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Ukraine-Krise: Russlandpolitik spaltet Koalition

CSU-Chef Seehofer: Der Westen müsse zusammenstehen Zur Großansicht
DPA

CSU-Chef Seehofer: Der Westen müsse zusammenstehen

Der Streit um den richtigen Umgang mit Russland erreicht jetzt auch die Große Koalition. CSU-Chef Seehofer fordert im SPIEGEL, dass sich die SPD hinter Merkels strenge Linie stellt.

Die Russlandpolitik sorgt für Unruhe in der Bundesregierung. Er werde das Thema beim Koalitionsausschuss am Dienstag zur Sprache bringen, sagte CSU-Chef Horst Seehofer dem SPIEGEL.

(Lesen Sie die ganze Geschichte hierim aktuellen SPIEGEL.)

"Ich will dann Klarheit von Sigmar Gabriel: Unterstützt die SPD die Bemühungen unserer Kanzlerin oder nicht?" Der Westen müsse zusammenstehen, mahnte Seehofer. Das gelte erst recht für die Bundesregierung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Russland in der vergangenen Woche vorgeworfen, dass internationale Recht mit Füßen zu treten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier rief hingegen zur Mäßigung auf. "Ich kenne Herrn Steinmeier als besonnenen Diplomaten. Und wir brauchen auch den Dialog mit Russland", sagte Seehofer. "Doch wenn Herr Steinmeier eine eigene Diplomatie neben der Bundeskanzlerin betreibt, so wäre das brandgefährlich."

Auch in seiner Partei gebe es allzu russlandfreundliche Strömungen, die er in Schach halten müsse, sagte der CSU-Chef. "Die sagen sonst: Warum gestatten wir der SPD diese russlandfreundliche Haltung, den eigenen Leuten innerhalb der CSU aber nicht?"

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1. Kalte Krieger
SanchosPanza 23.11.2014
Es wäre sinnvoller, der CDU und der CSU gelänge es, die Kalten Krieger in ihren Reihen einzubremsen, ehe sie für den Frieden und den Wohlstand in Europa noch größeren Schaden anrichten.Die SPD hat das wie es scheint, begriffen.
2. Seehofer ist der typische egoistische Bajuware, Deutsche
Eppelein von Gailingen 23.11.2014
Der Westen müsse zusammen stehen. Dabei fällt das Sprichwort ein: "Einsicht ist der erste, oder beste Weg zur Besserung". Die gemachten Fehler einsehen, liegt aber und gerade Seehofer und Merkel abwegig fern. Denn diese Politiker machen doch nie Fehler. Es ist grundsätzlich immer der Böse, der Andere. In diesem Fall Putin und Russland.Zuerst lässt man in D grundsätzlich heraushängen, was wollt ihr denn. Wir können alles besser.Das Verhaltens-Beispiel unserer National-Kicker in Brasilien hat so schön gezeigt, wie sich der aufgeblasene Deutsche präsentieren kann, in dem er bescheiden bleibt.Gerade die Außenpolitik der Union ist Käse von vorn bis hinten. Anstatt ein Beispiel an Steinmeier zu nehmen, ihn gewähren lassen, wird jetzt kleinkariert gestritten, wer mit welcher Richtung recht hat.Scheiß Politik fällt einem dabei nur ein. In der Union und der SPD müssen sie alle noch lernen, warum man den Ast auf dem man sitzt nicht selbstgefällig absägt. Nicht wundern, wenn der Freie Fall weh tut.
3. Gelebte Demokratie
Zaphod 23.11.2014
Herr Seehofer ist ein Musterbeispiel für einen Demokraten. Wer innerhalb seiner Partei oder auch in einer anderen Partei anderer Meinung ist, muss mundtot gemacht werden. Anstatt die anderen Meinungen zu hören und zu überdenken, werden sie unterdrückt.Es bleibt zu hoffen, dass es zunehmend Politiker gibt, die einen anderen Kurs gegenüber Russland einschlagen wollen, damit endlich eine Deeskalation beginnen kann. Wer kriegstreiberisch unterwegs ist, sollte in Deutschland nicht viel Macht haben!
4. Man kann sagen..
minando 23.11.2014
...dass Russlands Propagandaarbeit hervorragend funktioniert. Offenbar hat man eine Menge dazugelernt. Das Ziel, einen Keil zwischen die Mitglieder der EU zu treiben, hat man wohl erreicht. Sogar innerhalb der einzelnen Laender...sehr beeindruckend.
5. Seehofer
El pato clavado 23.11.2014
Der Mann ist ein Schilfrohr im Winde.Im Moment ist Putin der grosse Satan, also klar,Horst schliesst sich den Grossen dieser Welt an .Ausserdem weiss er,gewinnt die SPD die nächsten Wahlen,hat er und seine CSU Truppe ausgespielt
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