Betreuung im Westen Recht auf Kitaplatz lässt Quote steigen

Immer mehr Kinder unter drei Jahren gehen in Westdeutschland in eine Krippe: In einem Drittel der Kreise und Städte lag die Betreuungsquote laut dem Statistischen Bundesamt bei mindestens 30 Prozent.

Händewaschen in der Krippe: Immer mehr Kinder im Westen gehen in die Kita
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Händewaschen in der Krippe: Immer mehr Kinder im Westen gehen in die Kita


Wiesbaden - Der Westen holt auf: Immer mehr Kleinkinder unter drei Jahren besuchen laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden eine Kindertagesstätte. In den alten Bundesländern wurden zum Stichtag 1. März 2014 deutlich mehr Kinder unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung oder Tagespflege betreut als vor Inkrafttreten des Gesetzes.

Seit August 2013 gilt für Kinder mit Beginn des zweiten Lebensjahres ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Trotzdem finden nicht alle Eltern einen Platz für ihr Kind; immer wieder wird auch über Qualitätsprobleme bei der Betreuung berichtet.

Laut den aktuellen Zahlen lag die Betreuungsquote in einem Drittel der 325 Kreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland bei mindestens 30 Prozent. "Gegenüber dem Jahr 2013 hat sich die Zahl dieser Kreise nahezu verdoppelt", berichtet das Bundesamt.

Insgesamt lag die Betreuungsquote im Westen mit 27,4 Prozent immer noch deutlich unter der Betreuungsquote in Ostdeutschland von 52 Prozent. Die bundesweit höchsten U3-Betreuungsquoten gab es im brandenburgischen Frankfurt an der Oder mit 63 Prozent, im Landkreis Elbe-Elster und im Landkreis Wittenberg mit jeweils 62,8 Prozent. In Westdeutschland wurden die höchsten Werte in der baden-württembergischen Universitätsstadt Heidelberg (46,9 Prozent), in Hamburg (43 Prozent) und im bayerischen Landkreis Coburg (42,4 Prozent) erreicht. Schlusslicht ist das Berchtesgadener Land in Bayern mit 13,9 Prozent.

Bei den Kindern im Alter von zwei Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise und kreisfreien Städte eine Betreuungsquote von knapp 80 Prozent. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 9 der insgesamt 325 Kreise und Städte erreicht. Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter einem Jahr: Hier lag die Quote in Ostdeutschland (Berlin eingeschlossen) bei 4,3 Prozent, in Westdeutschland bei 2,5 Prozent.

Bei der Qualität der Betreuung wollen die Familienminister von Bund und Ländern noch nachrüsten - bundesweite Qualitätsstandards sollen etabliert werden. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte im November, die Länder sollten für die Sprachförderung in Kitas bis 2017 insgesamt 500 Millionen Euro erhalten.

vek/dpa

insgesamt 65 Beiträge
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Der Emigrant 20.02.2015
1. Irgendwie verrückt
Kinder brauchen Ihre Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Unglaublich, dass 30 % der Eltern ihre Kinder schon abschieben, wenn diese noch keine drei Jahre alt sind. Für was eigentlich? Um die Gier nach noch mehr Tablets und glänzenden Autos zu befriedigen? Um im Hansterrad mittreten zu können? Kein Wunder, wenn diese Gesellschaft immer mehr über die Wupper geht. Wer nur ein Jahr für sein Kind Zeit hat und dann unbedingt wieder als Schuldsklave malochen will, sollte das Kinderkriegen doch gleich einstellen und denen überlassen, die mehr Verantwortung haben. So machen, als wollen sie Kinder, können sie ja trotzdem, es gibt ja Verhütungsmittel.
Furchensumpf 20.02.2015
2.
Zitat von Der EmigrantKinder brauchen Ihre Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Unglaublich, dass 30 % der Eltern ihre Kinder schon abschieben, wenn diese noch keine drei Jahre alt sind. Für was eigentlich? Um die Gier nach noch mehr Tablets und glänzenden Autos zu befriedigen? Um im Hansterrad mittreten zu können? Kein Wunder, wenn diese Gesellschaft immer mehr über die Wupper geht. Wer nur ein Jahr für sein Kind Zeit hat und dann unbedingt wieder als Schuldsklave malochen will, sollte das Kinderkriegen doch gleich einstellen und denen überlassen, die mehr Verantwortung haben. So machen, als wollen sie Kinder, können sie ja trotzdem, es gibt ja Verhütungsmittel.
Schon mal dran gedacht, dass manche Menschen gar keine Wahl haben, weil das Geld von irgendwo her kommen muss? Würden sie es nicht machen, käme bestimmt der nächste Vorwurf, dass sie anderen nur auf der Tasche liegen. Wie man es halt gerade braucht. Und schon mal daran gedacht, dass es durchaus gut sein kann für die Kinder? Ja, Kinder brauchen ihre Eltern. Aber Kinder brauchen auch andere Kinder. Unser Sohn ist mit 2 1/2 Jahren in die Kita gekommen, und das war das beste für ihn. Er geht sehr gerne in den Kindergarten, hat da seine Freunde und eine Förderung, die Eltern Kindern bei noch so großer Anstrengung nicht bieten könne. Nach ihrer Logik müsste unser Kind ja ziemlich gestört sein, das Gegenteil ist aber der Fall: Er hat ein sehr ausgeprägtes Sozialverständnis und ist auch in anderen Dingen seinem Alter weit voraus. Aber verbreiten Sie ruhig weiter das Märchen von Eltern, die ihre Kinder "abschieben"...
bratwurst007 20.02.2015
3.
Zitat von Der EmigrantKinder brauchen Ihre Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Unglaublich, dass 30 % der Eltern ihre Kinder schon abschieben, wenn diese noch keine drei Jahre alt sind. Für was eigentlich? Um die Gier nach noch mehr Tablets und glänzenden Autos zu befriedigen? Um im Hansterrad mittreten zu können? Kein Wunder, wenn diese Gesellschaft immer mehr über die Wupper geht. Wer nur ein Jahr für sein Kind Zeit hat und dann unbedingt wieder als Schuldsklave malochen will, sollte das Kinderkriegen doch gleich einstellen und denen überlassen, die mehr Verantwortung haben. So machen, als wollen sie Kinder, können sie ja trotzdem, es gibt ja Verhütungsmittel.
Was für ein absolut diffamierender Unsinn. Selbst Kinder? Ja? Nen Mann, der schaffen geht? Na dann ist ja gut. Keine Kinder? Aha. Was genau wollen Sie ausdrücken?
fridagold 20.02.2015
4.
Zitat von Der EmigrantKinder brauchen Ihre Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Unglaublich, dass 30 % der Eltern ihre Kinder schon abschieben, wenn diese noch keine drei Jahre alt sind. Für was eigentlich? Um die Gier nach noch mehr Tablets und glänzenden Autos zu befriedigen? Um im Hansterrad mittreten zu können? Kein Wunder, wenn diese Gesellschaft immer mehr über die Wupper geht. Wer nur ein Jahr für sein Kind Zeit hat und dann unbedingt wieder als Schuldsklave malochen will, sollte das Kinderkriegen doch gleich einstellen und denen überlassen, die mehr Verantwortung haben. So machen, als wollen sie Kinder, können sie ja trotzdem, es gibt ja Verhütungsmittel.
Lesen Sie doch bitte mal die Nachrichten! Erst gestern wurde von stetig steigender Armut berichtet. Die Löhne sind seit 15 Jahren praktisch nicht gewachsen. In vielen Familien kann man es sich heute einfach nicht mehr leisten, das einzige, teuer angesparte Kind NICHT mit einem Jahr in die Kita zu geben, damit beide Eltern arbeiten können. Aus Verantwortungsgefühl heraus, sein Kind NICHT mit HartzIV großzuziehen, sondern ihm ein gesellschaftlich akzeptiertes Leben vorzuleben. Wenn Sie weniger Kinder in Kitas wollen, erhöhen Sie die Löhne!
lucoro 20.02.2015
5.
Zitat von Der EmigrantKinder brauchen Ihre Eltern, um sich gesund zu entwickeln. Unglaublich, dass 30 % der Eltern ihre Kinder schon abschieben, wenn diese noch keine drei Jahre alt sind. Für was eigentlich? Um die Gier nach noch mehr Tablets und glänzenden Autos zu befriedigen? Um im Hansterrad mittreten zu können? Kein Wunder, wenn diese Gesellschaft immer mehr über die Wupper geht. Wer nur ein Jahr für sein Kind Zeit hat und dann unbedingt wieder als Schuldsklave malochen will, sollte das Kinderkriegen doch gleich einstellen und denen überlassen, die mehr Verantwortung haben. So machen, als wollen sie Kinder, können sie ja trotzdem, es gibt ja Verhütungsmittel.
Selten so einen Dünn***** gelesen. Furchensumpf hat ja schon sehr passend geantwortet. Hier geht es nicht ums Abschieben. Zum einen ist der Kindergarten ein positives Element der Erziehung wie Furchensumpf schon richtig darstellt. Zum anderen haben junge Familien meistens keinen Goldesel im Keller stehen. Die Familiengründung fällt zeitlich oft mit anderen Dingen zusammen wie z.B. einem Immobilienerwerb. Wer sich da finanziell erlauben kann ein paar Jahre nicht zu arbeiten, gehört wohl zu den oberen 10.000! Viele können sich auch eine mehrjährige Auszeit im Job nicht erlauben, denn dann ist man schnell ausgetauscht. Tolle Logik, dann lieber keine Kinder zu bekommen. Lieber ne arbeitslose Mama zuhause als eine glückliche Kindheit ohne sich ständig um die Existenz sorgende Eltern. Warum dann Kinder in die Schule abschieben? Heimunterricht juhu! Warum Kinder eine Ausbildung machen oder studieren lassen? Einfach zuhause als Haushälterin einsetzen, dann ist es auch immer schön bei ihren Eltern
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