Halbautomatische Gewehre Ukraine wickelt Waffengeschäfte über Deutschland ab

Ein ukrainischer Staatskonzern liefert nach SPIEGEL-Informationen halbautomatische Gewehre nach Deutschland. Was mit den Waffen passiert, weiß die Bundesregierung angeblich nicht. Kommen sie im Syrien-Krieg zum Einsatz?

Bewaffneter Soldat in der Ukraine: Waffenlieferungen nach Deutschland
REUTERS

Bewaffneter Soldat in der Ukraine: Waffenlieferungen nach Deutschland


Hamburg - Die Ukraine wickelt nach SPIEGEL-Informationen offenbar Waffengeschäfte über Deutschland ab. Wie das Auswärtige Amt auf eine Anfrage der Linken einräumt, exportiert der ukrainische Staatskonzern Ukroboronprom halbautomatische Gewehre des Typs SKS Simonow in die Bundesrepublik. Die Einfuhr sei von den dafür zuständigen staatlichen Stellen genehmigt worden.

Wo die Waffen in Deutschland landen, verschweigt das Außenamt: Die Lieferbeziehungen der deutschen Vertragspartner seien "ein Geschäfts- und Betriebsgeheimnis". Die Gewehre, heißt es ausweichend, würden "zum Zwecke der Modifikation" nach Deutschland geliefert. Der amerikanische Think-Tank Jamestown Foundation, dem traditionell enge Verbindungen zu US-Geheimdiensten nachgesagt werden, glaubt, dass die Waffen von Deutschland aus an syrische Rebellen geliefert werden. Jamestown geht von 54.000 Kleinwaffen allein in den Jahren 2011 und 2012 aus. Diese könnten für "verdeckte Operationen" in Syrien verwendet worden sein.

Die Bundesregierung kennt den Verdacht der Amerikaner, will ihm aber nicht nachgegangen sein. Ihr lägen, so steht es in der Antwort an die Linke, "keine eigenen Erkenntnisse hierzu vor". Weder die Bundeswehr, der Militärische Abschirmdienst noch der Bundesnachrichtendienst seien in den Kauf der Waffen involviert.

Die Linken-Außenexpertin Sevim Dagdelen hält die Unwissenheit der Regierung für bedenklich: "Es ist skandalös, dass die Bundesregierung nichts über den Verbleib dieser Waffen mitteilen kann." Noch schlimmer sei, dass Berlin "den Verdacht nicht ausräumen kann, diese Waffen seien an islamistische Gotteskrieger für einen Regimewechsel in Syrien weitergegeben worden."

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Observator 27.04.2014
1. Ukrainische Waffen in alle Brandherde dieser Welt
Die parallele Katastrophe: Südsudan. Jeder, der anliest, denkt, hier ist jemand im falschen Forum gelandet. Irrtum! Ganz seltsam,wie auf unserer inzwischen kleinen Erdmurmel die Geschehnisse miteinander vernetzt sind. Ereignisse: Im September 2008 kaperten somalische Piraten den ukrainischen Frachter "Faina". Die Badelatschen-Krieger staunten nicht schlecht, als sie auf diesem Schiff 33 Panzer T72 vorfanden. Nach großem Debakel stellte sich heraus(inzwischen leicht über Google nach zu recherchieren), dass in einem Deal zwischen USA, Uganda und Kenia die südsudanesiche Separatistengruppe SPLA mit der reichlichen Waffenladung bedacht werden sollte. Intensiv wurde die Sezession des Südsudan betrieben, das sudanesiche Öl ging an den Falschen - nach China. Mit großem internationalen Trara entstand der neue Staat Südsudan - sofort auch von den Sezessionsinteressierten international anerkannt, aktuell ein weiterer Katastrophenstaat. Zurück zum Thema Ukraine: Wer war damals am ukrainischen Führungsruder und hat offensichtlich die Waffenladung verhökert? Jetzt kann geraten werden? Es war das Führungsduo Timoschenko und Jazenjuk - offensichtlich geübt in globalen Intrigen, evtl. dabei sogar noch in die eigenen offenen Taschen wirtschaftend - im Waffenhandel ist diverses "Kleingeld" zu verdienen. Ergo: Auf gar seltsame Weise hängt so manches auf unserer kleinen Ermurmel zusammen eigenartige Interaktionen!
hondje 27.04.2014
2. Ukrainische waffen nach der brd
unsere Regierung lügt wen sie sagen sie wissen nichts dass ist doch alles korrupt bis in die kleinste löcher.
erasmus89 27.04.2014
3. Rücktritt von der Leyen
Wenn sich dieser Bericht bewahrheiten sollte, fordere ich Frau von der Leyen zum unverzüglichen Rücktritt auf ! Im Zweifel muss Merkel zurücktreten. Dies nenne ich einen ausgewachsenen Skandal.
raphaela45 27.04.2014
4. Warum
wundert mich das nicht? - Da schließt sich mal wieder ein Kreis und die Bundes-"Regierung" (in Wirklichkeit: von außen beauftragte Regionalverwaltung) beweist auf´s Neue, wessen Interessen zu dienen sich tatsächlich verpflichtet fühlt. Man kann gar nicht soviel essen, wie man k... könnte. Aber schön, daß das Potjemkinsche Dorf "Bundesrepublik Deutschland" täglich fadenscheiniger wird: Das stärkt die schwache Hoffnung darauf, daß noch genug Menschen aufwachen, um fünf vor 12 WK III zu verhindern. - Herr Steinmeier: WIR haben KEINE Atombunker und möchten auch nicht in einer Nach-Atomkriegs-Welt leben müssen!
HierFalko 27.04.2014
5. Gewaltenteilung judikative
Wo bleiben unsere unabhängigen Gerichte? Wo der Staatsanwalt der Anklage wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung erhebt?
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