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Sanktionen gegen Putin: Schröders Chance

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Ex-Kanzler Schröder: Was ist die Putin-Freundschaft wert?

Mit den neuen Sanktionen droht der Konflikt zwischen Russland und dem Westen weiter zu eskalieren. Für einen liegt darin eine Chance: Gerhard Schröder. Jetzt kann der Ex-Kanzler zeigen, was seine Freundschaft zu Wladimir Putin wirklich wert ist.

Europa rafft sich auf. Am Montag gibt die Kommission Details zur neuen Sanktionsrunde bekannt. Am Dienstag sollen die EU-Botschafter die Strafmaßnahmen beschließen. Dann werden russische Konten eingefroren, Reisesperren erteilt, Konzerne isoliert. Wir können auch anders, so die Botschaft.

Die harte Linie kommt spät, aber vielleicht gerade noch rechtzeitig. Bei all der Kälte, mit der der russische Präsident Wladimir Putin auf den Abschuss der MH17 reagiert hat und all seinem Desinteresse, den Konflikt in der Ukraine ernsthaft zu beruhigen, blieb der EU nichts anders übrig.

Jetzt gilt es, trotz aller Eskalation Gesprächskanäle nach Moskau offen zu halten. Putin wird es nach den jüngsten Sanktionsentscheidungen eher noch schwerer fallen, auf seine Gegner zuzugehen. Eine jahrelange Eiszeit aber können sich weder der Westen, noch der Mann in Moskau und schon gar nicht die Ukraine leisten. Deshalb muss weiter geredet werden.

Der letzte Verbliebene mit gutem Draht nach Moskau

Nur: Wer kann jetzt beim Kreml noch etwas erreichen? Die Obama-Regierung? Angela Merkel? Frank-Walter Steinmeier? Die dürften jetzt erst mal die Sanktionen wirken lassen wollen. Man mag es kaum glauben, aber der womöglich letzte Verbliebene, der jetzt noch im Kreml für ein Umdenken sorgen könnte, ist Gerhard Schröder. Ja, richtig. Jener Schröder, der sich im April nicht zu schade war, auf dem ersten Höhepunkt der Ukraine-Krise eine Sause mit Putin zu feiern.

Die Bilder von der Party in Sankt Petersburg wirken im Rückblick noch irritierender als damals schon. Und es ist nachvollziehbar, wenn jetzt namhafte Außenpolitiker den Ex-Kanzler auffordern, sich öffentlich von Putin loszusagen. Ein natürlicher Reflex.

Aber das Gegenteil ist hilfreicher. Schröder hat einen Draht zu Putin, er macht mit ihm Geschäfte, und wenn die heikle Freundschaft nicht reine Fassade ist, müsste Schröder ihm auch beibringen können, dass es im Sinne des Kreml ist, umzusteuern. Und endlich die Grenzen zu sichern, die Regierung in Kiew anzuerkennen, den Waffennachschub für die Separatisten zu stoppen.

Würde die Schröder'sche Einzeldiplomatie der Bundesregierung in die Quere kommen? Kann sein, wenn der Altkanzler alles auf eigene Faust macht, ohne sich mit Kanzleramt oder Außenministerium abzustimmen. Aber dass Steinmeier sich am Wochenende ausdrücklich vor Schröder und dessen östliche Kontakte stellte, ist zumindest ein Hinweis darauf, dass die Bande zwischen beiden noch besteht.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 105 Beiträge
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1.
lanzarot 28.07.2014
Ich bin sicher nicht die Einzige, die die Bilder von der Geburtstagsfeier NICHT verstörend fand. Und ich bin sicher, wenn Schröder in der jetzigen Situation auf einem Photo mit Putin zu sehen ist, die Mehrzahl der Journaille zieht über ihn her.
2.
dani272 28.07.2014
Es musste tatsächlich ein Flugzeug vom Himmel geholt werden, damit die Europäer auf die Amis hören und endlich Sanktionen beschliessen. Russland und Europa sind sowieso den angeschlagenen Amerikanern wirtschaftlich zu stark geworden. Die Frage ist jetzt wem bringt dieser Abschuss am meisten etwas?? Ich weiss auch nicht was Schröder in dieser Situation helfen kann. Bekommen wir überhaupt alle nötigen Informationen um uns ein richtiges Urteil bilden zu können? Es ist doch allgemein bekannt wer in USA im Hintergrund agiert und manipuliert und das es immer nur um Geld geht und nicht um Menschen auf beiden Seiten
3. Nur Fassade
Neapolitaner 28.07.2014
Zitat von sysopDPAMit den neuen Sanktionen droht der Konflikt zwischen Russland und dem Westen weiter zu eskalieren. Für einen liegt darin eine Chance: Gerhard Schröder. Jetzt kann der Ex-Kanzler zeigen, was seine Freundschaft zu Wladimir Putin wirklich wert ist. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ukraine-krise-schroeder-muss-putin-die-grenzen-aufzeigen-a-983116.html
Schröders Job ist vor allem ein gut bezahlter Job. Er macht ihn nicht aus "Männerfreundschaft" zu Putin. Es ist genau so viel "Männerfreundschaft" im Verhältnis zu Putin wie Putin ein "lupenreiner Demokrat" ist.
4. kommentieren
anamarie 28.07.2014
kann man nicht. es ist so einseitig geschrieben, wie ein schuldiktat
5. Sie wird nichts wert sein.
medermark 28.07.2014
Die Freundschaft Schröder-Putin wird nichts wert sein. Russland hat strategische Interessen und die haben für Putin im Zweifelsfalle Vorrang. In der Politik gehen Freundschaften schnell zu Bruch, wenn sich die Machtfrage stellt.
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