Tsunami 2004 Gauck würdigt Engagement der Katastrophenhelfer

"Große Hilfsbereitschaft und mutige Retter": Bundespräsident Joachim Gauck gedenkt zum zehnten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe der Opfer. Und er dankt den Helfern und Spendern für ihren Einsatz.

Bundespräsident Joachim Gauck (Archiv): "Zusammenhalt im Kleinen wie im Großen"
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Bundespräsident Joachim Gauck (Archiv): "Zusammenhalt im Kleinen wie im Großen"


Berlin - "Die Bilder von damals haben ihren Schrecken nicht verloren." Bundespräsident Joachim Gauck hat zum zehnten Jahrestag der Tsunami-Flutkatastrophe im Indischen Ozean der Opfer gedacht und den vielen Helfern und Spendern gedankt. Für zahlreiche Menschen sei der 26. Dezember "ein Tag der Furcht vor dem eigenen Trauma", erklärte Gauck. "Die Angst vor dem Ertrinken, der Verlust von geliebten Menschen, das tage-, manchmal wochenlange Bangen um ihre Wiederkehr haben Spuren hinterlassen."

Bei aller Traurigkeit sei dieses Datum aber auch zum "internationalen Symbol dafür geworden, welche Kraft aus Zusammenhalt im Kleinen wie im Großen erwachsen" könne.

Denn außer an die Angst erinnerten sich Betroffene auch an die große Hilfsbereitschaft, die sie erfahren hätten, so Gauck. "Einheimische und Touristen fanden sich damals in einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, die bis heute spürbar ist", erklärte der Bundespräsident. Er verwies auf Augenzeugen, die von mutigen Rettern berichteten und dafür zutiefst dankbar seien. "Diesem Dank möchte ich mich - persönlich und besonders im Namen der deutschen Opfer und ihrer Familien - anschließen", sagte Gauck.

Gedenkfeier von Angehörigen und Überlebenden aus Deutschland

Rund um den Indischen Ozean gedenken am zweiten Weihnachtstag Zehntausende Menschen der Opfer des verheerenden Tsunamis. Die durch ein gewaltiges Erdbeben unter dem Meeresboden ausgelösten Riesenwellen tötete in 14 Ländern mehr als 220.000 Menschen. Am schlimmsten betroffen waren die indonesische Provinz Aceh, Sri Lanka, Indien und Thailand. In Südthailand kamen mehr als tausend ausländische Touristen um, darunter 534 Deutsche.

Einige Dutzend Angehörige von deutschen Opfern und Überlebende aus Deutschland sind zum Jahrestag nach Südthailand gereist. Sie nehmen am Freitag an einer Gedenkveranstaltung am Strand teil, bei der eine Grußbotschaft von Gauck verlesen wird.

Ausdrücklich würdigte der Bundespräsident die Menschen vor Ort, "deren Engagement und Ausdauer einen beispiellosen Wiederaufbau getragen" hätten. Die gemeinsamen Anstrengungen hätten auch langfristige Projekte wie die neuen Tsunami-Frühwarnsysteme ermöglicht.

Seit dem Jahr 2011 gibt es im Indischen Ozean ein vom Geoforschungszentrum Potsdam mitentwickeltes Tsunami-Frühwarnsystem. Dieses warnt Anrainerstaaten im Katastrophenfall.

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sun/AFP/dpa

insgesamt 6 Beiträge
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Kurt2.1 26.12.2014
1. .
Die Menschen waren angesichts dieser Katastrophe hilfsbereit wie immer bei irgendwelchen schlimmen Ereignissen welcher Art auch immer. Im Radio wurde in diesem Zusammenhang von 500 Mio. Spendengelder, die veruntreut wurden berichtet, allein aus den Tsunami-Spenden. Es fällt zunehmend schwerer, hilfsbereit zu sein, wenn nicht gesichert ist, dass die Hilfe geschützt wird und auch beim richtigen Empfänger eintrifft. Der Rückgang der Spendenbereitschaft, die Herr Seiters beklagt, ist sicher nicht verwunderlich.
Hilfskraft 26.12.2014
2. warnen und würdigen ...
... ist seine Aufgabe. Gut! Haben wir das auch abgehakt ...
wladimir.andropowitsch 26.12.2014
3. Zu feige um auf die Realkorruption und den Spendendiebstahl hinzuweisen
Der gute Mann gehört wirklich auf den großen Haufen der Systemclaquateure. Wir sollten für einen großen Chapeau Claque sammeln, damit dieser Herr Bundespräsident ihn immer in die Luft schmeissen kann, wenn er mal wieder seine systemstabilisierenden und systemdienlichen Begeisterungsschwadronierereien zum besten gibt. Wer sich vor Ort umschaut und genau analysiert, mit welchen "Bruchbuden", "Pappmascheschuppen" und "Rohbauten" den Menschen dort "geholfen" wurde, der kommt fix auf die Einsicht, womit er es bei diesen "Hilfsorganisationen" in der Praxis zu tun hat. Geldabschöpfungorganisationen, die der einschlägigen Organisationselite und den Benefizexzellenzen einen richtig ordentlichen Batzen einbringen.
derwahredemokrat 26.12.2014
4. Ein zynischer alter Mann
Die Biologie wird uns von ihm befreien - irgendwann.
norden-17 27.12.2014
5. hallo herr gaukel
Bitte nicht schon wieder den Begünstigten der Staatssicherheit der DDR zu Wort kommen lassen. Ich kann diesen Heuchler wirklich nur schwer ertragen.
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