Berlin-Besuch: Tunesien spendet Datteln für Hochwasserhelfer

Angela Merkel, Ali Larajedh: Der tunesische Staatschef hilft mit zwei Tonnen Datteln Zur Großansicht
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Angela Merkel, Ali Larajedh: Der tunesische Staatschef hilft mit zwei Tonnen Datteln

Es ist ein Dankeschön an die Tausenden Helfer, die seit Tagen gegen das Hochwasser ankämpfen: Zwei Tonnen Datteln hat Tunesiens Ministerpräsident Larajedh bei seinem Berlin-Besuch Kanzlerin Merkel überreicht. Das THW soll die Früchte nun verteilen.

Berlin - Ein ungewöhnliches Geschenk hat der tunesische Ministerpräsident Ali Larayedh nach Berlin mitgebracht: Die Hochwasserhelfer in Deutschland erhalten von Tunesien zwei Tonnen Datteln, verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Treffen mit ihrem Amtskollegen. Merkel will die Datteln über das Technische Hilfswerk (THW) an die Männer und Frauen in den Flutgebieten verteilen lassen. "Ich glaube, die Menschen wissen das sehr zu schätzen", bedankte sich die Regierungschefin.

Das gewaltige Elbehochwasser erreichte am Freitag Sachsen-Anhalt. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) besuchte den Zusammenfluss von Elbe und Saale in Lödderitz. Die Bundeswehr kämpft dort mit Sandsäcken, Hubschraubern und Radpanzern gegen die Flut. Für die Soldaten ist es einer der größten Einsätze seit Jahren - größer noch als bei der Flut 2002. "Es stehen ausreichend Kräfte zur Verfügung", sagte de Maizière.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bat Versicherungsunternehmen, Hochwasseropfern den Versicherungsschutz nicht zu verwehren. "Sprechen Sie keine Schadensfallkündigung aus", sagte Tillich im Bundesrat. Er hofft, dass ebenso wie 2002 ein Hilfsfonds des Bundes aufgelegt wird. Auch Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sagte, für die Beseitigung der Schäden und den Wiederaufbau würden erhebliche Summen benötigt. Nötig sei deshalb auch Hilfe von der Europäischen Union.

Mehr als elf Milliarden Euro Schaden befürchtet

Kanzlerin Merkel hatte bereits am Dienstag eine Soforthilfe in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt - und weitere Hilfen angekündigt. 2002 hatten Bund und Länder einen "Aufbaufonds" mit einem Ausgabevolumen von 7,1 Milliarden Euro aufgesetzt. Damit wurden Firmen und Privatleute unterstützt sowie zerstörte öffentliche Infrastruktur wieder aufgebaut.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befürchtet jedoch, dass die Beseitigung der Flutverwüstungen mehr als elf Milliarden Euro kostet. "In einigen Regionen dürfte das Ausmaß der Schäden eher größer sein als 2002", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Freitag. Allerdings sei die Lage zu unübersichtlich, um das Ausmaß abschließend feststellen zu können. Nach Angaben der Bundesregierung betrug der Gesamtschaden in Deutschland 2002 rund 13 Milliarden Euro.

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Hochwasser: Land unter an Flüssen

tob/dpa/Reuters

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insgesamt 14 Beiträge
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1.
thomas_gr 07.06.2013
Das ist doch mal nett. Den Helfern wird die hohe Energiedichte der Datteln helfen.
2. Noch mehr Hilfe bitte!
Joaquin Ballaguer 07.06.2013
Herrlich diese Hilfe von Tunesien!! Hoffentlich folgen dem guten Beispiel noch andere Länder, wie z. B. Bolivien mit ein paar Tonnen Kokablättern!
3. Merkels hohle Phrasen
tulius-rex 07.06.2013
"Ich glaube, die Menschen wissen das sehr zu schätzen", bedankte sich die Regierungschefin. Merkel, die Meisterin der hohlen und nichtssagenden Phrasen. Man könnte Bände mit diesen abseitigen Wort- und Satzverirrungen füllen. Der Deutsche erduldet es lammfromm, vielleicht liegt es daran, dass ihr ohnehin niemand mehr zuhört und alle nur noch geblendet auf die Farbe des aktuellen Jacketts starren.
4. Geste
partey 07.06.2013
Eine sehr liebenswürdige Geste. Der Kommentar dieser bunten Frau hat allerdings etwas sarkastisches. Gute PR vom Tunesischen Chef !
5. optional
serene 07.06.2013
Eine feine Geste, ist doch die Dattelpalme in der Bibel der Baum des Lebens, und in arabischen Ländern meint man, auch die grössten Anstrengungen liessen sich meistern, so lange man eine Dattel im Gepäck hat. Frau Merkel hätte sich einfach nur bedanken können, aber in der Politik geht's wohl nicht ohne Floskeln.
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