für Hamburg, wo die FDP bislang nicht der Bürgerschaft angehört, schloss der Parteivorsitzende eine sozialliberale Koalition nicht aus. Die Bürger der Hansestadt wählen am 20. Februar eine neue Bürgerschaft. Die FDP müsse zum Schlüsselfaktor bei der Regierungsbildung werden, sagte Westerwelle. Umfragen sehen die Elbliberalen bei vier Prozent.

Umfragekönig Guttenberg

Die beiden großen Parteien starteten leicht gestärkt ins Wahljahr. Union und SPD legten in der Umfrage vom Freitag jeweils einen Punkt zu. Demnach verbessert sich die CDU/CSU auf 35 Prozent, die SPD auf 29 Prozent. Die Linke verschlechtert sich um einen Punkt und erreicht acht Prozent. Die Grünen geben ebenfalls einen Punkt ab und kommen auf 18 Prozent. Die sonstigen Parteien liegen zusammen bei fünf Prozent. Somit hätten weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün zur Zeit eine Regierungsmehrheit.

Das Politiker-Ranking führt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit großem Abstand an. Auf Platz zwei folgt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, auf Platz drei Bundeskanzlerin Angela Merkel. Westerwelle stellen lediglich 22 Prozent ein gutes Zeugnis als Parteichef aus. 44 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, dass die FDP unter einem anderen Vorsitzenden als Westerwelle größere Chancen bei Wahlen hätte, 50 Prozent verneinen dies allerdings.

Der wegen der Kommunismusdebatte in die Kritik geratenen Linken-Spitze werden im Politbarometer schlechte Führungsqualitäten bescheinigt. Nur 18 Prozent der Befragten sagen, die beiden Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst führten die Partei gut.

Für das aktuelle Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 11. bis 13. Januar 1245 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch.

amz/Reuters/dpa/AFP

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Bei wem?
Zitat von sysopDie Spannung war groß: Mit seiner Rede beim Dreikönigstreffen der Liberalen wollte Guido Westerwelle seine Partei aus dem Tief holen. Hat er dabei gepunktet?
Bei wem?
LocoGrande 06.01.2011
Eine Rede voller Widersprüche, voller Selbstbeweihräucherung und voller Realitätsverlust. Wenn das der große Wurf für die Medien gewesen ist, dann weiss man, was die Stunde in der Medienrepublik geschlagen hat.
Eine Rede voller Widersprüche, voller Selbstbeweihräucherung und voller Realitätsverlust. Wenn das der große Wurf für die Medien gewesen ist, dann weiss man, was die Stunde in der Medienrepublik geschlagen hat.
Paul-Merlin 06.01.2011
aber seine Pöstchen kann er jetzt noch ein wenig behalten, bis nach den absehbaren Wahldebakeln.
Zitat von sysopDie Spannung war groß: Mit seiner Rede beim Dreikönigstreffen der Liberalen wollte Guido Westerwelle seine Partei aus dem Tief holen. Hat er dabei gepunktet?
aber seine Pöstchen kann er jetzt noch ein wenig behalten, bis nach den absehbaren Wahldebakeln.
Harald E 06.01.2011
Das muss der große Wurf sein. Merkel, Gutti, vdL, Seehofer und Co. sind ganz begeistert von Westerwelle. Unsere politische Führungselite sieht wohl Fähigkeiten in ihm, die 97% der Bevölkerung verborgen bleiben.
Zitat von LocoGrandeEine Rede voller Widersprüche, voller Selbstbeweihräucherung und voller Realitätsverlust. Wenn das der große Wurf für die Medien gewesen ist, dann weiss man, was die Stunde in der Medienrepublik geschlagen hat.
Das muss der große Wurf sein. Merkel, Gutti, vdL, Seehofer und Co. sind ganz begeistert von Westerwelle. Unsere politische Führungselite sieht wohl Fähigkeiten in ihm, die 97% der Bevölkerung verborgen bleiben.
zynik 06.01.2011
Weiter so. Mehr war nicht. Aber wer hat bitte ernsthaft etwas anderes erwartet? Die Ideologie dieser Partei lässt garnichts anderes zu.
Zitat von sysopDie Spannung war groß: Mit seiner Rede beim Dreikönigstreffen der Liberalen wollte Guido Westerwelle seine Partei aus dem Tief holen. Hat er dabei gepunktet?
Weiter so. Mehr war nicht. Aber wer hat bitte ernsthaft etwas anderes erwartet? Die Ideologie dieser Partei lässt garnichts anderes zu.
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