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Hungerstreik: Steinmeier fordert Freilassung ukrainischer Pilotin

Nadija Sawtschenko (Archiv): Die ukrainische Pilotin hungert für ihre Freilassung Zur Großansicht
REUTERS

Nadija Sawtschenko (Archiv): Die ukrainische Pilotin hungert für ihre Freilassung

Die Bundesregierung kämpft für die Freilassung von Nadija Sawtschenko. Die ukrainische Pilotin ist seit zwei Monaten im Hungerstreik gegen ihre russische Untersuchungshaft. Ihr Zustand verschlechtert sich rapide.

Berlin - Die Bundesregierung hat Russland aufgefordert, die ukrainische Kampfpilotin Nadija Sawtschenko freizulassen. Der Grund sei ihr besorgniserregender Gesundheitszustand. Das gab ein Sprecher des Auswärtigen Amts bekannt.

Seit mehr als zwei Monaten protestiert die 33-Jährige mit einem Hungerstreik gegen ihre Untersuchungshaft. Deutsche Ärzte hatten sie Mitte Februar untersucht. Da Russland und Deutschland Stillschweigen über die am Rande der humanitären Aktion geführten Gespräche vereinbart hatten, wollte der Sprecher keine Details nennen.

Im Juni war Sawtschenko von Separatisten in der Ostukraine gefangen genommen und in Russland inhaftiert worden. Moskau wirft ihr vor, an der Tötung von zwei russischen Journalisten im Konfliktgebiet beteiligt gewesen zu sein. Sie soll wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt werden. Neben Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) setzten sich weitere EU-Außenminister und die USA für Sawtschenkos Freilassung ein.

kry/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 17 Beiträge
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1. Freilassung bei erwiesener Unschuld
csapo-f 23.02.2015
Da ihre Inhaftierung mittlerweile zum Politikum ersten Ranges geworden ist, sollte man ihr auf jeden Fall einen fairen Prozeß garantieren. Dies scheint angesichts der emotionsgeladenen Atmosphäre nur möglich, wenn internationale Beobachter und Experten einbezogen werden. Immerhin geht es hier nicht nur um ihre Person, sondern auch um das Leben bzw. Tod von zwei Jounalisten. Die Forderung der Bundesregierung, sie sofort und gleich - vor der einwandfreien Klärung des Falles - freizulassen, ist doch absurd. Auch angesichts der Tatsache, dass zur Zeit in der Ostukraine Menschen - Russen, Ukrainer oder andere Nationalitäten - quasi am laufenden Band massakriert werden.
2.
meierxx 23.02.2015
sie wird wegen beihilfe zum mord an zwei journalisten angeklagt. werden bei uns angeklagte auch freigelassen wenn sie in den hungerstreik treten?? einfach nur pervers, die bundesregierung kämpft für die freilassung einer person die vll zivilisten auf den gewissen hat. die bundesregierung sollte sich lieber mit nachdruck an die usa wenden wo unschuldige noch nicht mal vor gericht gestellt werden, sondern gefoltert werden und dann irgendwann wenn sie psychische wracks sind abgeschoben werden. ich könnte kotzen bei so einer doppelmoral.
3.
egoneiermann 23.02.2015
Zitat von meierxxsie wird wegen beihilfe zum mord an zwei journalisten angeklagt. werden bei uns angeklagte auch freigelassen wenn sie in den hungerstreik treten?? einfach nur pervers, die bundesregierung kämpft für die freilassung einer person die vll zivilisten auf den gewissen hat. die bundesregierung sollte sich lieber mit nachdruck an die usa wenden wo unschuldige noch nicht mal vor gericht gestellt werden, sondern gefoltert werden und dann irgendwann wenn sie psychische wracks sind abgeschoben werden. ich könnte kotzen bei so einer doppelmoral.
Oha hier ist also der Putinstammtisch gleichzeitig der Richter. Klar ist sie schuld, sonst würde sie ja nicht angeklagt. Sowas gab es schon mal in Russland, als eine Festnahme schon ein Verurteilung bedeutete. Dass an dem Fall einiges merkwürdig ist, sollte jedem auffallen, der sich auch nur am Rand mit ihm befasst. Und wer hier einen Dicken auf Rechtsstaatlichkeit macht: Gab es ein Auslieferungsersuchen von Russland, oder warum wurde sie nach Russland gebracht. Üblicherweise klagt ein Staat selbst seine Bürger an, und lässt das nicht ein Nachbarland machen. Aber wahrscheinlich rede ich wieder gegen eine Wand, Russland kann nichts falsch machen, also macht Herr Steinmeier den Fehler.l Ist eben einfach so als Putinist, man muss sich nicht mit Denken abgeben.
4. Fair
walter kuckertz 23.02.2015
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Putins Reich wer auch immer mit einem fairen Prozess rechnen kann. Allein die Umstände um die Festnahme durch Putins Soldateska in der Ostukraine und die anschließende Inhaftierung in Russland sind dubios.
5. Journalisten töten ist überall eine Straftat
TommyN 23.02.2015
Journalisten töten ist überall eine Straftat, wenn der Verdacht sich bestätigt, gehört sie in Haft!
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